Nachrichten zu Honduras

Edwin Espinal (links) und Raúl Álvarez vor dem Hochsicherheitsgefängnis La Tolva
Edwin Espinal (links) und Raúl Álvarez vor dem Hochsicherheitsgefängnis La Tolva Foto: Karen Spring

Von Thomas Raabe
amerika21

Tegucigalpa. In Honduras hat der Prozess gegen Edwin Espinal und Raúl Álvarez begonnen. Die Aktivisten, die im Rahmen der landesweiten Proteste gegen den mutmaßlichen Wahlbetrug bei den Präsidentschaftswahlen von 2017 festgenommen wurden, werden der Zerstörung im Marriott-Hotel in Tegucigalpa beschuldigt.


Schon seit 2013 wehrten sich indigene Gemeinden gegen das Staudammprojekt Agua Zarca
Schon seit 2013 wehrten sich indigene Gemeinden gegen das Staudammprojekt Agua Zarca Quelle: hondurastierralibre

Staatliche Funktionäre sollen dafür gesorgt haben, dass das Energieunternehmen Desa rechtswidrig Verträge und Genehmigungen erhielt

Von Andrea Lammers
amerika21

Tegucigalpa. Die honduranische Sonderstaatsanwaltschaft gegen Korruption (UFERCO) beschuldigt sechs ehemalige honduranische Staatsbedienstete verschiedener Straftaten, darunter Amtsmissbrauch, Korruption und Urkundenfälschung. Angeklagt sind hochrangige Beamte des Umweltministeriums und des staatlichen Energieversorgers ENEE.


Carta abierta sobre la visita del embajador de Alemania en Honduras a la ZEDE Próspera

Herrn Botschafter Jens Janik,
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Honduras
Tegucigalpa, Honduras

München/Berlin, 6. August 2021

Sehr geehrter Herr Botschafter,

wir schreiben Ihnen in Bezug auf Ihren Besuch bei der ZEDE Próspera auf Roatán am 28. Juli 2021. Ziel Ihres Besuchs war es laut der entsprechenden Veröffentlichung auf dem offiziellen Twitter-Account der Deutschen Botschaft, "sich ein umfassendes und eigenes Bild über ein sehr wichtiges Thema wie #ZEDEs zu machen".


Die honduranische Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres
Die honduranische Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres wurde am 3. März 2016 rmordet, Quelle: @Flickr

Von Jutta Blume
amerika21

Tegucigalpa. Der Geschäftsführer des Wasserkraftunternehmens DESA ist als ein Drahtzieher der Ermordung der indigenen Menschenrechts- und Umweltaktivistin Berta Cáceres schuldig gesprochen worden.


Quelle: Red Lésbica Cattrachas

Interamerikanischer Gerichtshof verurteilt Honduras wegen Mordes an Trans*frau

Von Giorgio Trucchi | Rel UITA

Am heutigen Montag (28.Juni 2021 d.Red.) fällte der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (IACHR) ein historisches Urteil zum Mord an Vicky Hernández, einer 26-jährigen Trans*frau und Aktivistin des Colectivo Unidad Color Rosa, die in den frühen Morgenstunden des 28. Juni 2009, während eines blutigen Staatsstreichs in Honduras, von Mitgliedern der Sicherheitskräfte getötet wurde.


Mutmaßlich in das Mordkomplott verwickelt: Mitglieder der einflussreichen Unternehmerfamilie Atala Zablah. Bisher angeklagt ist nur DESA-Geschäftsführer David Castillo (Mitte)
Mutmaßlich in das Mordkomplott verwickelt: Mitglieder der einflussreichen Unternehmerfamilie Atala Zablah. Bisher angeklagt ist nur DESA-Geschäftsführer David Castillo (Mitte), Fotomontage: COPINH

61 Europaabgeordnete appellieren an die honduranische Justiz, Unabhängigkeit zu beweisen

Am 28.Juni 2021 endete nach 48 Verhandlungstagen der Prozess gegen David Castillo, Direktor des honduranischen Energieunternehmens Desarrollos Energéticos (DESA) und ehemaliger Offizier des militärischen Geheimdienstes. Castillo ist als Urheber des Mordes an der international bekannten Vorkämpferin für indigene Rechte, Berta Cáceres angeklagt. Cáceres Ermordung in der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 hatte weltweit Erschütterung und Empörung ausgelöst. Mit dem Urteil wird in wenigen Tagen, spätestens am Samstag, 3.Juli, gerechnet. 61 Europaabgeordnete aus vier Fraktionen appellieren nun an die honduranische Justiz ein gerechtes Urteil zu fällen und fordern Ermittlungen gegen weitere Beteiligte an dem Mordkomplott.


Präsident Hernández und Geschäftsführer der Munich Airport International GmbH, Gaffal
Präsident Hernández und Geschäftsführer der Munich Airport International GmbH, Gaffal, Quelle: @Presidencia_HN

Von Daniela Dreißig
amerika21

München. Laut Pressestelle des Präsidentenhauses in Honduras hat sich Präsident Juan Orlando Hernández am Mittwoch mit deutschen Unternehmer:innen und Investor:innen in München getroffen. Unter ihnen befanden sich der Geschäftsführer des Munich Airport International GmbH (MAI), Dr. Ralf Gaffal, und Lorenzo Di Loreto, zuständig für die Unternehmensentwicklung des Airport.


Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, Quelle: Wikipedia Lizenz: CC BY 2.0

Umstrittener honduranischer Präsident trifft sich in München mit Unternehmern und Investoren

MÜNCHEN (22.6.2021) Die Pressestelle des honduranischen Staatschefs Juan Orlando Hernández hat angekündigt, der Präsident werde sich am morgigen 23. Juni in München mit Unternehmern und Investoren treffen, unter anderen mit der Munich Airport International GmbH (MAI), Partnerin beim Bau und Betrieb des neuen honduranischen Flughafens Palmerola International Airport


Bildquelle: OFRANEH

Internationale Unterstützung für das Garífuna-Komitee SUNLA zur Suche nach den Verschleppten

Gemeinsam mit über 200 Menschenrechts- und sozialen Organisationen aus Amerika und Europa fordern wir, dass das Garífuna-Komitee SUNLA in den Prozess der Ermittlungen und Suche nach den vier am 18. Juli 2020 verschleppten jungen Männern aus Triunfo de la Cruz (Honduras) einbezogen wird. Der honduranische Staat  verweigert dieses international verbriefte Recht bisher mit dem Argument der vermeintlichen Einmischung in innere Angelegenheiten.


Die ehemaligen politischen Gefangenen (v.l.n.r.) Raúl Alvarez, Rommel Herrera und Edwin Espinal
Die ehemaligen politischen Gefangenen (v.l.n.r.) Raúl Alvarez, Rommel Herrera und Edwin Espinal nach der Freilassung Herreras am 5. Juni, Quelle: @EdwinLibertad

Von Andrea Lammers
amerika21

Tegucigalpa. Rommel Baldemar Herrera Portillo, ein junger Lehrer aus der honduranischen Hauptstadt, ist diese Woche aus der Haft im psychiatrischen Krankenhaus "Mario Mendoza" entlassen worden.


Die Gemeinden im Landkreis Arizona haben seit 2017 ein Blockadecamp gegen den Bau des Wasserkraftwerks errichtet
Die Gemeinden im Landkreis Arizona haben seit 2017 ein Blockadecamp gegen den Bau des Wasserkraftwerks errichtet Quelle: MADJ

Kredite aus den USA und Europa für honduranische Energieprojekte könnten künftig spärlicher fließen

Von Thomas Raabe
amerika21

Tegucigalpa/Den Haag/Washington. Die US-Regierung hat ihre finanzielle Unterstützung für das höchst umstrittene Wasserkraftprojekt Jilamito im nördlichen Departamento Atlántida gekippt. Im Mai wurde bereits bekannt, dass die niederländische Entwicklungsbank FMO der zweitgrößten honduranischen Bank Ficohsa einen Kredit von über 60 Millionen US-Dollar nicht gewähren wird. Die FMO war unter anderen an der Finanzierung des Wasserkraftprojekts Agua Zarca beteiligt.


Bertha und Laura Zúniga Cáceres - Töchter von Berta Cáceres
Bertha und Laura Zúniga Cáceres - Töchter von Berta Cáceres Foto: COPINH

Interview mit Bertha Zúniga Cáceres über den Mord an ihrer Mutter Berta Cáceres vor fünf Jahren

Am 27. April 2021 begann die Hauptverhandlung im Prozess gegen den ehemaligen Geschäftsführer des Unternehmens Desarollos Energéticos (DESA), Roberto David Castillo Mejía. Castillo wird beschuldigt, den Mord an der bekannten Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres in Auftrag gegeben zu haben. Sie war im März 2016 in ihrem Haus in La Esperanza-Intibucá von einem Killerkommando erschossen worden. Sieben Täter und Mittelsmänner, darunter ehemalige und aktive Militärs und DESA-Angestellte, wurden 2019 zu langen Haftstrafen verurteilt.


Pressekonferenz vor dem Gerichtsgebäude
Pressekonferenz vor dem Gerichtsgebäude, in dem am Dienstag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Auftraggeber des Mordes an Berta Cáceres begann, Quelle: Copinh

Von Andrea Lammers
amerika21

Tegucigalpa. Fünf Jahre nachdem die honduranische Aktivistin Berta Cáceres von einem Killerkommando in ihrem Haus erschossen wurde, muss sich nun ein mutmaßlicher Auftraggeber vor Gericht verantworten. Am Dienstag begann der Prozess gegen den Direktor des Unternehmens Desarrollos Energéticos (DESA), Roberto David Castillo Mejía, mit über dreistündiger Verspätung und einem Affront: Cáceres Angehörige und mehrere internationale Beobachtungsmissionen wurden aus dem Saal verwiesen. Sie konnten die Verhandlung nach Beschwerden über die schlechte Qualität der öffentlichen Übertragung schließlich nur in einem für sie eingerichteten virtuellen Konferenzraum verfolgen.


Weltweite Forderungen nach umfassender Aufklärung und Ermittlungen gegen die Hintermänner

In Honduras beginnt am heutigen 6.April die Hauptverhandlung gegen den CEO des Energieunternehmens Desarollos Energéticos (DESA) Roberto David Castillo Mejía. Castillo wird beschuldigt, den Mord an der international bekannten Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres in Auftrag gegeben zu haben. „Wir solidarisieren uns mit Bertas Familienangehörigen und mit ihrer Organisation COPINH und schließen uns den weltweiten Forderungen nach Wahrheit, Gerechtigkeit, Reparationen und Garantien für die Nicht-Wiederholung des Verbrechens an.“


In Honduras fordern Demonstrierende den Rücktritt von JOH, auch aufgrund seiner Verwicklungen in den Drogenhandel
In Honduras fordern Demonstrierende den Rücktritt von JOH, auch aufgrund seiner Verwicklungen in den Drogenhandel Quelle: grayzon

Immer mehr Beweise der US-Justiz zeigen Hernández als Schlüsselfigur im Drogenhandel. Formelle Anklage wäre die logische Konsequenz

Von Thomas Raabe
amerika21

New York/Tegucigalpa. Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández hat in einer Pressekonferenz vehement alle Anschuldigungen zurückgewiesen, in den Drogenhandel verwickelt zu sein. Er wäre auch nicht Partner des verurteilten Drogenhändlers Geovanny Fuentes Ramírez gewesen.