Privatstädte ZEDE

Beiträge zu dem Thema Sonderzone für Beschäftigung und Ökonomische Entwicklung „Zona Especial de Empleo y Desarrollo Económico“ (ZEDE)

ZEDE in Honduras: „Wenn der Baum verrottet ist, sind auch die Früchte verdorben“

Die designierte honduranische Präsidentin Xiomara Castro hat versprochen, die totalkapitalistischen Privatstädte in Honduras zu stoppen. Doch die sind durch eine illegale Verfassungsänderung, ein Gesetz und internationale Verträge ziemlich gut abgesichert. Honduranische Jurist*innen meinen, es gibt dennoch Wege, das äußerst unpopuläre Projekt auszuhebeln – aber nur, wenn der politische Druck aus den Gemeinden und von den sozialen Bewegungen weiterhin groß bleibt.

Mehr in unserem Expert*innengespräch vom 21.Dezember 2021

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Ideologien und Netzwerke der Privatstadt-Lobby

„Die Vertreter dieser Denkrichtungen nennen sich selbst Libertarians oder Anarchokapitalisten. Ich halte das für den falschen Begriff, weil sie eben nicht für Freiheit sind. Sie wollen die Freiheit einschränken bzw. sie wollen nur für sich selbst Freiheit, Freiheit für die Reichen. Ein besserer Begriff wäre Proprietaristen, denn sie sind Eigentums-Fanatiker“, sagt der Soziologe Andreas Kemper in seinem Vortrag im November 2021 über die Verfechter von Privatstädten.

Vortrag von Andreas Kemper vom 13.November 2021 anlässlich des Online-Seminars „Honduras: Privatstädte und ,libertäre' Netzwerke: Entwicklungschancen für wen?“

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Libertäre Dystopien gegen das Leben

Von Jessica Fernandez Norales und Randolfo Garcia

Die Garífuna sind ein Volk mit indigenen (Arawak) und afrikanischen Ursprüngen.(1) Sie leben seit 1797 in der mittelamerikanischen Karibik, nachdem sie im 16. und 17. Jahrhundert für ihre Territorien auf der Insel St. Vincent auf den Kleinen Antillen gekämpft hatten. Dort widerstanden unsere Vorfahren etwa zwei Jahrhunderte lang der versuchten Enteignung durch das englische und französische Imperium. Daher ist das Volk der Garífuna seit Beginn seiner Geschichte durch Widerstand, Überleben und Kampf gegen strukturellen und institutionellen Rassismus und seine verschiedenen Erscheinungsformen gekennzeichnet; Die Garífuna kämpften stets für das Recht auf Land, die Bewahrung und Anerkennung der kulturellen Identität sowie für die Durchsetzung von Rechten - zunächst gegen die europäische Kolonialisierung in der Karibik, dann gegen die Politik des Landraubs durch den honduranischen Staat sowie in- und ausländische Investor*innen.

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BUKO Seminar Charter-Cities ZEDE Honduras

Unser von der Rosa-Luxemburg-Stiftung gefördertes Seminar für die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) am 28.11.2020 erläuterte den internationalen Kontext der Charter oder Start Up Cities, verdeutlichte die bisher in der deutschen Öffentlichkeit kaum bekannten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der honduranischen ZEDE und informierte über die Situation auf Roatán, wo sich breiter Widerstand gegen die ZEDE Próspera formiert.

Hier die Dokumentation:

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