Landkonflikt um Palmölplantagen eskaliert: 33 Menschenrechts- und Umweltorganisationen fordern „Kein Palmöl von Dinant aus Honduras“!
Münster, 12. Februar 2025 (CIR - ökubüro). Drei ermordete Aktivist*innen, über 160 vertriebene Familien und mehr als 500 Menschen in provisorischen Notunterkünften. Seit Ende Dezember eskaliert die Gewalt gegen Genossenschaften von Kleinbäuerinnen und -bauern im honduranischen Aguán-Tal, die Interessen des Palmölunternehmens Dinant im Wege stehen. Palmöl von Dinant gelangt in die Lieferketten zahlreicher Unternehmen wie Flora Food, Vandemoortele oder Pepsico und findet sich in Markenprodukten wie Rama Margarine wieder – auch auf dem deutschen Markt. 33 Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter das Ökubüro, appellierten nun an die Unternehmen, kein Palmöl von Dinant mehr zu beziehen. Erste Unternehmen haben bereits reagiert. Viele weitere sind aufgerufen, es ihnen gleich zu tun.
Auch wir sind dabei! - Kartentausch JETZT im Fat Cat (ehem. Gasteig)
Angesichts wachsender globaler Krisen und dem deutlichen Rechtsruck der Gesellschaft, steigt der Druck für Menschen die strukturell ausgeschlossen und benachteiligt werden.
Deshalb haben einige Personen des Ökubüros gemeinsam mit der Gruppe „München International“ und weiteren Unterstützer*innen eine Gutscheintauschstelle eingerichtet. Dort können an jedem Freitag von 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr Menschen ihre Gutscheine gegen Bargeld eintauschen.
Steinkohleeinfuhren aus Kolumbien nach Deutschland haben seit Beginn des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine sprunghaft zugenommen. Dabei sind die Folgekosten für Mensch, Umwelt und Klima in den Kohlerevieren enorm. In unserem Factsheet zeigen wir die vielschichtigen Negativauswirkungen des Kohleabbaus in Kolumbien auf und formulieren klare Forderungen an die deutsche Politik und die Energieunternehmen, die die Kohle ankaufen, um Menschenrechte, Umwelt und Klima besser zu schützen.
Mehr Infos zu der Deutschen Menschenrechts-koordination Kolumbien (MRKK)
Neues Wandbild im Münchner Werksviertel
Mit Unterstützung u.a. von Altmeister Checo Váldez aus Mexiko und Performance-Künstler Jorge Hidalgo aus Münster wird gerade unser sechstes partizipatives Wandbild vollendet. Zwei Dutzend Münchner*innen haben mitgewirkt und mitgemalt. Die echt laaaange Wand soll für sechs Jahre erhalten bleiben. Aber schaut lieber jetzt schon vorbei und lasst euch inspirieren. Gleich hinter dem Münchner Ostbahnhof, am Fuß des Riesenrades.
#Klimasolidarität - Unsere neue Plattform
Unsere neue Plattform
klimasolidaritaet.de ist online!
Weil der Klimawandel ein Problem ist, das alle Menschen bedroht. Weil wir die Menschenrechtsverletzungen dort aufzeigen möchten, wo unsere Konsumgüter entstehen – am Anfang der Produktion, beim Raubbau an Mensch und Natur. Weil die Verantwortung eines Konzerns nicht an der Ladentheke oder an der Landesgrenze endet. Aber vor allem, weil wir nicht nur über die Probleme reden wollen. Auf dieser Plattform zeigen wir, was Bürger*innen in Lateinamerika, aber auch hier in München und in Deutschland tun, um die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen.
Kommunale partizipative Wandbilder in München
Veranstaltungen
Aktuelles
Gericht in Honduras vertagt Verhandlung im Mordfall Juan López
Termin in San Pedro Sula zum fünften Mal verschoben. Nebenklage und Menschenrechtsgruppen fordern rasche Ermittlungen zu mutmaßlichen Auftraggebern
Von Andrea Lammers
amerika21
San Pedro Sula. Elf Monate nach dem Mord an dem honduranischen Umweltaktivisten, Stadtrat und katholischen Laienprediger Juan López ist der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder und zwei Kompliz:innen zum fünften Mal vertagt worden.
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Offener Brief an Präsidentin Castro: Stoppen Sie die Morde im Aguán-Tal!
Gemeinsam mit 22 weiteren Organisationen und Kollektiven aus zwölf Ländern fordern HondurasDelegation, Cadeho, Ökubüro und die Romero Initiative (CIR) die honduranische Präsidentin auf, die schweren Menschenrechtsverletzungen im Aguán-Tal zu stoppen. Seit Jahresbeginn 2025 wurden dort elf Mitglieder kleinbäuerlicher Kooperativen bzw. deren Verwandte ermordet. Kriminelle Strukturen müssen zerschlagen die nahezu absolute Straflosigkeit für Morde in der Region beendet, Menschenrechtsverteidiger*innen geschützt und eine Landrechte- und Wahrheitskomission eingesetzt werden, so die Forderungen.
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Ein notwendiges Gespräch: Menschenrechte und Sicherheit in Chiapas - zum Nachhören auf youtube
Am 9. Juli 2025 fand das Online-Gespräch „Chiapas: Gewalt, #Widerstand und #Solidarität“ statt.