Vergangene Veranstaltungen

Donnerstag, 21.12.2023

Online, per Zoom

Minga de pensamiento | Gespräch zum gemeinsamen Denken und Lernen  ...

... mit Mitgliedern von indigenen, afrokolumbianischen und Bauerngemeinschaften, sowie mit Organisationen der Zivilgesellschaft und der kolumbianischen Diaspora in Europa.

... über die politische und soziale Lage in den einzelnen Gebieten und in den jeweiligen Gemeinschaften,
die positiven Entwicklungen unter der derzeitigen Regierung,
die Herausforderungen für die nächsten Jahre, in Betracht der Vorschläge aus den Territorien zum Schutz der sozialen und politischen Akteur*innen
und
über mögliche gemeinsame Aktionen mit der Zivilgesellschaft und der kolumbianischen Diaspora in Deutschland und Europa zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen.


Mittwoch, 20.12.2023

Online, per Zoom

Über Gewalt, Widerstand und Rechte: FLINTA* in Mexiko

Tlaxcala und Oaxaca im Fokus

In Mexiko haben 70,1% der Frauen ab dem 15. Lebensjahr mindestens eine Gewaltsituation in ihrem Leben erlebt. Das wird durch die Nationale Erhebung zur Dynamik in häuslichen Beziehungen (ENDIREH) aus dem Jahr 2021 verdeutlicht. Laut der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CELAC) belegt Mexiko einen "besorgniserregenden" Platz unter den lateinamerikanischen Ländern mit den meisten Frauenmorden: Im Durchschnitt werden in der mexikanischen Republik täglich zehn Frauen ermordet.

 

 


Donnerstag, 14.12.2023

Münchner Zukunftssalon (Goethestraße 28, 80336 München)

Filmvorführung und Gespräch

Dokumentarfilm, 2022, 117 Minuten, Portugiesisch und Guarani-Kaiowa, mit englischem Untertitel, Regie: Marina Weis und Laura Faerma,

Im Dokumentarfilm wird die Vertreibung der indigenen Bevölkerung aus dem brasilianischen Regenwald porträtiert.

Nach der Filmvorführung wird es ein Gespräch mit der Regisseurin Marina Weis und Biancka Arruda Miranda geben (in deutscher Sprache).


Sonntag, 12.11.2023

Versammlungsraum des FDCL e.V. im Mehringhof (Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin)

SEMINAR

Radikalkapitalistische Unternehmer:innen und „digitale Nomaden“, die von gescheiterten Staaten mit möglichst handlungsunfähigen Regierungen schwärmen, Steuern ablehnen und möglichst autonome Enklaven für ihresgleichen und ihr Kapital nach ihrem Gutdünken aufbauen wollen, erstmal auf der Erde, dann vielleicht sogar auf dem Mars. Gerne auch als künftig Unsterbliche - wenn nur erst die lästigen Restriktionen für medizinische Experimente abgeschüttelt sind... Das alles klingt nach Dystopie, es gibt sie aber wirklich. Und in mittelamerikanischen Honduras ist mit den ZEDE schon ein Stück davon Realität geworden. In einem Tagesseminar mit internationalen Referent:innen wollen wir uns mit den Details der honduranischen „Zonen für Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung“ (ZEDEs) auseinandersetzen. Wir loten die Möglichkeiten der aktuellen Regierung aus, die ZEDEs wieder loszuwerden und erfahren mehr über den Widerstand sozialer Bewegungen gegen die ZEDE. Außerdem sehen wir uns das System der internationalen Schiedsgerichte und der Klagen von Investor:innen gegen Staaten genauer an und diskutieren gemeinsam über Lösungsstrategien und Unterstützungsmöglichkeiten für die betroffenen Gemeinden in Honduras.

 


Sonntag, 05.11.2023

Deutschlandtour München, Leipzig, Döbeln, Berlin, Köln

Honduras ist das erste Land weltweit, in dem das „libertär“-kapitalistische Modell privater, nahezu staatsfreier Enklaven mit eigenem Rechts- und Steuersystem, eigener Citizenship und eigenen Sicherheitskräften Fuß fassen konnte. Für diese so genannten „Zonen für Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung“ (ZEDEs) wurde sogar die Verfassung geändert. Inzwischen versucht die Regierung von Xiomara Castro, die ZEDEs wieder loszuwerden. Deswegen wurde eine Milliarden-Klage vor einem Schiedsgericht der Weltbank gegen den Staat eingereicht. Zwei Gäste aus Honduras informieren über die Hintergründe der Privatstadt-Initiativen in Honduras, das breite zivilgesellschaftliche Engagement gegen sie und die Erfahrungen einer karibisch-indigenen Gemeinde mit einer Unternehmer-Enklave in unmittelbarer Nachbarschaft.


Montag, 30.10.2023

Institut für Ethnologie (LMU) (Raum 033, Oettingenstr. 67, 80538 München)

León Enrique Ávila Romero zu Gast am Institut für Ethnologie (LMU)

Vortrag und Diskussion (spanisch / deutsch)

Mesoamerika erfährt derzeit einen tiefgreifenden ökologischen und ökonomischen Wandel. Die Region ist zu einem Magneten für ausländische Investitionen geworden, die in Mega-Infrastrukturprojekte wie den Tren Maya (interozeanische Eisenbahn, die die Halbinsel Yucatán und den Südwesten Mexikos durchschneidet) fließen oder auch in die Ausdehnung der Landwirtschaftsgrenze für Intensivkulturen wie Ölpalmen und Soja auf Kosten der tropischen Wälder.


Sonntag, 15.10.2023

Eine-Welt-Haus, Raum 211/212

Film & Discussion mit zwei Vertreterinnen von MAFAPO
Im Rahmen der #MAFAPOEuropaTour 2023

Español & English click -> "Weiterlesen"

Im Jahr 2008 verloren Doris, Beatriz und María ihre Kinder auf grausamste Weise. Sie wurden von der kolumbianischen Armee verschleppt, ermordet und in Massengräbern verscharrt. Sie wurden als im Kampf getötete Guerillakämpfer*innen ausgegeben. Dieser Gräueltat ist als „Falsos Positivos“ (Falsche-Positive) bekannt. Was ist geschehen? Wer ist daran beteiligt?  Wird sich diese Gräueltat wiederholen?

Ein Film von Felipe Monroy + anschließender Diskussion mit zwei Vertreterinnen des Kollektivs "Madres de los Falsos Positivos - MAFAPO" (Vereinigung der Mütter und Angehörigen von Opfer außergerichtlicher Hinrichtungen).


Freitag, 13.10.2023

Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt - Aula DP8-102 (Domplatz 8, 85072 Eichstätt)

Seminario con Jacqueline Castillo y Rubiela Giraldo del colectivo "Madres de los Falsos Positivos - MAFAPO".  
Español, traducción al alemán si es necesario. Spanisch, ggf. mit Übersetzung ins Deutsche.

Durante el seminario se abordarán aspectos históricos de este crimen de Estado desde diferentes contextos, los avances en justicia tradicional y transicional, la continuidad del delito y el rol que han tenido los acompañamientos sicosociales y las actividades de memoria histórica en el proceso de búsqueda de verdad, justicia y reparación.El seminario cierra con una discusión sobre aportes concretos que los participantes pueden hacer para apoyar la lucha por la verdad y la justicia y la consolidación de la paz en el país..

Posteriormente se realizará la inauguración de la exposición  "Verdad en el Exilio: Camino hacia la Paz en Colombia".  
Mas información en / Information auf Deutsch unter "Weiterlesen".


Deutschland Tournee

Rundreise mit zwei Vertreterinnen des Kollektivs "Madres de los Falsos Positivos - MAFAPO" (Mütter und Angehörige von Opfern außergerichtlicher Hinrichtungen)

Eichstätt - München - Frankfurt - Kassel - Berlin - Hamburg - Aachen

Zwischen 2002 und 2008 wurden in Kolumbien mehr als 6.402 Personen, überwiegend Jugendliche, von der kolumbianischen Armee verschleppt, ermordet und in Massengräbern verscharrt. Sie wurden verkleidet und als im Kampf getötete Guerillakämpfer*innen ausgegeben. Die Opfer dieses Menschenrechtsverbrechens sind als „Falsos Positivos“ bekannt.

Was ist passiert, wer war daran beteiligt, und wird sich diese Gräueltat wiederholen?  
Jacqueline Castillo Peña und Rubiela Giraldo Valencia werden uns über ihren Einsatz für Wahrheit und Gerechtigkeit berichten und dabei diese und weitere Fragen erläutern. Sie verurteilen das Verbrechen und fordern Gerechtigkeit für ihre Angehörigen. Wann und wo die Veranstaltungen stattfinden auf Weiterlesen.


Freitag, 22.09.2023

Deutschlandtour

Berlin, Leipzig, Hamburg, München und Hannover

Deutschlandtour von Voz de los Desaparecidos en Puebla und Técnicas Rudas

Weit über hunderttausend Menschen gelten in Mexiko als verschwunden. Hinter der unfassbaren Zahl verschwindet auch das Schicksal der einzelnen, ihrer Familien, Freund:innen und Gemeinschaften, ihrer Kämpfe, Träume, Sehnsüchte und Zukunftspläne. Und es verschwinden die gesellschaftlichen und politischen Ursachen dieses gigantischen Menschenrechtsverbrechens. Gemeinsam mit María Luisa Núñez Barojas, Gründerin eines Kollektivs suchender Angehöriger, der feministischen Aktivistin, Künstlerin und Wissenschaftlerin Itzell Sánchez Martínez und dem Musiker und Liedermacher Arturo Muñoz Rodríguez wollen wir neue Wege der Erzählung und der Erinnerung über das gewaltsame Verschwindenlassen suchen. #Werde Teil der Suche: ¡Hasta encontrarles! – Bis wir sie wiederfinden!


Dienstag, 19.09.2023

Online via Zoom

Vortrag und Diskussion mit Zaira Navas  und David Morales von der Menschenrechtsorganisation Cristosal

Gemeinsame Veranstaltung mit Amnesty International, El Salvador-Koordinationsgruppe

Spanisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche

Im März 2022 verhängte das Parlament in El Salvador einen Ausnahmezustand, der seitdem monatlich verlängert wird und inzwischen zur Normalität geworden ist. Mit der Aussetzung von zahlreichen Grundrechten will die Regierung die Bandenkriminalität bekämpfen, die El Salvador in den vergangenen Jahren zu einem der gefährlichsten Länder der Welt gemacht hatte. Seitdem erreichen uns täglich neue Meldungen über massive und systematische Menschenrechtsverletzungen. Die Organisation Cristosal hat in umfassenden Untersuchungen genügend Anhaltspunkte dafür gefunden, dass der Staat El Salvador wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit strafrechtlich verfolgt werden könnte.


Dienstag, 12.09.2023

Münchner Zukunftssalon, Goethestr. 28

Film und Gespräch mit Esly Banegas, Gewerkschafterin und Menschenrechtsaktivistin aus Honduras

Das zentralamerikanische Land Honduras gehört zu den großen Palmölproduzenten weltweit. Im Nordosten des Landes, im Tal des Agúan-Flusses, erstrecken sich riesige Monokulturen der so genannten „afrikanischen Ölpalme“. Der Landkonflikt zwischen kleinbäuerlichen Genossenschaften und den drei großen Palmölunternehmen führte dazu, dass seit 2010 über 100 campesinos ermordet und mehrere Gemeinden gewaltsam vertrieben wurden. Kürzlich deckten Menschenrechtsorganisationen einen Plan der Palmölunternehmen auf, die gesamte Führung des kleinbäuerlichen und genossenschaftlichen Widerstandes im Agúan-Tal zu liquidieren.


Donnerstag, 31.08.2023

Online

Das Kollektiv Voz de los Desaparecidos en Puebla, Técnicas Rudas, das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit, Brot für die Welt und Partner Südmexikos laden herzlich zur Vorführung des Dokumentarfilms Briefe für eine Zukunft mit anschließender Online-Diskussion ein.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne der Koalition gegen Verschwindenlassen anlässlich des Internationalen Tags der Opfer des Verschwindenlassens (30.8.).


Dienstag, 08.08.2023

Werkstattkino

Film & Discussion
Auftakt der MAFAPO-Europatour 2023

Español & English click -> "Weiterlesen"

Im Jahr 2008 verloren Doris, Beatriz und María ihre Kinder auf grausamste Weise. Sie wurden entführt, gefoltert und von der kolumbianischen Armee getötet. Sie wurden als im Kampf getötete Guerillas ausgegeben. Dieser Gräueltat ist als „Falsos Positivos“ (Falsche-Positive) bekannt.

Was ist geschehen?
Wer ist daran beteiligt?
Wird sich diese Gräueltat wiederholen?

Ein Film von Felipe Monroy mit anschließender Diskussion über mögliche Aktionen zur Unterstützung des MAFAPO-Kollektivs und ihrer Rundreise.


Donnerstag, 27.07.2023

Bellevue Di Monaco (Müllerstraße 2-6, 80469 München)

Ciudad Juárez ist eine Stadt, die man vor allem aus Netflix-Serien über Narcos kennt oder die in skandalträchtigen Pressemeldungen auftaucht: die meisten Frauenmorde Mexikos – eine der gefährlichsten Städte der Welt, von Drogenkartellen und Banden umkämpft – extreme Klimabedingungen mitten in der Wüste – Schichtarbeit zu Hungerlöhnen in Weltmarktfabriken – Migrant*innen an der Mauer zu den USA … Doch wie lebt es sich in dieser 1,5-Millionen-Stadt tatsächlich? Und warum finden Menschen Ciudad Juárez trotz allem lebenswert?

Wir laden herzlich ein zu Lesung und Gespräch mit der Autorin, freien Journalistin, Antifaschistin und feministische Wrestling-Kämpferin „Miss Kath“, Kathrin Zeiske, die einen Großteil des Jahres in Ciudad Juárez lebt.