Gewaltsames Vorgehen der Polizei unter Einsatz von Tränengas gegen das friedliche Blockadecamp in Pajuiles am 3. Mai 2018 | Quelle: MADJ

Tiroler Turbinenbauer in der Kritik

Zwanzig Organisationen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter das deutsch-österreichische Netzwerk HondurasDelegation, wandten sich heute in einem Offenen Brief an "Geppert Hydropower" in Hall in Tirol.
Das Unternehmen liefert Turbinen für das umstrittene Wasserkraftwerk "Los Planes" im Norden von Honduras.

Die Unterzeichnenden fordern "Geppert Hydropower" auf, die in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verankerten menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten zu beachten und die Lieferung der Turbinen sofort zu stoppen, eine sorgfältige Risikoanalyse vorzunehmen und in der Folge die laufenden Verträge mit dem honduranischen Unternehmen „Hidroeléctrica Centrales El Progreso“ (Hidrocep) zu kündigen.

Im Zuge der gewaltsamen Durchsetzung des Kraftswerks wurden mehrere Personen schwer verletzt, ein Kraftwerksgegener ermordet, ein Umweltstaatsanwalt ins Exil getrieben. Durch die Bauarbeiten wurde das Trinkwasser von ca. 20.000 Menschen am Rio Mezapa ungenießbar.

Zum Offenen Brief bitte auf dem Foto oder hier klicken

Die Vergessensten unter den Vergessenen

Spendenaktion für inhaftierte Trans*Frauen in Honduras

Trans*Frauen werden in Honduras unter menschenunwürdigen Bedingungen im Männerknast inhaftiert. Derzeit sind zwölf Trans*Frauen im Männerknast Támara inhaftiert. Sei Jahresbeginn hat sich die Situation nochmals verschärft. Besuche werden extrem erschwert. Haupthindernis ist, dass jede/r Besucher*in jetzt vorab eine Erlaubnis beantragen muss, die 3.000 Lempira (etwas über 100 Euro) kostet. Zum Vergleich: Der monatliche Mindestlohn, den viele nicht erreichen, liegt bei 300 Euro.

 

Deshalb: Spendet für Besuchsscheine und das Nötigste zum Überleben!

Titelbild des Jahresbericht 2017

Jahresbericht 2017 erschienen

Der Jahresbericht 2017 des Ökumenischen Büros ist erschienen. Hier gehts zum Editorial.

Jahresberichtes 2017 als Download (PDF 2,8 MB)

Titelbild des Jahresbericht 2017

Hast Du unsere Factsheets 2017 schon gelesen?

 

Freihandel in Zentralamerika: (k)ein Modell für eine nachhaltige Entwicklung(?)!

Menschenrecht Migration: Flucht und Wanderungsbewegungen aus Zentralamerika in die USA 

Die perfekte Stadt: Charter Cities (Modellstädte)


Einen Überblick von alllen unseren Factsheets bekommst Du hier

„Wir Frauen bewegen die Welt“ (Text und Video)

Das Red de Mujeres de Matagalpa (Frauennetzwerk von Matagalpa), ein Sprachrohr der Frauen in Nicaragua, erhebt auch auf der Straße die Stimme. Die Aktivistin Maria Auxiliadora Romero Cruz sprach Mitte August mit der Brigade aus 2017 über die Verschlechterung der Situation von Frauen in Nicaragua.

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Unternehmen und Staat in Honduras verantwortlich für Mord an Berta Cáceres

Juristen decken Mordkomplott und Plan gegen soziale Organisation COPINH und Gegner des Kraftwerks Agua Zarca auf. Nationale Behörden versagen

Von
Andrea Lammers
amerika21

Tegucigalpa. "Der honduranische Staat hat genügend Beweismittel in der Hand, um die Hintermänner des Mordes an Berta Cáceres und des versuchten Mordes an Gustavo Castro strafrechtlich zu verfolgen. Das ist bisher jedoch nicht passiert", betonte Roxanna Altholz, Dozentin an der University of California am 30. Oktober bei einer Pressekonferenz in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa.

Honduras vor den Wahlen: Kein Recht, Menschenrechte zu verteidigen

MÜNCHEN (oekubuero). Vom 1. bis zum 8. September 2017 fand die mittlerweile dritte Delegationsreise des Honduras Forums Schweiz statt, an der unsere Honduras-Referentin im Zuge ihrer Dienstreise als Bürgerin des Nachbar"kantons" ebenfalls teilgenommen hat. Vielen Dank an das Honduras Forum Schweiz für diese Möglichkeit!

Im folgenden der Abschlußbericht der Reise und vorab einige persönliche Eindrücke: 

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Kommunale partizipative Wandbilder in München

Wer wir sind

und wo wir sind: Pariser Straße 13, München

Veranstaltungen

Freitag, 29.06.2018
Foto: © Cinthia Guerrero L.

Wie Lateinamerika tickt

Talk auf der Terrasse des Eine-Welt-Hauses zum Superwahljahr 2018.

Seit Ende 2017 und heuer wird landauf, landab in mittel- und südamerikanischen Ländern gewählt. Darüber führen KennerInnen von Paraguay über Kolumbien bis Chile eine Art Stammtischgespräch mit Publikum. Nach kurzen Impulsen zu den Besonderheiten der Wahlen des jeweiligen Landes geht es um gemeinsame Tendenzen, die sich abzeichnen für Menschenrechte, Demokratisierung, politische Orientierung etc.

Eintritt frei

Ort: Terrasse 1. Stock bzw. Weltraum im EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80

Click auf Weiterlesen für mehr Infos und Referent*innen

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Freitag, 06.07.2018

Politische Gefangene in Honduras und Mexiko

In Honduras wurden zu Jahresbeginn Dutzende Demonstrant*innen bei landesweiten Protesten gegen den Wahlbetrug und die erneute Amtsübernahme der Regierung Juan Orlando Hérnandez willkürlich festgenommen. Fünf von ihnen sitzen immer noch hinter Gittern.

In der Nacht des 18. Mai 2013 wurde der indigene Lehrer Damián Gallardo Martínez ohne richterlichen Beschluss im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, Mexiko festgenommen. Er setzte sich für die Rechte indigener Völker sowie das Recht auf Bildung ein und war Gegner der nationalen Bildungsreform. Enrique Guerrero Aviña wurde in der Nacht zuvor, am 17. Mai 2013, in Mexiko-Stadt zunächst verfolgt, beschossen und anschließend Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens durch staatliche Sicherheitsbehörden.

Eintritt frei!

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Samstag, 14.07.2018

Filmvorführung: "Chocolate de Paz"

zum zweiten Mal in München!
Proyección de la película "Chocolate de Paz". Click en "Weiterlesen" para mas información en Español.

Die Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien weigert sich seit ihrer Gründung 1997 Partei für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen – Paramilitärs, Guerillagruppen oder die Armee – und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Frieden...  (Click auf Weiterlesen) 

Spanisch mit deutschen Untertiteln
Eintritt frei
Anschließende Diskussion

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Montag, 16.07.2018

Menschenrechte müssen durchsetzbar sein !

Warum die UNO einen Pakt zu Menschenrechtspflichten für Unternehmen und Konzerne anstrebt, aber Deutschland und die EU ihn blockieren

Diskussionsveranstaltung mit Andreas Zumach,
UNO-Korrespondent der taz und freier Journalist
Montag, 16.07.2018, 19 Uhr
DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64, U-Bahn Theresienwiese

Eintritt frei, Spenden erbeten

 

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Donnerstag, 19.07.2018

Die Stimme des honduranischen Widerstands in München

Karla Lara & José Antonio Velásquez  - in München
Acordamos vivir cantando

Die Sängerin und Feministin gilt in ihrem Heimatland Honduras als Stimme des Widerstands.

Kurzer Vortrag + ein ausführliches Gespräch mit dem Publikum + Konzert.
Schwerpunktthema: "Anti-patriarchale Kämpfe und Widerstand nach dem Wahlbetrug in Honduras"

Karla Lara war eine enge Freundin der Anfang März 2016 von Auftragskillern ermordeten Umwelt-und Menschenrechtsaktivistin Berta Cáceres und hatte schon vor dem Mord die Ballade des Widerstandes gegen das auf Gemeindeland der Lencas geplante Wasserkraftwerk geschrieben und intoniert.

Klick auf Weiterlesen für mehr Infos:

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Freitag, 12.10.2018

Partizipativer Kongress: Entwicklung oder nachhaltige Exklusion? - Freihandel in Zentralamerika: Folgen, Widerstand und Alternativen

Die Region Zentralamerika ist über zahlreiche Handelsabkommen in die globalisierte Wirtschaft und Wertschöpfungsketten eingebunden. Am bedeutendsten sind dabei das Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten CAFTA-DR sowie das Assoziierungsabkommen zwischen Zentralamerika und der Europäischen Union.

 Verfechter einer neoliberalen Politik sehen im freien Warenverkehr die beste Möglichkeit zum Erreichen von Wirtschaftswachstum und damit zum Überwinden der Armut. Allerdings wurde in den letzten Jahren zunehmend deutlich, dass das damit verbunden Wirtschaftsmodell zu mehr sozialer Ungleichheit, Zerstörung der Umwelt und von Lebensgrundlagen sowie zu sozialen, zum Teil gewaltsamen, Konflikten geführt hat.

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Aktuelles

MADJ Koordinator Martin Fernandez wurde bei Angriffen 2017 schwer verletzt, als er das zerstörte Protestcamp gegen Los Planes besichtigen wollte.
MADJ Koordinator Martin Fernandez wurde bei Angriffen 2017 schwer verletzt, als er das zerstörte Protestcamp gegen Los Planes besichtigen wollte. Bildquelle: MADJ

Tiroler Turbinenbauer in der Kritik

MÜNCHEN/WIEN (oekubuero- 21.6.2018) Zwanzig Organisationen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter das deutsch-österreichische Netzwerk HondurasDelegation, wandten sich heute in einem Offenen Brief an "Geppert Hydropower" in Hall in Tirol. Das Unternehmen liefert Turbinen für das umstrittene Wasserkraftwerk "Los Planes" im Norden von Honduras. Die Unterzeichnenden fordern "Geppert Hydropower" auf, die in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verankerten menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten zu beachten und
die Lieferung der Turbinen sofort zu stoppen, eine sorgfältige Risikoanalyse vorzunehmen und in der Folge die laufenden Verträge mit dem honduranischen Unternehmen „Hidroeléctrica Centrales El Progreso“ (Hidrocep) zu kündigen. Im Zuge der gewaltsamen Durchsetzung des Kraftswerks wurden mehrere Personen schwer verletzt, ein Kraftwerksgegener ermordet, ein Umweltstaatsanwalt ins Exil getrieben. Durch die Bauarbeiten wurde das Trinkwasser von ca. 20.000 Menschen am Rio Mezapa ungenießbar.

Zum Offenen Brief bitte auf Weiterlesen klicken

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Update 5 zu Nicaragua. Noch immer keine Lösung der Krise in Sicht

Rund zwei Monate nach Beginn der gewaltsamen Proteste gegen die Politik der Regierung in Nicaragua ist noch immer keine Lösung der gesellschaftlichen Krise in Sicht. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Zusammenstößen. Die Anzahl der Toten steigt dabei fast täglich.

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Polizeiaktion am 8. September 2017

„Freibrief für Folter und illegale Festnahmen“

TEGUCIGALPA (oeku-buero. 2.Juni 2018). Die drei Polizeioffiziere, die im September 2017 Menschenrechtsverteidiger*innen, Studierende und die Journalistin Tomy Morales auf dem Gelände der Nationalen Universität von Honduras (UNAH) mit Pfefferspray attackiert und teils schwer verletzt hatten (siehe https://www.oeku-buero.de/details-28/polizeigewalt-gegen-journalistin-und-menschenrechtsverteidigerinnen.html), wurden am 1. Juni 2018 von einem Gericht in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa freigesprochen. Sie waren unter anderem wegen Folter, Körperverletzung, illegalen Festnahmen, Amtsmissbrauch und Pflichtverletzung angeklagt gewesen, mussten aber nicht in U-Haft und wurden nicht vom Dienst suspendiert. Morales’ Kollegin Dina Meza, die Präsidentin des honduranischen PEN, kommentierte, das Urteil sei eine Schande und ein Freibrief für weitere Folter und illegale Festnahmen von Menschenrechtsaktivist*innen und Journalist*innen.

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Update 4: Nationaler Dialog in Nicaragua ausgesetzt. Anzahl der Toten steigt.

Von Öku Büro, München, 28.05.2018

Der vor rund zwei Wochen aufgenommene Nationale Dialog in Nicaragua wurde nach wenigen Tagen bereits unterbrochen. In weiten Teilen des Landes kommt es zu Demonstrationen. Zahlreiche Straßensperren von Protestierenden blockieren den Verkehr. Von Seiten der Zivilgesellschaft wird ein Ende der Repression gefordert. Präsident Ortega hingegen knüpft die Weiterführung des Dialoges an ein Ende der Blockaden im Land.

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76 Tote und mehr als 800 Verletzte: CIDH legt ersten vorläufigen Bericht zu den Protesten in Nicaragua vor

Von Öku-Büro, München, 22. Mai 2018.

Am gestrigen Montag veröffentlichte die Delegation der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) ihren vorläufigen Bericht zu den gewaltsamen Protesten der vergangenen Wochen in Nicaragua.

 

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