Aktuelles zu El Salvador

Jahresbericht 2018

In El Salvador war das Jahr 2018 geprägt vom Ausgang der Parlaments- und Bürgermeisterwahlen Anfang März, sowie der Positionierung der Parteien- und Kandidat*innenlandschaft im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2019. Der Verlust linker Mehrheiten hat die sozialen Bewegungen in Alarmbereitschaft versetzt. Befürchtet wird die Privatisierung des Trinkwassers sowie ein Aufweichen des erst 2017 verabschiedeten Gesetzes zum Verbot des metallischen Bergbaus. International erregte die Entscheidung Aufsehen, diplomatische Beziehungen mit China aufzunehmen. Weiterhin problematisch bleibt die hohe Kriminalitätsrate sowie der mit drakonischen Strafen belegte Schwangerschaftsabbruch.

Weiterlesen …

Jahresbericht 2017

Das Jahr 2017 gestaltete sich wieder einmal zwiespältig für El Salvador. Das Verbot von metallischem Bergbau ist zweifelsohne ein großer Erfolg der sozialen Bewegungen. Andererseits lässt das ebenfalls lang geforderte allgemeine Wassergesetz weiterhin auf sich warten. Hoffnung macht, dass sich nun endlich 17 ehemalige Militärs für das Massaker von El Mozote vor Gericht verantworten müssen. Auf der anderen Seite schwebt Trumps Migrationspolitik wie ein Damoklesschwert über dem mittelamerikanischen Land. Es bleibt abzuwarten, was der Ausschluss des beliebten Bürgermeisters von San Salvador, Nayib Bukele, aus der FMLN für die Zukunft der Partei und des gesamten politischen Systems bedeutet.

Weiterlesen …

Jahresbericht 2016

Das Jahr 2016 stand unter dem Zeichen eines massiven Vorgehens gegen die Gewalt der (Jugend-)Banden. Die politische Polarisierung blockierte die Aufnahme neuer Schulden und brachte El Salvador mehrmals an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Als positiv erscheint die Aufhebung des Amnestiegesetzes aus dem Jahre 1993 sowie die Abweisung der Klage von OceanaGold gegen El Salvador vor dem internationalen Schiedsgericht.

Weiterlesen …

Factsheet: Wem nützt Gewalt?

Im Jahr 2015 galt El Salvador als gefährlichstes Land der Welt. Festgemacht wird dieses an insgesamt 6646 registrierten Morden, was 18 Tötungsdelikten pro Tag entspricht (102,9 Morde pro 100.000 Einwohner).Im Vergleich zu 2010 bedeutet das einen Anstieg von 66%.
In den Ländern Guatemala, Honduras und El Salvador unternehmen die USA mit dem Programm „das Nördliche Dreieck“ Anstrengungen, um vordergründig den Kampf gegen die Pandillas und den Drogenhandel zu verstärken. Allerdings geht es der Regierung der USA eher darum, die politischen Hindernisse, die in der Region entstanden sind, aus dem Weg zu räumen, um eine Politik durchzusetzen, welche sich an den Interessen der Vereinigten Staaten orientiert. Das führt zu einer Konfrontation mit den sozialen Bewegungen, weil man hier nicht dafür ist, dass Dinge wie Gesundheit, Bildung, das Wasser oder die Natur privatisiert werden. Folglich geht es bei diesen Programmen eigentlich um die Aufrechterhaltung der Kontrolle. Deutschland hingegen beteiligt sich aktuell eher an Maßnahmen der Gewaltprävention.

Weiterlesen...

FMLN gewinnt Präsidentschaftswahlen!

Am Sonntag, den 15. März 2009, hat Mauricio Funes, Kandidat der Partei FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí) die Präsidentschaftswahlen gewonnen. Funes ist der erste linke Präsident in El Salvador nach 20 Jahren Regierung durch die ultra-rechte ARENA-Partei (Republikanisch-nationalistische Allianz) und nach einem Jahrhundert, in dem sich verschiedene Militärdiktaturen an der Macht abwechselten.

Weiterlesen …

Länderarbeit

Die Länderarbeit des Ökumenischen Büros zu El Salvador wird von zwei Arbeitskreisen und einer hauptamtlichen Kraft getragen. Neben der Organisation von zweijährlich nach El Salvador stattfindenden Brigaden besteht die Arbeit vor allen Dingen darin, aktuelle Entwicklungen zu verfolgen und in Deutschland öffentlich zu machen.

Weiterlesen …

Partnerorganisation Oikos Solidaridad

Oikos Solidaridad ist eine kleine Nichtregierungsorganisation (NGO) und für das Ökumenische Büro die langjährige Partnerorganisation in El Salvador. Gemeinsam mit ihr werden vor allem die Solidaritätsbrigaden des Büros nach El Salvador vorbereitet und durchgeführt.

Weiterlesen …

Geschichte

Salvador ist mit einer dem Bundesland Hessen entsprechenden Größe der kleinste Staat Zentralamerikas. Eine Vulkankette durchzieht das Land und erzeugt fruchtbare Böden, auf denen der Kaffeestrauch gute Wuchsbedingungen findet. Der Kaffeeanbau wurde Anfang des 19. Jahrhunderts eingeführt und stellt bis heute eine wichtige Einnahmequelle für El Salvador dar.

Weiterlesen …

17 Jahre nach dem Friedensabkommen

Die aktuelle Situation in El Salvador ist geprägt von der neoliberalen Politik der rechtsgerichteten ARENA-Regierung. Die Besitzverhältnisse wurden durch die Friedensverträge kaum angetastet, knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut, ein Fünftel der Bevölkerung gilt als extrem arm. Immer mehr Menschen werden von sozialen Grunddiensten wie Gesundheit und Bildung ausgeschlossen, da diese zunehmend privatisiert werden.

Weiterlesen …

"Superwahljahr" 2009

Am 18.1.09 ist das Parlament neu gewählt worden - ein Ereignis, das als richtungweisend für die Präsidentschaftswahlen galt. Bei der Abgeordneten- und Bürgermeisterwahl wurde die FMLN zum ersten Mal stärkste Fraktion im Parlament und in den Kommunen. Gleichzeitig aber verlor sie nach 12 Jahren das Bürgermeisteramt der Hauptstadt San Salvador an die Republikanisch-nationalistische Allianz (ARENA).

Weiterlesen …