Aktionstag in Solidarität mit den Frauen aus Atenco und gegen die Straflosigkeit

Am 3. und 4. Mai jährt sich zum 5. Mal die Repression von San Salvador Atenco. 

Mit diesem Angriff versuchte der mexikanische Staat die wachsende  Organisation in der Zivilgesellschaft zu brechen, sowie sich für den erfolgreichen Widerstand gegen den Bau eines neuen Flughafens, zu rächen. 

Was als einzelne Aktionen von Polizisten, die eigenhändig gehandelt haben sollen verkauft wird, war eine perverse und dreckige Strategie des Staates, die auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene geplant und durchgeführt worden ist. 

Zwei Menschen sind ermordet, 207 Menschen sind festgenommen und  gefoltert worden, darunter 47 Frauen. 26 Frauen haben Anzeige wegen sexueller Folter erstattet. Von Anfang an, setzte der Staat darauf die Fälle straflos zu lassen. Nach fünf Jahren ist keiner der Täter zur Rechenschaft gezogen worden. Ebenso sind diejenigen, die die Repression angeordnet haben, von jeglicher Strafverfolgung verschont geblieben. Dazu haben noch zahlreiche AktivistInnen Prozesse am laufen, welche als reine Schikane verzögert werden. Die mexikanische Regierung setzt sich weiterhin dafür ein, dass der Fall Atenco vergessen und straflos bleibt. 

Seit 2008 ist die Anklage gegen den mexikanischen Staat wegen sexueller Folter vor der Interamerikanischen Menschenrechtskommission; statt ihren Beitrag zur Aufklärung des Falles zu leisten, versucht die mexikanische Regierung mit allen Tricks den Prozess zu verhindern und zu verlangsamen. 

Für die Aktivistinnen ist klar, solange diese Fälle straflos bleiben, werden in Mexiko weiterhin Frauen von Sicherheitskräfte gefoltert und vergewaltigt. 

Wer sich für diese Gräueltaten schämen muss, ist der Staat und nicht die Frauen, ihnen gehört unsere Solidarität und Unterstützung. 

Deswegen laden wir euch dazu ein, am 3. und 4. Mai mit verschiedenen und kreativen Aktionen am Global Action Day zu beteiligen. Und den mexikanischen Politikern zu zeigen, was wir von ihrem (nicht)- Handeln halten. Die Deutschen PolitikerInnen sind wegen ihrem tatenlosen Zuschauen ebenso Komplizen. 

 

Wenn ihr Aktionen  plant gebt uns Bescheid, damit wir die Compas  informieren. 

Und wenn ihr sie durchgeführt habt, schickt uns einem kurzen Bericht und Bilder dazu.

 

Es werden Unterschriften gesammelt für einen offenen Brief, der in der mexikanischen Presse erscheinen soll.

Kontakt:

mex@oeku-buero.de

 


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Rundreise zur Repression und Gewalt gegen Frauen in Atenco

Barbara Italia Méndez Moreno wird über die Kriminalisierung der sozialen Proteste und Repressionen in Mexiko, sowie über Organisationsversuche seitens der Zivilgesellschaft außerhalb der Parteienlandschaft berichten.

Jaqueline Sáenz Andujo ist Rechtsanwältin und leitet die juristische Abteilung des Menschenrechtszentrum „Centro PRODH“ in Mexiko-Stadt. Sie begleitet zahlreiche Prozesse aufgrund von Menschenrechtsverletzungen und ist täglich in ihrer Arbeit mit der Straflosigkeit und dem Desinteresses der Behörden konfrontiert.

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Karawane zur Artikulierung und Beobachtung der Menschenrechte in der Küstenregion in Oaxaca

Während der Rundreise zum Thema "Kriminalisierung der sozialen Proteste in 
Mexiko" haben wir die Einladung bekommen als Beobachter an der Karawane zur 
Artikulierung und Beobachtung in der Küstenregion in Oaxaca teilzunehmen.

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Wochenendseminarergebnisse

Abschlusserklärung von Wochenendseminar

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Vortrag von Norma Cacho aus Chiapas

20090714_Norma_Cacho_Chiapas.mp3 20090714_Norma_Cacho_Chiapas.mp3 (12,7 MB)

Vortrag von Chris Schulz zu Menschenrechten in der BRD

20090710_Chris_Schulz_Defensa_de_DDHH_en_AL.mp3 20090710_Chris_Schulz_Defensa_de_DDHH_en_AL.mp3 (12,8 MB)

Vortrag von Catalina aus Atenco

20090711_Catalina_Atenco.mp3 (3,4 MB)

Kriminalisierung der sozialen Proteste in Mexiko

Dieses Jahr organisiert das Öku-Büro eine Kampagne zum Thema Repression sozialer Proteste in Mexiko.
Mit der Kampagne wollen wir hier im deutschprachigen Raum die zunehmende Kriminalisierung der sozialen Proteste in Mexiko thematisieren. Als wichtigen Bestandteil der Kampagne setzen wir auf direkten Kontakt mit Organisationen aus Mexiko.

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Rundreise

Rundreise und Wochenendseminar zum Thema Repression sozialer Proteste im Mexiko
Von 28.06.09 bis 26.07.09
Gäste: Catalina Gonzalez Rosas, Ma. Antonia Trinidad Ramirez Velazquez
(FDTP - Atenco) und  Rubén Valencia Núñez (VOCAL - APPO Oaxaca)

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Wochenendseminar

Die Kriminalisierung sozialer Bewegungen hat in Lateinamerika eine lange und sehr dramatische Geschichte, die in der Vergangenheit bis hin zur Unterdrückung durch blutige Diktature geführt hat. Vom 10. bis 12. Juli möchten wir uns im Rahmen eines Workshops mit dieser Thematik auseinandersetzen. Exemplarisch soll hierbei v.a. auf die aktuelle Situation in Mexiko eingegangen werden

Eine Veranstaltung von Öku-Büro München und Motivés e.V., Kirchvers im Dag Hammarskjöld Haus in 35102 Kirchvers  (bei Giessen)

 

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