Beginnen wir mit einer Frage: Besteht Bedarf an einem verbindlichen internationalen Mechanismus zum Schutz der Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch transnationale Unternehmen? Ja unbedingt! Und in diesem Text werden wir versuchen, zu klären, warum.
Das mexikanische Kapitel des ständigen Tribunals der Völker (Tribunal permanente de los pueblos (TPP)), das zwischen 2011 und 2014 tagte, dokumentierte, wie durch den Freihandel eine juristische Struktur geschaffen wurde, die Straffreiheit für transnationale Unternehmen im Land garantiert – Mexiko ist eines der Länder, die die meisten solcher Verträge unterzeichnet hat.

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Angesichts der globalen Wasserkrise steht die Menschheit vor immensen Herausforderungen. Sucht man nach einer Lösung für diese Probleme ist es wichtig zu erkennen, dass sich diese weltweite Krise aus vielen lokalen Krisen zusammensetzt, deren Ursachen und Lösungen unterschiedlich sein können.
In El Salvador waren im Jahre 2015 23 Prozent der Haushalte ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. 46 Prozent mussten ohne Sanitärversorgung auskommen. Besonders betroffen sind Haushalte auf dem Land bzw. Familien, die in Armut oder extremer Armut leben.

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"Keine Kriminellen, sondern Umweltschützer": Aktivisten aus Guapinol stellen sich freiwillig der Justiz - und werden als angebliche Schwerverbrecher weggesperrt.
Bildquelle: encuentrodemujeres.red

Hochsicherheitsgefängnis für Gegner einer Eisenerzmine in Honduras

Bundestagsabgeordnete appellieren an die honduranische Justiz und die Ministerin für Menschenrechte

BERLIN/TEGUCIGALPA (oekubuero - 13.9.2019) Neun Bundestagsabgeordnete aus drei Fraktionen äußerten sich in der vergangenen Woche besorgt über die Kriminialisierung von Umweltaktivisten aus dem Departement Colón im Norden von Honduras. Sie wehren sich gegen einen Eisenerztagebau im Nationalpark Montaña de Botaderos, der das lokale Ökosystem sowie die Flüsse Guapinol und San Pedro und damit die Wasserversorgung tausender Menschen gefährdet. Kurz bevor ein gemeinsamer Brief der MdB an die honduranischen staatlichen Stellen sowie an Außenminister Maas ging, wurden sieben im Zuge der Räumung eines Protestcamps im August 2018 angeklagte Umweltaktivisten in das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis La Tolva, 600 Kilometer von ihrem Heimatort entfernt, gebracht. Sie hatten sich freiwillig der Justiz gestellt und eine Richterin hatte für sie U-Haft in einem normalen Gefängnis angeordnet. Am 28. August war ein weiterer beschuldigter Aktivist, Roberto Antonio Argueta, auf offener Straße von schwer Bewaffneten erschossen worden.

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Unternehmen und Staat in Honduras verantwortlich für Mord an Berta Cáceres

Juristen decken Mordkomplott und Plan gegen soziale Organisation COPINH und Gegner des Kraftwerks Agua Zarca auf. Nationale Behörden versagen

Von
Andrea Lammers
amerika21

Tegucigalpa. "Der honduranische Staat hat genügend Beweismittel in der Hand, um die Hintermänner des Mordes an Berta Cáceres und des versuchten Mordes an Gustavo Castro strafrechtlich zu verfolgen. Das ist bisher jedoch nicht passiert", betonte Roxanna Altholz, Dozentin an der University of California am 30. Oktober bei einer Pressekonferenz in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa.

Kommunale partizipative Wandbilder in München

Wer wir sind

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und wo wir sind: Pariser Straße 13, München

Aktuelles

Der Aktivist der Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit in Honduras, Milgen Idán Soto Ávila, wurde ermordet
Der Aktivist der Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit in Honduras, Milgen Idán Soto Ávila, wurde ermordet
Quelle: madj

Von Thomas Raabe
amerika21

San Francisco de Locomapa, Honduras. Der seit dem 23. September vermisste honduranische Umweltaktivist Milgen Idán Soto Ávila ist am vergangenen Samstag tot aufgefunden worden. Soto gehörte zur indigenen Gruppe der Tolupanes und war Mitglied der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation "Breite Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" (Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia, MADJ).


Die Hintergründe des Mordes an Berta Cáceres sind juristisch noch nicht restlos aufgeklärt
Die Hintergründe des Mordes an Berta Cáceres sind juristisch noch nicht restlos aufgeklärt, Quelle: unenvironment

Von Andrea Lammers
amerika21

Tegucigalpa. Die für den gestrigen Mittwoch in Honduras angesetzte Vorverhandlung gegen Roberto David Castillo Mejía, einen der mutmaßlichen Anstifter des Mordes an Berta Cáceres, wurde auf den 10. Oktober verschoben. Die indigene Umwelt- und Menschenrechtsaktivistin war am 2. März 2016 in ihrem Haus erschossen worden.


Stuttgart, den 25. September 2019. Das Verbrechen an den Lehramtsstudenten von Ayotzinapa ging vor fünf Jahren um die Welt. Die „Nacht von Iguala" hinterließ vom 26. auf den 27. September 2014 43 verschwundene Studenten, sechs Menschen wurden ermordet. „Noch immer ist der Verbleib der jungen Männer ungeklärt. Für ihre Familien, ihre Kommilitonen, für die mexikanische Gesellschaft und für weite Teile der internationalen Gemeinschaft ist das eine untragbare Situation. Das Verbrechen muss endlich aufgeklärt werden“, fordert Carola Hausotter von der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko.