Aktuelles zu Kolumbien

Für eine DIVERSE Wahrheit – aus Kolumbien und aus dem Exil

MÜNCHEN (10.8.2020 oeku-buero). In einer bewegenden Online-Konferenz der kolumbianischen Wahrheitskommission, die vom Ökubüro und mehreren anderen Organisationen unterstützt wurde, erinnerten LGBTIQ*-Aktivist*innen am 18.07.2020 an die Mitglieder der Community, die unter den Augen einer gleichgültigen oder feindlichen Gesellschaft ermordet oder verschwundengelassen wurden und weiterhin werden. Sie berichteten von ihren Erfahrungen in Kolumbien, aber auch von den Verletzungen  elementarer Rechte auf der Suche nach Zuflucht in Europa, forderten Reparationsprozesse und Garantien für eine Nicht-Wiederholung der Verbrechen gegen die Community.

Wir haben einige Ausschnitte transkribiert und auf Deutsch übersetzt. Die Texte und der Link zu der Aufnahme der Konferenz finden sich hier.

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Eine neue Eskalation des Konfliktes in Kolumbien – Zusammenfassung einer Onlinebegegnung

Liebe Kolumbien-Interessierten
Unser Kolumbienreferent hat die Veranstaltung „Erinnerung, Widerstand und Engagement fürs Leben!“ sehr aktiv unterstützt. Sie fand am 18.06.2020 statt mit Clara María Ávila Peña, Paola Andrea Ararat Nazarit, Gabriel Marrugo Ávila und Jonas Rüger in Vertretung von Jhoe Nilson Sauca Gurrute, der leider aus Sicherheitsgründen in seiner Gemeinde verhindert war.

Hier finden sich das Protokoll der Veranstaltung und die Folien der Referent*innen auf Spanisch.

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Jahresbericht 2019

Enorme Widersprüche kennzeichneten die gesellschaftliche Dynamik Kolumbiens 2019. Einerseits verzeichnete das Land das größteWirtschaftswachstum in der ganzen Region, andererseits waren viele Bürger*innen unzufrieden mit Maßnahmen der Regierung, die sie als ungerecht anprangerten. Außerdem gab es große Rückschritte in Bezug auf Frieden und Konfliktlösung. Im Laufe des Jahres eskalierten Konflikte mit neuen Akteur*innen, vergangen geglaubte Staatsverbrechen kehrten wieder. Die Regierung erlebte eine Welle der Ablehnung, die Popularitätswerte von Präsident Duque sanken erheblich.

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Jahresbericht 2018

Wir haben uns 2018 sehr bemüht, unsere Arbeit zu Kolumbien zu stärken - und haben es geschafft! Ab Januar 2019 verfügt das Ökumenische Büro über eine Kolumbienstelle. Damit können wir uns intensiver mit einem Land beschäftigen, das immer noch von einem internen Konflikt geprägt ist: illegale bewaffnete Gruppen gewannen an Macht, soziale und politische Aktivist*innen wurden weiterhin ermordet und Rohstoff- und Energie- Unternehmen verursachten Umweltkatastrophen. Darüber hinaus gab es im Jahr 2018 Präsidentschafts- und Kongresswahlen und Kolumbien ist erneut der weltweit führende Kokainproduzent.

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Factsheets zu Kolumbien

Historischer Fortschritt - große Herausforderungen bleiben

Durch die Friedensvereinbarung sank die Gewalt im Land drastisch. Die Umsetzung des Abkommens stellt Kolumbien jedoch vor große Herausforderungen und stößt auch auf Widerstand. Neo-paramilitärische und kriminelle, in Drogengeschäfte und illegalen Bergbau verstrickte Gruppen bestehen weiter. Verhandlungen mit der ELN-Guerilla gestalten sich schwierig.

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Die Landfrage und das Friedensabkommen mit der FARC-Guerilla

Chancen und Herausforderungen
Konflikte um Landbesitz standen im Zentrum des bewaffneten Konflikts in Kolumbien. Ländliche Regionen sind der Hauptaustragungsort des Konflikts und zentral für die Umsetzung des Friedensabkommens.

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Kolumbianische Steinkohle für Deutschland:

Ein hoher Preis für Umwelt und lokale Bevölkerung

Deutschland importierte 2016 19,4% seines Steinkohle-Bedarfs aus Kolumbien. Neben Russland, den USA und Australien ist Kolumbien eines der wichtigsten Lieferländer. Doch in Kolumbien ist der Kohlebergbau eine Bedrohung für Mensch und Umwelt: Flüsse trocknen aus, Menschen erkranken durch Kohlestaub, Gemeinden werden zwangsumgesiedelt.

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Jahresbericht 2017

Das Jahr 2017 wurde sowohl von der Umsetzung der Friedensverträge zwischen der kolumbianischen Regierung und den Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC, Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) geprägt als auch vom Beginn des Wahlkampfes um die Präsidentschaft und um den Senat. All dies führte zu einer Spaltung des kolumbianischen Volkes und brachte gesellschaftliche Auswirkungen mit sich, die vor allem für die gefährdetsten Personengruppen negative Folgen haben.

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Jahresbericht 2015

Es folgt eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Fragen, die 2015 Schlagzeilen in Kolumbien gemacht haben. Obwohl das Land einige Fortschritte vorzuweisen hat, beispielsweise bei der Umsetzung der Menschenrechte und des Umweltschutzes, destabilisieren Konflikte um die natürlichen Ressourcen und illegalen Plantagen sowie der Kampf um politische Kontrolle das Land weiter. Die Ungleichheit nimmt zu und die Verlierer sind, wie so oft, die Bauern und Bäuerinnen afrikanischer Abstammung, indigene Gemeinschaften und Menschen mit wenig Ressourcen.

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Arbeitskreis Kolumbien

Jahresbericht 2016

2016 organisierte der Arbeitskreis für Menschenrechte in Kolumbien insgesamt zwölf Veranstaltungen. Das Ziel war, über die Lage bezüglich der Menschenrechte und speziell des Friedensprozesses in Kolumbien zu informieren, um in München das Bewusstsein für die soziale Lage und die Umweltprobleme zu fördern. Dabei setzte der Arbeitskreis seine Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Organisationen wie Aluna Minga, kolko e.V. und dem Nord-Süd-Forum fort.

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Jahresbericht 2014

Die Münchner Arbeitsgruppe für Menschenrechte in Kolumbien setzte ihre 2013 begonnene Arbeit 2014 engagiert fort und arbeitete dabei wie im Vorjahr eng mit dem Öku-Büro zusammen. Hier ist ihr Bericht:

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Ein langer Weg zur Friedenskonstruktion

Infoblatt 83

Viele Generationen lang gehört die Gewalt zum Alltag der Kolumbianer_innen und der Millionen Opfer, die der bewaffnete Konflikt forderte. Nach mehreren Versuchen des Staates und der bewaffneten Gruppen, dem Konflikt ein Ende zu bereiten, sieht sich das Land nun erneut mit den Herausforderungen konfrontiert, welche die Friedensverhandlungen mit der stärksten Guerrilla-Gruppe, den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC-EP), mit sich bringen.

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Ein langer Weg zur Friedenskonstruktion

Infoblatt 82

Das Ökumenische Büro hat sich 2013 in zwei Veranstaltungen zum ersten Mal intensiver mit Kolumbien beschäftigt. Kolumbien liegt zwar nicht in Zentralamerika, hat aber vieles mit El Salvador oder Honduras gemeinsam. Staatliche und parastaatliche Gewalt bestimmen seit Jahrzehnten das Leben vieler Menschen. Der soziale Widerstand der Opfer und deren Ruf nach Aufarbeitung der Menschenrechtsverbrechen üben aber immer größeren Druck auf die Mächtigen aus.

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