Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

herzlich willkommen zu unserem Newsletter im Monat September !

Veranstaltungen

Freitag, 17. September, 16.30 – 20 Uhr
Samstag, 18. September 15:30 – 21 Uhr

Digitale Tagung „Zentralamerika: Krisen der Rechtsstaatlichkeit“

https://www.rt-za.de/2021/08/25/17-18-09-2021-zentralamerika-die-krisen-der-rechtsstaatlichkeit/

Allen Spanischsprechenden empfehlen wir besonders unseren Workshop mit Miriam Miranda (OFRANEH) und Pablo Centeno (Vater des am 18.Juli 2020 verschleppten Sneider Centeno) zum Thema Desaparición forzada: ¿Cómo pueden alcanzar justicia las familias y comunidades afectadas? El ejemplo del comité garífuna SUNLA en Honduras

Last-Minute-Anmeldungen für Tagung und Workshop: koordination@rt-za.de


Donnerstag, 30. September 2021, 19:00, ligsalz8

Die Rückkehr des Autoritarismus - El Salvador auf dem Weg in eine neue Diktatur?

Auf Befehl des Präsidenten besetzen am 9. Februar Soldaten das Parlament in San Salvador
Auf Befehl des Präsidenten besetzen am 9. Februar Soldaten das Parlament in San Salvador, Quelle: IPUPresident

Seit den Parlamentswahlen Anfang dieses Jahres regiert der amtierende Präsident El Salvadors Nayib Bukele von der Partei Nuevas Ideas mit einer komfortablen 2/3 Mehrheit. Seitdem arbeitet er eifrig an der Demontage der ohnehin fragilen demokratischen Institutionen des Landes. Beispiele seines Autoritarismus sind die verfassungswidrige Neubesetzung des Obersten Gerichtshofs, die Militarisierung des Landes im Zuge der Corona-Pandemie sowie die Ankündigung, die Größe der Armee innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verdoppeln. Vor kurzem ermöglichten die von Bukele eingesetzten Verfassungsrichter sogar die erneute Kandidatur des amtierenden Präsidenten.

Über diese Situation wollen wir auf der Veranstaltung mit José Alberto Avelar sprechen. Dieser war zu Zeiten des Bürgerkrieges in El Salvador Mitglied der Widerstandsbewegung Fuerzas Populares de Liberación (FPL). Nach Abschluss der Friedensverträge engagierte er sich in der linken Partei FMLN. Von 2012 bis April 2021 begleite er das Bürgermeisteramt des Landkreises Arcatao, den Präsident Bukele 2020 militarisieren ließ.


Samstag, 9. Oktober 2021, 15-21 Uhr
Onlineseminar

Für die Verteidigung der Gemeingüter, Selbstbestimmung und ein Gutes Leben für alle
Por la defensa de los bienes comunes, autodeterminaci¡on y el Buen Vivir para tod@s

Die weltweite CORONA Pandemie hat in der öffentlichen Wahrnehmung zahlreiche Probleme in den Hintergrund treten lassen. Tatsächlich jedoch haben sich soziale Konflikte und der Druck auf Indigene bzw. kleinbäuerliche Gemeinschaften in Lateinamerika zum Teil noch verstärkt.

So werden in Honduras die Pläne für neoliberale Modellstädte unbeirrt vorangetrieben. Für die dort lebenden Garifuna-Gemeinden bedeutet diese eine Zunahme von Landraub, Repression, Vertreibungen bis hin zum Mord. In El Salvador regiert mittlerweile der Präsident Nayib Bukele. Diesem ist es gelungen innerhalb weniger Monate die Gewaltenteilung aufzuheben und die wichtigsten staatlichen Institutionen unter seine Kontrolle zu bringen. Basis- und Umweltaktivisten finden sich deshalb zusätzlich noch einmal mehr in einer gefährdeten Situation.

In Kolumbien hingegen müssen sich indigene Gemeinden sowohl gegen die räuberischen Aktivitäten des Extraktivismus wie auch gegen Paramilitärs und Drogenkartelle zu Wehr setzen.

Über diese und andere Themen wollen wir uns im Rahmen unseres Onlineseminars mit Euch und spannenden Referent*innen aus Honduras, El Salvador und Kolumbien austauschen, um Anknüpfungspunkte für unser Engagement und eine grenzüberschreitende Solidarität zu entwickeln.

Kontakt für Fragen und Anmeldung: nica[at]oeku-buero.de, Tel.: 089 448 49 45


Donnerstag 21.10.2021 19:00-21:00, Onlineveranstaltung

Der Kampf gegen den Klimawandel als kommunitäre Praxis

Auf der Veranstaltung berichten Mitglieder des Movimiento Comunal Nicaragüense (MCN) über ein gemeinsam mit dem Öku-Büro durchgeführtes Projekt und die konkreten Aktivitäten und Möglichkeiten ländlicher Gemeinden, sich gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels zur Wehr zu setzen, sowie selbst einen integralen Beitrag zum Umweltschutz auf kommunaler Ebene zu erreichen.


Empfehlung

Dienstag, 12. Oktober 2021, 18-19.30 Uhr, online

Wenn die Staatskasse geschröpft wird - Korruption und Unterschlagung im öffentlichen Sektor am Beispiel von Honduras

https://www.fdcl.org/event/wenn-die-staatskasse-geschroepft-wird/

Quelle: FDCL

Das zentralamerikanische Land Honduras steht auf der Liste von 180 Ländern zur Korruption auf Platz 157, Deutschland steht auf Rang 9. Dennoch gibt es in beiden Ländern Korruption. Korrumpierbare Amtsträger*innen wirtschaften überall auf der Welt Gelder in die eigenen Taschen, die eigentlich dem Staat zustehen – nur in unterschiedlichen Ausmaßen und mit verschiedenen Folgen. Eine Veranstaltung der Naturfreunde Deutschland, des fdcl und unseres Netzwerks HondurasDelegation mit Luis Javier Santos (Anti-Korruptionsstaatsanwalt, Honduras) und Anne van Aaken, Direktorin des Instituts für Recht und Ökonomik an der Universität Hamburg


Nachrichten:

Mexiko: Elf Jahre zu Unrecht im Gefängnis – Freiheit für Pablo López Alavez!

Während des Besuchs vom Ökubüro bei Pablo Lopez. Mit Yolanda Pérez, Patricia Rendon und Emilie De Wolf (Oaxaca, Juli 2021).
Während des Besuchs vom Ökubüro bei Pablo Lopez. Mit Yolanda Pérez, Patricia Rendon und Emilie De Wolf (Oaxaca, Juli 2021). Foto:Consorcio Oaxaca

(7.9.2021 – oekubuero) Pablo López Alavez, ein indigener zapotekischer Umweltschützer und Gemeindeaktivist, wird seit elf Jahren kriminalisiert, verfolgt und zu Unrecht seiner Freiheit beraubt. Am 8. September 2021 wollte der Oberste Gerichtshof des mexikanischen Bundestaates Oaxaca über einen Berufungsantrag seines Anwaltsteams entscheiden. In der Zwischenzeit vereinen sich Tausende von Stimmen in der ganzen Welt zu einem einzigen Solidaritätsaufruf: Freiheit für Pablo!

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

herzlich willkommen zu unserem 19. Newsletter! Bewegte Tage liegen hinter uns – endlich konnten wir hier in München wieder Besuch empfangen: Bedrohte Menschenrechtsverteidiger*innen aus Honduras und Kolumbien, die derzeit für einen Schutzaufenthalt der Elisabeth-Selbert-Initiative in Deutschland sind, berichteten über ihre Situation und diskutierten mit uns über dekoloniale Perspektiven. Mit José Zambrano, dem Gründer der LGBTIQ+-Organisation APUVIMEH aus Honduras und einer Aktivistin aus Kolumbien konnten wir im Anschluss noch mehrere Münchner Organisationen kennenlernen und erste Anknüpfungspunkte für einen intensiveren Austausch identifizieren. Wir bedanken uns besonders bei Aluna Minga e.V., Commit e.V., Maria Virginia Gonzalez Romero, MdL Tessa Ganserer, der AIDS-Hilfe München, dem SUB, der Koordinierungsstelle zur Gleichstellung von LGBTIQ* und der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München.

Veranstaltungen

Dienstag, 20. Juli, 18 Uhr, online
Mexiko: Journalismus gegen „Zonen des Schweigens”

Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für Medienschaffende weltweit. Die Verstrickung von Politik und organisiertem Verbrechen macht unabhängige Berichtserstattung lebensgefährlich und verwandelt vor allem ländliche Gebiete Mexikos in „zonas de silencio“ (Zonen des Schweigens). Mutige Journalist*innen kämpfen nicht nur gegen das Schweigen, sondern auch für mehr öffentliche Anerkennung und gegen die Straflosigkeit. Panel-Diskussion mit den Journalistinnen Norma Trujillo Báez (Veracruz) María Teresa Juárez (Méxiko Stadt) und Patricia Mayorga (Chihuahua).


Nachrichten und Aktion:

Die Zapatistas kommen und die lokalen Netzwerke bereiten sich vor

„Wir wissen, dass Autonomie für viele ein Traum oder eine Utopie ist. Hier ist es unsere Realität. Wir leben sie und können euch nur sagen, dass es dafür kein Rezept gibt. Du solltest nicht die Regierung um Freiheit bitten, du solltest deine eigene Freiheit leben. Wir haben gesehen, dass es möglich ist.“ (Eine Lehrerin der Escuelita Zapatista) Schließt Euch einer regionalen Vernetzung an, beteiligt Euch an der bundesweiten Organisierung oder unterstützt die Reise der zapatistischen Delegation materiell und finanziell.


Gericht verurteilt DESA-Geschäftsführer als Drahtzieher im Mordfall Berta Cáceres

Quelle: @Flickr

Über fünf Jahre nach dem Mord an Berta Cáceres ist Roberto David Castillo als einer der Autoren des Verbrechens verurteilt worden. Nach 49 Prozesstagen verkündete der Gerichtshof in Tegucigalpa am 5. Juli sein Urteil gegen den Geschäftsführer des Unternehmens Desarollos Energeticos SA (DESA) und ehemaligen Offizier des militärischen Geheimdienstes.

Zusammenfassungen der einzelnen Prozesstage (auf Deutsch):
https://www.oeku-buero.de/mordprozess-berta-c%C3%A1ceres.html
Interview mit Joseph Berra, Mitglied der internationalen Beobachtermission zum Mordfall Berta Cáceres:
https://hondurasdelegation.blogspot.com/2021/07/ein-kriminelles-netz-der-eliten.html
Transkript des Urteils (auf Spanisch)
https://berta.copinh.org/wp-content/uploads/2021/07/Fallo-Causa-Berta-Caceres-5-7-2021.pdf

Nachlese:

Que pasa en el Salvador? Demokratische Institutionen unter Druck

Wer unsere Veranstaltung vom 10. Juni mit Omar Floras (FESPAD) und Claudia Liduvina Escobar verpasst hat, kann sich auf unserer Website noch einmal die Vorträge unserer beiden Referent*innen auf Video ansehen. Dort findet sich auch ein Link zum Herunterladen der Präsentationen


Save the date:

8.-10. Oktober 2021
Kongress: Tejiendo solidaridad - Solidarische Allianzen

Nach der langen Corona-Pause planen wir für Oktober erneut einen partizipativen Kongress mit Gästen aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas im EineWeltHaus in München: Für die Verteidigung der Gemeingüter, Selbstbestimmung und ein Gutes Leben für alle. Mehr Informationen, auch über die geplante bundesweite Rundreise mit Referent*innen aus El Salvador und Honduras vor und nach dem Kongress dann im August an dieser Stelle und über unsere Maillinglisten.

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

herzlich willkommen zu unserem 18. Newsletter!

Veranstaltungen

Leandro Janamejoy
Leandro Janamejoy, Quelle: Aluna Minga e.V.

Montag, 7. Juni 2021, 17 – 18 Uhr, EN LA LINEA, RADIO LORA MÜNCHEN UKW 92,4
Massenproteste und Repression in Kolumbien

Derzeit gibt es in ganz Kolumbien Massenproteste gegen die Regierung. Die reagiert mit extremer Repression, vielen Toten und Verschwundenen. Kann aus dem „kolumbianische Frühling“ dennoch eine Chance auf Veränderung und einen echten, befreienden Friedensprozess entstehen? Auch für die indigenen Territorien? Unser Kolumbienreferent spricht darüber mit Leandro Janamejoy von der indigenen Gemeinschaft der Inga.

https://lora924.de/livestream/live-horen/


An sieben Donnerstagen hintereinander veranstalten wir gemeinsam mit Aluna Minga e.V. und der Universität von Antioquia bis Mitte Juli Tertulias zu aktuellen Themen mit verschiedenen Referent*innen zu Kolumbien.

Näheres demnächst auf unserer website: www.oeku-buero.de
Anmeldung unter kolumbien@oeku-buero.de


Donnerstag, 10. Juni 2010, 19 Uhr (online)
¿Que pasá en El Salvador? Demokratische Institutionen unter Druck

Auf der Veranstaltung werden wir mit Omar Flores von der Menschenrechtsorganisation FESPAD sowie mit der suspendierten Mitarbeiterin des Instituts für den Zugang zu öffentlichen Informationen (IAIP), Claudia Liduvina Escobar, über die aktuelle Lage in El Salvador und die Angriffe des Präsidenten Nayib Bukele auf die demokratischen Institutionen des Landes sprechen.
Anmeldung: nica@oeku-buero.de


Die Gemeinden im Landkreis Arizona haben seit 2017 ein Blockadecamp gegen den Bau des Wasserkraftwerks errichtet
Die Gemeinden im Landkreis Arizona haben seit 2017 ein Blockadecamp gegen den Bau des Wasserkraftwerks errichtet Quelle: MADJ

Freitag, 11. Juni, 16 - 18 Uhr (online)
Wasserkraft – eine saubere Alternative zu Atomkraft und Co?

https://www.naturfreunde.de/termin/wasserkraft-eine-saubere-alternative-zu-atomkraft-und-co-ein-beispiel-aus-honduras

Bei der Debatte um alternative Energiegewinnung wird Wasserkraft als eine saubere, erneuerbare und zuverlässige Energiequelle gepriesen. Doch weltweit sorgen große Staudammprojekte immer wieder für negative Schlagzeilen: Umweltverschmutzung, Vertreibung lokaler Bevölkerung und Menschenrechtsverletzungen sind häufig Folgen von Wasserkraft. Aber auch kleinere Wasserkraftwerke stehen aus denselben Gründen oft in der Kritik. Am Beispiel von Jilamito an der Atlantikküste von Honduras wollen wir diskutieren: Was bedeutet ein Kraftwerksbau für Anwohner*innen? Wer nutzt den erzeugten Strom und wer verdient daran? Kann Wasserkraft nachhaltig und umweltverträglich sein?

Referenten: Martín Fernández ist Anwalt und Menschenrechtsverteidiger der Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit (MADJ). Seit mehr als 10 Jahren begleitet er Gemeinden, denen – im wahrsten Sinne des Wortes – das Wasser abgegraben wird.

Thilo F. Papacek arbeitet als Projektreferent bei der Organisation GegenStrömung, die sich mit den sozialen und ökologischen Folgen der Wasserkraft beschäftigt.

Anmeldung: hiksch@naturfreunde.de

Hintergrundinfos: https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/wasserkraftprojekte-in-honduras-verlieren-internationale-geldgeber.html


Dienstag, 22. Juni 2021, online (Spanisch mit deutscher Übersetzung)
Mexiko darf kein “Land des Schweigens” werden

Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für Medienschaffende weltweit – als Land, in dem faktisch kein Krieg herrscht. Allein im Jahr 2020 wurden 13 Journalist*innen ermordet und 231 Angriffe auf Journalist*innen offiziell registriert. Auf der Rangliste der Pressefreiheit nimmt Mexiko Platz 143 von 180 ein. Mexikanische Journalist*innen kämpfen nicht nur gegen das Schweigen, sondern auch gegen die Straflosigkeit und für den Schutz des eigenen Lebens.

Wie gehen Journalist*innen in Mexiko ihrer Arbeit nach? Wie stellen sie sicher, dass Mexiko nicht zu einem “Land des Schweigens” wird? Welche Garantien oder Alternativen haben sie?

Norma Trujillo Báez, Journalistin aus dem Bundesstaat Veracruz und María Teresa Juárez von Periodistas de a Pie geben uns einen Einblick in ihre Arbeit.

Anmeldung demnächst unter www.oeku-buero.de


Nachrichten und Aktion:

Der Münchner „KolumBus“ muss dringend umbenannt werden

Das Ökubüro unterstützt einen Offenen Brief der Gruppe CAMBIO an die Münchner Verkehrsgesellschaft zu ihrem Angebot für Schulausflüge: „Mit dem MVG KolumBus auf Entdeckungstour: Stressfrei hin und zurück”.

Wir teilen die Ansicht von CAMBIO, dass besonders bei Kindern ein Bewusstsein dafür entwickelt werden muss, welche Folgen die „Entdeckung durch Kolumbus“ für die Betroffenen hatte und dass die Namenswahl „KolumBus“ dazu völlig ungeeignet ist.

Sehr erfreulich ist, dass die Aktion schon einigen Erfolg zeigt. Zwei Bezirksausschüsse der Stadt München unterstützen inzwischen die Forderung des Offenen Briefes und auch die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG hat erklärt, dass sie die Kritik "sehr ernst" nehme und prüfe, "ob der Name für das Angebot modifiziert werden" kann. (Meldung vom 01.06.2021 der Süddeutschen Zeitung)

In diesem Zusammenhang möchten wir besonders Münchner*innen die Petition von CAMBIO zur Umbenennung von Kolumbusplatz und Kolumbusstraße in München ans Herz legen

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

hier kommt unser siebzehnter Newsletter. Wie es scheint, sind wir gerade etwas Zoom & Co.-müde. Vielleicht geht es Euch/Ihnen ja auch so, deshalb empfehlen wir für den Mai nur zwei digitale Veranstaltungen, während wir schon mal von unserem Münchner Wochenend- Kongress und zwei Rundreisen mit leibhaftigen Gästen und echten Begegnungen im Oktober träumen. Anfang Juni gibt’s dann einen neuen Newsletter, auch wieder mit mehr digitalen Veranstaltungen, zum Beispiel einem Diskussionspanel zum Thema Pressefreiheit in Mexiko und einem spannenden Seminar zum Thema dekolonial/postkolonial gemeinsam mit der Münchner Gruppe CAMBIO.

Veranstaltungen

Dienstag, 18. Mai 2021, Diskussionsforum, online (Spanisch)
Institutioneller Rassismus und die Verweigung von Partizipation

Bild im Anhang Vor zehn Monaten, am 18.Juli 2020 wurden vier afroindigene Garífuna in der Gemeinde Triunfo de la Cruz in Honduras gewaltsam verschwunden gelassen. Ein mutmaßliches Staatsverbrechen, das bis heute unaufgeklärt ist. Nun verweigert der Staat Familienangehörigen, der betroffenen Gemeinde und ihrer Organisation OFRANEH, die sich zur Suchkommission SUNLA zusammengeschlossen haben, ein international garantiertes Recht: die Teilhabe an der Suche nach den Verschleppten. Zum 18. Mai werden sich honduranische und internationale Stimmen gegen diese erneute Missachtung der Rechte der Garífuna erheben. Mehr demnächst auf unserer Website: www.oeku-buero.de


NACHRICHTEN UND AKTION:

Bem-vindo Grupo de Trabalho Brasil

Als allererstes große Freude: Das Ökubüro hat einen neuen Arbeitskreis – zu einem neuen Land! Der AK Brasilien ist erreichbar unter brasil@oeku-buero.de und hat auch gleich eine erste Aktion gestartet:

Kampagne „Volk der Arara - Wächter des Iriri"

Foto: Milton Guran (1987)

Die indigene Gemeinschaft der Arara am Iriri-Fluss ist durch den Bau der Trans-Amazonas-Fernstraße und des Wasserkraftwerks Belo Monte stark beeinträchtigt und lebt in einem der am meisten gefährdeten Gebiete Brasiliens. Die Besetzung durch Siedler*innen und kriminelle Organisationen, die sich auf illegalen Holzeinschlag spezialisiert haben, hat das tägliche Leben der indigenen Gemeinschaft verändert, die nicht länger in Angst leben will. Unterstützt/unterstützen Sie den Kampf der Arara für die Erhaltung des Lebens und des Waldes, für ihre territorialen Rechte und sozial-ökologische Gerechtigkeit!


„Wir werden umgebracht“ - #SOSColombia

Kundgebung vom 9.Mai auf dem Karlsplatz.
Der Protest wird weitergehen. Foto: Ökubüro

In ganz Kolumbien demonstrieren die Menschen in Massen auf den Straßen. Unbewaffnete, friedliche Demonstrant:innen werden erschossen, Frauen vergewaltigt, tausende Bürger*innen willkürlich festgenommen, viele Menschen gewaltsam verschwinden gelassen. Die Zahl der Opfer nimmt ständig zu. In Städten wie Cali, Pasto und Pereira wurde das Internet abgeschaltet und die „sozialen Medien“ erlauben keine Live-Übertragung. Was passiert im Land? Wird die Bundesregierung angesichts der dramatischen Lage weiter schweigen?


Causa Berta Cáceres: Mordprozess enthüllt kriminelles Netzwerk aus Wirtschaft und Staat

Zum ersten Mal in der Geschichte von Honduras wird bei einem Strafprozess das kriminelle Geflecht zwischen Eliten und staatlichen Institutionen aufgedeckt, das Drohungen, Bestechung, Kriminalisierung und Angriffe bis hin zum Mord benutzt, um Wirtschaftsinteressen gegen den Willen von indigenen und kleinbäuerlichen Gemeinden durchzusetzen. Als Anstifter des Mordes an Berta ist seit Anfang April der Geschäftsführer des Unternehmens DESA, David Castillo, angeklagt. Der Prozess kann jederzeit kippen, internationale Aufmerksamkeit ist extrem wichtig. Wir dokumentieren täglich den Prozessverlauf.


Parlament El Salvadors entlässt Verfassungsgericht und Oberstaatsanwalt. Opposition und soziale Bewegungen sprechen von Putsch

Neue Richter am Obersten Gerichtshof -
Foto: Sala de lo Constitucional

03.05.2021 Das neu zusammengesetzte Parlament El Salvadors hat sämtliche Richter der Verfassungskammer des Obersten Gerichtes sowie deren Stellvertreter*innen. Seit dem 1. Mai 2021 wird das Parlament von der Partei des Präsidenten Nuevas Ideas (NI) dominiert.


Umstrittene Entscheidung in El Salvador: Präsident suspendiert Transparenz-Kommissarin

Zu unbequem für Präsident Nayib Bukele?
IAIP-Kommissarin Claudia Escobar
Quelle: Salvador Melendez

Kommissarin des Instituts für den Zugang zu öffentlichen Informationen soll nach Klage abgesetzt werden. Kaum noch Spielraum für Staatsbedienstete.

29.04.2021 Vergangene Woche hat der Präsident El Salvadors, Nayib Bukele, die sofortige Suspendierung der Kommissarin des Instituts für den Zugang zu öffentlichen Informationen (IAIP), Claudia Liduvina Escobar Campos, angeordnet.


„Gira Zapatista“ gestartet

Eine Abordnung des CNI
überreicht der Delegation die Maya-Fahne;
Foto: Daliri Oropeza

Anfang Mai verließ eine Delegation von Maya-Indigenen aus dem südmexikanischen Bundesstaat Chiapas den amerikanischen Kontinent, um nach Europa zu segeln. Sieben Mitglieder der Zapatistischen Autonomiebewegung gingen vor der Isla Mujeres („Fraueninsel“) an Bord des Segelschiffes La Montaña, um nach einer rund sechswöchigen Überfahrt europäisches Festland zu betreten. Der Name dieser Insel ist Programm für die gesamte Reise, denn es werden weitere indigene Delegationen folgen, die sich zu mindestens drei Vierteln aus Frauen und Anderen Geschlechtern zusammensetzen. Beabsichtigt ist ein Austausch von Aktivist*innen in fast allen europäischen Ländern mit der insgesamt rund 160 Menschen umfassenden Delegation, bei dem es um nichts weniger als um das Überleben der Menschheit und um den Schutz des selbstbestimmten Lebens gehen soll. Auch München wird eine Station sein! Zur akustischen Einstimmung gibt es von unterwegs Podcasts (auf Spanisch und Deutsch): https://radioescuelita.blackblogs.org/

NACHLESE ZUM ZENTRALAMERIKA-TAG:


Zentralamerika – wie weiter? Corona, Hurrikans und Wahljahr

Wer am 17. April keine Zeit hatte, am Zentralamerikatag teilzunehmen, kann hier die Beiträge der Referent*innen aus Nicaragua, Honduras und Costa Rica sowie vom Ökubüro auf Video ansehen (auf Spanisch oder Deutsch eingesprochen): https://mission-einewelt.de/zentralamerikatag-2021/

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

es ist so viel los und es gibt so interessante Neuigkeiten, dass wir Euch/Ihnen ausnahmsweise schon jetzt unseren sechzehnten Newsletter schicken.

Veranstaltungen

Freitag, 26. März 2021, 18 Uhr, Podiumsdiskussion, online (Spanisch & Deutsch)

„Wir werden nicht schweigen“ - Strategien mexikanischer Journalist*innen gegen Drohungen und Gewalt

Mexiko gehört zu den gefährlichsten Ländern für Journalist*innen weltweit. Nirgendwo wurden im vergangenen Jahr mehr Medienschaffende ermordet. Sie sind besonders gefährdet, wenn sie über Drogenkartelle, Korruption oder Machtmissbrauch berichten.

Diskussion mit Carmen Aristegui, Journalistin, Sara Mendiola, Direktorin der Menschenrechtsorganisation Propuesta Cívica und Lucía Lagunes, Direktorin der feministischen Nachrichtenagentur CIMAC. Mit Ausschnitten aus dem Film „Silence Radio“.

https://www.oeku-buero.de/details/wir-werden-nicht-schweigen.html


Donnerstag, 30.März 2021, 18 Uhr, Buchvorstellung, online (Englisch)

Still Burning – Coal, Colonialism & Resistance

https://www.oeku-buero.de/details/BuchKohle.html


Mittwoch, 7.April 2021, 19 Uhr, Webinar (Spanisch & Englisch)

Carbón y Resistencia en Colombia – Perspectivas críticas de una activista local después de un año de pandemia

Con: Narlis Guzmán Angulo (Activista Ambiental y de Derechos Humanos)

Más información pronto en nuestra página web: https://www.oeku-buero.de


Samstag, 17. April 2021, 15 – 19 Uhr, Online-Seminar mit Workshops (Spanisch & Deutsch)

22. Zentralamerikatag der Evang.-Luth. Kirche in Bayern: Zentralamerika – wie weiter? Corona-Krise, Hurrikans und Wahljahr

Mit: Zulma Larín (Red Ambientalista de El Salvador), Joaquín Mejía Rivera (ERIC SJ, Radio Progreso, Honduras) Enrique Picado (Movimiento Comunal Nicaragüense), Julio Melara (Iglesia Luterana Costarricense) Flyer, Information zur Anmeldung und zum Programm:
https://www.oeku-buero.de/details/zentralamerika-wie-weiter-corona-krise-hurrikans-und-wahljahr.html


Nachrichten

Quelle: colombiainforma

Deutschland und die trügerische Illusion vom Frieden in Kolumbien

Erbitterte Kämpfe bewaffneter Gruppen um Territorien sowie tödliche Angriffe auf soziale Führungspersönlichkeiten zwingen wieder viele Kolumbianer*innen zur Flucht nach Deutschland. Hier hoffen sie jedoch oft vergeblich auf Asyl oder zumindest subsidiären Schutz. Das Ökubüro und andere Gruppen, die Geflüchtete aus Kolumbien begleiten, schlagen nun Alarm: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verkennt die Realität in Kolumbien zu Ungunsten der Schutzsuchenden.
https://www.oeku-buero.de/nachricht-508/deutschland-und-die-illusion-vom-frieden-in-kolumbien.html

Quelle: Criterio.Hn

Unternehmen der TU München verlässt ZEDE-Próspera in Honduras

TUM International, ein Tochterunternehmen der Technischen Universität München, kooperiert nicht mehr mit dem umstrittenen Projekt der „Privatstadt“ ZEDE Próspera in Honduras. „Die TUM International GmbH zieht sich grundsätzlich aus Projekten zurück, wenn es wie in diesem Fall Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen gibt“ antworte das Unternehmen auf unsere Anfrage.

https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/unternehmen-der-tu-m%C3%BCnchen-verl%C3%A4sst-zede-pr%C3%B3spera-in-honduras.html

Foto: Leonel George

UN-Arbeitsgruppe prangert Willkür der Justiz in Honduras an

Die UN-Arbeitsgruppe gegen willkürliche Inhaftierungen stuft die Haft von acht Menschenrechtsverteidigern aus Guapinol als willkürlich ein. Sie fordert ihre sofortige Freilassung, Wiedergutmachung sowie "eine gründliche und unabhängige Untersuchung" der Verantwortlichen.
https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/un-arbeitsgruppe-prangert-willk%C3%BCr-der-justiz-in-honduras-an.html

MOVIMIENTO COMUNAL NICARAGÜENSE: Partizipation, Organisation und Mobilisierung der Bevölkerung für das Gemeinwohl

Unsere Partnerorganisation, die Nicaraguanische Kommunalbewegung (MCN), hat eine Resolution zur sozialen, wirtschaftlichen und politischen Realität Nicaraguas verabschiedet. Hier die deutsche Übersetzung:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-502/movimiento-comunal-nicarag%C3%BCense-partizipation-organisation-und-mobilisierung-der-bev%C3%B6lkerung-f%C3%BCr-das-gemeinwohl.html

Wahldebakel für die FMLN in El Savador

Die linke FMLN erlitt bei den Parlaments- und Kommunalwahlen eine verheerende Niederlage. Der autoritär regierende Präsident Bukele und seine neue Partei „Nuevas Ideas“ kann im Bündnis mit der rechten GANA seine Macht weiter ausbauen. Hier der inzwischen durch die endgültigen Ergebnisse bestätigte Bericht von amerika21:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-504/pr%C3%A4sident-bukele-geht-gest%C3%A4rkt-aus-parlamentswahlen-in-el-salvador-hervor.html
Und eine erste Analyse vom Zentralamerika-Sekretariat Zürich:
https://zas-correos.blogspot.com/2021/03/el-salvador-schnipsel-zur.html

Ausstellungen & Podcasts

LUCY LIBRE! – FREIHEIT FÜR LUCY!

Eine digitale Ausstellung über die indigene Künstlerin Lucía Baltazar

Lucía Baltazar, Angehörige der indigenen Nahua-Gemeinschaft in Guerrero, Mexiko, ist bildende Künstlerin, Fotografin und Dichterin. Sie war politisch aktiv im Kampf gegen das Verschwindenlassen der 43 Studenten von Ayotzinapa. 2015 wurde Lucy festgenommen und ist seither unter erfundenen Anschuldigungen in Untersuchungshaft. Wir unterstützen das Kollektiv Liquidamabar, das sich für ihre Freilassung einsetzt. Die deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko zeigt nun auf ihrer Website eine Ausstellung mit Bildern und Texten von Lucy Baltazar aus dem Gefängnis: https://www.mexiko-koordination.de/lucy_frei/?l=de


Mit Power in die Zukunft - Der Kampf von Frauen in Nicaragua

Der Weltladen in Marburg hat gemeinsam mit der nicaraguanischen Frauenorganisation FEM eine digitale, aber auch als Roll-ups ausleihbare Ausstellung erstellt. Einen Einblick, alle Texttafeln und eine spanische Audio-Version gibt es hier:

https://www.weltladen-marburg.de/veranstaltungen/ausstellungen/

Klangpostkarten zum Frauenkampftag

Zum 8. März haben wir eine Serie von Klangpostkarten unter dem Motto “Mujer escucha, esta es tu lucha - Frau hör zu, das ist dein Kampf" gestaltet. Hier zum Nachhören (auf Deutsch):

https://www.facebook.com/oeku.buero/videos


Und da war doch noch was...

Unser Jahresbericht 2020 ist jetzt online

Mit Zusammenfassungen und Analysen der wichtigsten Entwicklungen des vergangenen Jahres in Mexiko, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Kolumbien:

https://www.oeku-buero.de/jahresbericht-2020.html

 

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

willkommen zu unserem fünfzehnten Newsletter. Wir laden herzlich zu drei Veranstaltungen ein, empfehlen eine weitere und eine Spendenaktion von YA BASTA und bitten alle, die Twitter haben, jetzt gleich bei unserer Urgent Action für inhaftierte Garífuna-Aktivistinnen in Honduras mitzumachen:

Jennifer Solorzano und Marianela Solorzano
Freiheit für Marianela und Jennifer! Quelle: COPINH

Urgent Action: Freiheit für Marianela und Jennifer!

Am Abend des 3. März wurden die honduranischen Garífuna-Aktivistinnen Jennifer und Marianela Mejía Solorzano willkürlich festgenommen. Sie setzen sich für die Rechte ihrer Gemeinden gegen Landraub durch Tourismus- und andere Großprojekte ein. Hier der link zu mehr Infos und unserer Twitter-Aktion für die Freilassung der beiden:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/urgent-action-freiheit-f%C3%BCr-marianela-und-jennifer.html

 

 

Berta Cáceres, Quelle: Øle Schmidt, Marielle Franco, Quelle: Bernardo Guerreiro/ Mídia NINJA, CC-BY-NC-SA

Sonntag, 14. März 2021, 16 Uhr, online
Gedenken an Marielle Franco und Berta Cáceres: Gegen jede Form von Rassismus, Sexismus und Klassismus

Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus erinnern wir an zwei im März 2016 und 2018 ermordete rebellische Frauen, ihre Kämpfe und ihren Auftrag an uns: Marielle Franco und Berta Cáceres. Eine herzliche Einladung zum Gespräch mit Renata Souza aus Brasilien und Bertha Zúñiga Cáceres aus Honduras.

Informationen und Anmeldelink:
https://www.oeku-buero.de/details/gedenken-an-marielle-franco-und-berta-c%C3%A1ceres-gegen-jede-form-von-rassismus-sexismus-und-klassismus.html

Donnerstag, 25. März 2021, 18 Uhr, online
Aus Recht wird Unrecht! Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen in Zentralamerika

Foto: Leonel George

Welche Auswirkungen hat Kriminalisierung auf Menschenrechtsverteidiger*innen? Wer profitiert von den zahlreichen Kriminalisierungsprozessen? Vor allem aber: Welche Gegenstrategien gibt es und wo kann Unterstützung geleistet werden? Vorstellung der Publikation "Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen in Zentralamerika" und
Diskussion mit:
Dr. Bärbel Kofler – Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung
Anabella Sibrián – Protection International Mesoamérica (Guatemala)
Edwin Espinal – Sozialer Aktivist und Menschenrechtsverteidiger (Honduras)
Sonia Sánchez – Verteidigerin des Rechtes auf Wasser (El Salvador)
Edy Tábora – Anwalt, Bufete Jurídico Justicia para los Pueblos (Honduras)

Informationen und Anmeldelink:
https://www.oeku-buero.de/details/aus-recht-wird-unrecht-kriminalisierung-von-menschenrechtsverteidigerinnen-in-zentralamerika.html

Donnerstag, 30.März, 18 Uhr, online
Still Burning – Kohle, Kolonialismus & Widerstand

Kohle ist kolonial, Kohle zerstört Ökosysteme und Gemeinden – und Kohle ist ein Klimakiller. In ganz Europa beginnen Regierungen den Kohleausstieg und schließen Steinkohlebergwerke. Gleichzeitig importiert Europa weiterhin Steinkohle und lagert die Zerstörung von Ökosystemen und Ortschaften nach Russland, Kolumbien und anderswohin aus.

Aktivist*innen aus Russland und Kolumbien berichten von ihren Realitäten am anderen Ende der Steinkohle-Lieferketten. Ist es wirklich möglich, Kohle, Stahl oder das herrschende Wirtschaftssystem „grün“ zu machen, ohne die Machtverhältnisse in Frage zu stellen, die den Klimakrisen zugrunde liegen? Wie können Steinkohle-Lieferketten durchbrochen, die Illusion grüner kapitalistischer Lösungen entlarvt und echte Lösungen möglich gemacht werden?

Veranstaltung in englischer Sprache

Anmeldung unter: https://www.eventbrite.com/e/still-burning-coal-colonialism-resistance-book-launch-tickets-144389088651

Allgemeine Informationen zu Film- und Buchprojekt „Still Burning“: https://stillburning.net/de/

Besondere Empfehlung:

Quelle: ya-basta-netz

Erstmals wird 2021 eine Delegation der zapatistischen Bewegung alle fünf Kontinente besuchen - zunächst Europa. Ziel ist die Stärkung von Kämpfen von unten und links in unseren Regionen sowie die Vernetzung mit ihren eigenen Kämpfen. Dazu gibt es schon jetzt die folgende Info- und Diskussionsveranstaltung der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) und des Kaffeekollektiv Aroma Zapatista*und eine Spendenaktion:

Montag, 22.März 2021, 19 Uhr online
¡YA BASTA! Aktuelles zum Aufstand der Zapatistas in Chiapas/Mexiko

Warum begannen am 1. Januar 1994 Zehntausende indigene Kleinbäuer*innen, im südmexikanischen Chiapas ihre Rebellion gegen Kapitalismus, Patriarchat, Rassismus und Umweltzerstörung? Wie konnte es gelingen, autonome Parallelstrukturen zum repressiven mexikanischen Staat aufzubauen? Wie ist heute der Alltag in den zapatistischen Gemeinden? Wie steht es um die Situation und die Kämpfe der Frauen? Wie funktionieren die Arbeitskollektive? Wie arbeiten die Kaffee-Kooperativen der Zapatistas bzw. die Importkollektive in Europa und welche Bedeutung hat der solidarische Handel für die Bewegung?

Referent*innen: Dorit Siemers und Luz Kerkeling, aktiv beim Kaffeekollektiv Aroma Zapatista (Hamburg), Gruppe B.A.S.T.A., Zwischenzeit e.V. (Münster) und im Ya-Basta-Netz.

Anmeldung bitte an mail@buko.info mit Betreff "Anmeldung Zapatistas".


Spendenaktion

Für die anstehende Rundreise der indigenen Rebell*innen durch das Europa von unten und links braucht es viele motivierte Leute - und leider trotzdem auch noch Geld. Hier das Mobi- und Spendenvideo: https://www.youtube.com/watch?v=DJv_7IkOE7Q

Damit der Sommer der Rebellion kommen kann!

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

willkommen zu unserem vierzehnten Newsletter. Da wir alle noch im Lockdown sitzen und gerade den Jahresbericht 2020 fertigstellen mit vielen Lektüretipps und zwei Terminen zum Vormerken für Veranstaltungen im März.

Neue Rubrik: Perspectivas Diversas

Perspectivas Diversas ist unsere Veranstaltungsreihe in und um München (bzw. online) mit Referent*innen aus unseren Schwerpunktländern. Es geht um Themen wie Klimakrise und Klimasolidarität, Extraktivismus, Menschenrechte, Diversität und „imperiale Lebensweise“. Kurz: verschiedene Perspektiven auf ein „Gutes Leben“ für alle - und die möglichen Wege dorthin. In unserer neuen Rubrik gibt es nun zu allen Veranstaltungen Berichte und Interviews zum Nachhören und Nachlesen: https://www.oeku-buero.de/perspectivas-diversas.html

Ein Beispiel: Gemeinden wehren sich gegen Militarisierung in Chalatenango, El Salvador Ergänzend zu unserer Onlineveranstaltung am 10. Dezember führten wir ein Interview mit der Referentin Rosa Lilian López von der „Vereinigung der Gemeinden zur Entwicklung von Chalatenango“ (CCR). Ihre Worte „Wir wollen nicht wieder so leben, als befänden wir uns in einem Krieg“ wirken wie eine schlimme Vorahnung: https://www.oeku-buero.de/perspectivas-diversas/articles/veranstaltungsartikel-5.html

Politische Morde in El Salvador kurz vor den Wahlen

In El Salvador finden Ende des Monats Parlaments- und Kommunalwahlen statt. Auf dem Rückweg von einer Wahlkundgebung wurden zwei Mitglieder der linken Partei FMLN, Juan de Dios Tejada und Gloria Rogel del Cid erschossen und fünf weitere teils schwer verletzt. Die mutmaßlichen Täter: staatliche und private Personenschützer aus Polizei und Gesundheitsministerium. Wir veröffentlichten über diesen schwerwiegensten Fall politischer Gewalt seit dem Ende des Bürgerkrieges eine Nachricht:
https://amerika21.de/2021/02/247624/el-salvador-fmln-attentat-bukele

Weitere Hintergründe liefert der Text des Zentralamerika Sekretariats Zürich:
https://zas-correos.blogspot.com/2021/02/el-salvador-politmorde-wie-fruher.html

Wenn Recht zu Unrecht wird – Dossier zum Thema Kriminalisierung

Der Missbrauch des Strafrechts, um widerständige Bewegungen, kritische Journalist*innen und aufrechte Jurist*innen mundtot zu machen, nimmt auch in Zentralamerika zu. Das neue Dossier des Runden Tisches Zentralamerika erklärt anhand von neun exemplarischen Fällen wie die Kriminalisierung von Menschenrechtsverteidiger*innen und sozialem Protest funktioniert und was man dagegen tun kann.

Hier geht’s zum Download: https://www.oeku-buero.de/menschenrechte.html

Gedruckte Exemplare können bei der Christlichen Initiative Romero bestellt werden:
https://www.ci-romero.de/produkt/dossier-kriminalisierung/

Save the date: Am Donnerstag, 25.März stellen wir das Dossier gemeinsam mit den weiteren Herausgeber*innen bei einem Online-Forum vor. Mit dabei: Anabella Sibrían (Protection International, Guatemala), Edwin Espinal (sozialer Aktivist und ehemaliger politischer Gefangener, Honduras), Sonía Sánchez, Verteidigerin des Menschenrechtes auf Wasser (El Salvador) und Edy Tábora (tbc, Anwalt, Honduras).

In Honduras entsteht die weltweit erste Privatstadt – Seminardokumentation

Auf der honduranischen Karibikinsel Roatán entsteht seit Mai 2020 die „Zone für Beschäftigung und Ökonomische Entwicklung“ (ZEDE) Próspera: die weltweit erste „Modellstadt“ für private Investor*innen mit eigener Gesetzgebung und eigener Rechtsprechung. Ein Tochterunternehmen der Technischen Universität München, die TUM International GmbH, entwickelt nach eigener Aussage die wirtschaftlichen Aktivitäten der ZEDE Próspera auf Roatán und will einen ebenfalls als ZEDE geplanten Industriestandort in der Küstenstadt La Ceiba verwalten. Unser Seminar am 28.11.2020 beleuchtete den internationalen Kontext der Charter Cities oder Start Up Cities, verdeutlichte die bisher in der deutschen Öffentlichkeit kaum bekannten rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der honduranischen ZEDE und informierte über die Situation auf Roatán, wo sich breiter Widerstand gegen die ZEDE Próspera formiert.

Hier die Dokumentation der Hauptbeiträge: https://www.oeku-buero.de/charter-cities-zede.html

Und ein Link zum Weiterlesen: https://lateinamerika-nachrichten.de/artikel/privates-paradies/

Save the date:

Sonntag, 14. März 2021, 16 Uhr:
Marielle vive! Berta vive! – Aufstehen gegen den politischen Feminizid

Quelle: CADEHO

Nord-Süd-Forum, Ökubüro und weitere Münchner Gruppen laden ein zu einem besonderen Gedenken und einer besonderen Feier des Lebens ein: Wir erinnern an Marielle Franco (ermordet am 14. März 2018) und Bertá Cáceres (ermordet am 2. März 2016) und setzen ein gemeinsames Zeichen gegen Rassifizierung, Kapitalismus und Patriarchat. Wir sind sehr dankbar und stolz, dass zwei großartige kämpferische Frauen, von denen wir viel lernen können, ihre Teilnahme zugesagt haben: Renata Souza, langjährige Weggefährtin von Marielle Franco, Abgeordnete und erste Schwarze Präsidentin der Menschenrechtskommission des Landtags von Rio de Janeiro und Bertha Zúniga Cáceres, Koordinatorin des Rates der zivilgesellschaftlichen und indigenen Organisationen von Honduras (COPINH) und Tochter von Berta Cáceres. Programm und weitere Infos im März-Newsletter.

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

hier kommt unser dreizehnter Newsletter, vollgepackt mitVeranstaltungen, Spendenaufrufen für Gemeinden im Bajo Lempa in El Salvador, politische Gefangene in Mexiko und Frauen-Empowerment in Kolumbien sowie einem neuen Text zu Nicaragua.
Sie und Ihr seid herzlich eingeladen zum Teilnehmen, Lesen und - in diesem Jahr mehr denn je - zum Unterstützen verschiedener Basisorganisationen durch Spenden.

VERANSTALTUNGEN

Eines der wichtigsten Ergebnisse unserer gerade abgeschlossenen Rundreise „Rohstoffausbeutung und Konflikt in Kolumbien“ war, dass eine bessere Vernetzung wichtig ist und viele Kolumbianer*innen sich gerade auch aus dem Exil heraus stärker engagieren möchten. Wir greifen diesen Impuls auf und haben dazu kurzfristig zwei weitere Veranstaltungen (mit)organisiert:

Montag, 7.Dezember KOLUMBIEN online – 20:00 Uhr
Bürgerschaftliches Engagement über Grenzen hinaus - Teil 1

Ein Austausch über die Auswirkungen der herrschenden Entwicklungsmodelle auf die Migration.
Wir diskutieren über die Möglichkeiten des Engagements und der Partizipation in Deutschland, über die Interaktion mit Gruppen und Menschen verschiedener Herkunft und über die Schwierigkeiten, die unterschiedliche Initiativen oder Gruppen in und mit den Dominanzgesellschaften im Globalen Norden haben.

08.12.2020 um 19:00 - 22:00 Uhr (GMT+1)
Bürgerschaftliches Engagement über Grenzen hinaus -  Teil 2

Eine partizipative Diskussion zum Themen wie Engagement Möglichkeiten, Finanzierung und Netzwerken.
Nur auf Spanisch
Anmeldung:      https://frama.link/Anmeldung_Registro

Donnerstag, 10. Dezember EL SALVADOR online – 19:00 Uhr
Militarisierung in El Salvador und deren Auswirkungen auf die Arbeit von Basisorganisationen

Rosi López von der Asociación de Comunidades para el Desarrollo de Chalatenango (CCR)  berichtet über die Folgen und Hintergründe der Militarisierung in der Grenzregion zu Honduras. Nach einem kurzen Vortrag gibt es die Möglichkeit für Fragen und zur Diskussion.

Bitte beteiligt Euch/beteiligen Sie sich auch an der Briefaktion von Amnesty International, mi der Präsident Bukele aufgefordert wird, die Corona-Krise nicht für Repressionsmaßnahmen zu mißbrauchen: https://www.ai-el-salvador.de/corona-krise.html

Dienstag, 15. Dezember HONDURAS & INTERNATIONAL online – 18 Uhr
Vom Pflanzensammeln zur Biopiraterie - Der Umgang mit indigenem Wissen von der Kolonialzeit bis heute

Indigene Gemeinschaften sehen Wissen (z.B. über Pflanzen, Medizin und Handwerkskunst) als Gemeingut und haben es jahrhundertelang als solches weitergegeben. Wie setzen sie sich heute gegen die Kontinuität kolonialer Ausbeutung und die kapitalistische Logik der Eigentumsrechte als Grundlage für kommerzielle Nutzung zur Wehr? Unser Netzwerk HondurasDelegation und die Kolleg*innen und Verbündeten von fdcl und CADEHO laden zu einem spannenden Gespräch mit der Garífuna-Aktivistin und Wissenschaftlerin Jessica Fernández (OFRANEH) ein.

Donnerstag, 17. Dezember MEXIKO – ZENTRALAMERIKA online – 19:00 Uhr
Una Guerra Mundial contra el Pueblo Migrante - Ein weltweiter Krieg gegen Migrant*innen

Wir holen kurz vor Jahresende, voraussichtlich am 17.Dezember, die für März geplante Veranstaltung zu Flucht und Migration mit Fokus auf die Situation in Mexiko nach. Als Referent*innen angefragt sind Schwester Leticia Gutiérrez Valderrama, Mitbegründerin der Scalabrinianas Misión para Migrantes y Refugiados (SMR) und Rubén Figueroa von der Caravana de Madres de Migrantes Desaparecidas, der Karawane von Müttern und Familienangehörigen, die auf der Suche nach ihren auf dem gefährlichen Weg nach Norden verschwundenen Angehörigen sind. Mehr dazu demnächst auf unserer Website www.oeku-buero.de

Lesetipp

Nicaraguanische Justiz setzt Straffreiheit fort

Am 19. November 2020 wurde der Regierungsanhänger und Gemeindeangestellte der Stadt Estelí, Abner Pineda, nach einem mehr als umstrittenen Richterspruch aus dem Gefängnis entlassen. Pineda war beschuldigt worden, im Juli dieses Jahres den Regierungsgegner Jorge Rugama Rizo nach einem Streit erschossen zu haben und nach der Tat an der Brandstiftung am Haus von dessen Familie beteiligt gewesen zu sein.

SPENDENAUFRUFE

In den letzten Wochen erreichten uns so viele Anfragen nach Nothilfe, nach dringender finanzieller Unterstützung für Partnerorganisationen, nahe Verbündete und befreundete Gruppen wie vielleicht noch nie in der über drei Jahrzehnte langen Geschichte des Ökubüros. Deshalb hier nun zwangsläufig ein ganzer Katalog, der diese Situation abbildet: die Gewalt durch patriarchale Repression und durch unsere imperiale Lebensweise.

Hurrikans Eta und Iota

Honduras: Gut 6.000 Euro konnten wir bereits für die Asamblea de Luchadoras (Versammlung kämpferischer Frauen) nach Honduras schicken und bedanken uns bei allen, die so großzügig gespendet haben. Da noch weitere Spenden angekündigt sind (Danke nach Rostock und nach Workerszell) werden wir zum Jahresende nochmals eine Sendung machen.

El Salvador: Von unser Partnerorganisation ACUDESBAL in der Region Bajo Lempa erreichte uns ein dringender Hilferuf: Entwässerungssysteme und Dämme wurden durch die starken Regenfälle und das Hochwasser des Rio Lempa im Zuge der Tropenstürme Eta und Iota im November so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass einige Gemeinden mit einem nahezu vollständigen Ausfall ihrer Ernte konfrontiert sind und mangels ausreichender Unterstützung durch die Regierung Nothilfe für das Überleben der kleinbäuerlichen Familien benötigen.

Lucía Baltazar: Politische Gefangene in Mexiko

Das Kollektiv Liquidámbar, dessen Mitglieder wir im letzten Jahr zu Gast hatten, ruft zu Solidarität mit der Künstlerin Lucía Baltazar und vier ihrer Mitgefangenen auf.

Lucía Baltazar, Angehörige der indigenen Nahua-Gemeinde in Guerrero, Mexiko, ist bildende Künstlerin und Dichterin. Sie war politisch aktiv im Kampf gegen das Verschwindenlassen der 43 Studenten von Ayotzinapa. Auf der Suche nach ihrer Schwester Alejandra in Mexiko-Stadt wurde Lucía 2015 festgenommen. Ihre Schwester war 40 Tage zuvor verschwunden und befand sich, so die Recherchen von Lucia und ihrer Familie, in einem Untersuchungsgefängnis in Mexiko-Stadt. Ohne Haftbefehl und konkrete Anklage wurde Lucia dort ebenfalls festgenommen und anschließend ins Hochsicherheitsgefängnis des Bundesstaates Nayarit gebracht. Seit 2018 ist sie im Frauengefängnis von Tanivet im Bundesstaat Oaxaca inhaftiert. Fünf Jahre Untersuchungshaft ohne Vorlage von Beweisen, ohne Gegenüberstellung mit Belastungszeug*innen, fünf Jahre, in denen ihre Familie sie nur ganz selten sehen konnte, da jeder Besuch im 600 km entfernten Gefängnis die wenigen Rücklagen der Familie schnell aufbrauchte.

2021 wird eine neue Kampagne für die Freilassung von Lucía Baltazár und vier ihrer Mitgefangenen starten. Bis dahin bitten wir um Spenden, um die schwierige Situation der Frauen wenigstens etwas zu erleichtern: Es fehlt ihnen an allem: Artikel des täglichen Bedarfs, Kleidung, Schreibmaterial, Farben...

Spendenaufruf: https://www.oeku-buero.de/luc%C3%ADa-baltazar-politische-gefangene-in-mexiko.html

Lucía Baltazar: Resiliencia (Resilienz)
Lucía Baltazar: Resiliencia (Resilienz)

Frauenbewegung PETRA in Bogotá

Der kolumbianische bewaffnete Konflikt hat neben vielen anderen schrecklichen Folgen die Zerstörung des Lebensprojekts von Tausenden von Frauen und ihren Familien zur Folge. Sie wurden bedroht, gefoltert, entführt, misshandelt, vergewaltigt - und gezwungen, ihre Territorien zu verlassen. Viele von ihnen gerieten in die Großstädte und wurden zur Sexarbeit gezwungen. Einige von diesen Frauen haben die Frauenbewegung PETRA Mujeres Valientes gegründet. Sie haben erreicht, dass die JEP (Übergangsjustiz für den Frieden) ihre Situation als ein Produkt des bewaffneten Konflikts im Land anerkennt.

Das Ökubüro möchte die Frauen bei der partizipativen Erstellung des Berichts für die JEP und Workshops unterstützen. An diesem Prozess der Informationssammlung und des Empowerments werden 30 Frauen aus verschiedenen Regionen Kolumbiens teilnehmen. Er findet zwischen Januar und März 2021 statt. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 9.000 Euro.Förderanträge sind für den geplanten Zeitraum nicht mehr möglich. Deshalb ist deine/Ihre Unterstützung entscheidend, damit das Projekt beginnen kann.
https://www.oeku-buero.de/spendenaufruf-frauenbewegung-petra-in-bogot%C3%A1.html

Auf unserer Website findet Ihr/finden Sie auch eine Spendenkampagne für die Gemeinde Riosucio https://www.oeku-buero.de/unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-riosucio-choc%C3%B3.html im Westen Kolumbiens. Unser Kolumbienreferent hat drei Jahre lang in Riosucio gewohnt und dort vor zehn Jahren einen Großbrand erlebt. Ein Aktivist aus der Gemeinde berichtete bei einer Veranstaltung im Juni dieses Jahres von der prekären Lage in der verarmten Region, in der es keine staatliche Präsenz gibt und bewaffnete Gruppen das Sagen haben. Nun hat das Feuer erneut über 70 Häuser in Flammen aufgehen lassen, mehr als 350 Menschen sind betroffen.

Liebe Freund*innen, Unterstützer*innen und Interessierte,
auf vielfachen Wunsch und damit wir Sie und Euch nicht mit vielen Einzelmails überhäufen, hier ein kompakter Überblick über unsere weiteren Veranstaltungen im November.

Freitag, 20.November KOLUMBIEN Online - 19:00 Uhr
Auswirkungen ausgedehnter legaler Monokulturen auf ethnische und ländliche Gemeinschaften
mit Andrés Bodensiek, Landrechtsexperte - Diego Chiguachi, Agraringenieur aus der indigenen Muisca-Gemeinschaft - Manuel De la Rosa & Tatiana Guprad, Musiker*innen aus den Montes de María.
Anmeldung: https://frama.link/Anmeldung_Registro

Dienstag, 24. November KOLUMBIEN Online - 19:00 Uhr
Auswirkungen des legalen und illegalen Goldabbaus in der Kaffeeregion
mit Jaime Bernal, Fundación Concern Universal - Robinson Mejía, Verteidiger der Territorien und der Rechte der Gemeinden in Cajamarca, Tolima - Katharina Gehrig,  Masterprogramm Conflict, Memory & Peace der KU Eichstätt-Ingolstadt und Universidad del Rosario (Bogotá).
Anmeldung: https://frama.link/Anmeldung_Registro

Mittwoch 25.November #TOXITOUR MEXIKO (Frankfurt/M.) Online - 19:00 Uhr
Wirtschaft, die vergiftet. Einflüsse transnationaler Unternehmen und des Freihandels auf Menschen und Umwelt in Mexiko mit Alejandra Méndez Serrano, Direktorin des „Centro Fray Julián Garcés“ aus Tlaxcala - Sofía Enciso González, Mitglied von „Un Salto de vida“ aus Jalisco - Benjamin Cortés Peralta, Goethe Universität Frankfurt mit einem Betrag zur unternehmerischen Verantwortung von VW und Audi in Mexiko.
Anmeldung bis 24.November bei cristina.valdivia[at]epn-hessen.de

Freitag 27.November #TOXITOUR MEXIKO (Köln) Online - 19:00 Uhr
Wirtschaft, die vergiftet. Einflüsse transnationaler Unternehmen und des Freihandels auf Menschen und Umwelt in Mexiko mit Graciela González Torres, Un Salto de Vida, Alejandra Méndez, Centro Fray Julián Garcés und Christian Wimberger, Christliche Initiative Romero.
Mehr Information und link zur Anmeldung: https://kurzelinks.de/epur

Samstag, 28. November KOLUMBIEN Online - 14:00 bis 17:30 Uhr
Seminar: Sozio-ökologische Konflikte im Land und Perspektiven aus dem Ausland
mit Natalia Velasquez, Doktorandin an der KU-Eichstätt - Jorge Mario Cuartas Herrera, Rechtsanwalt, Journalist - Dr. Fernando Ortega, Rechtsanwalt, Mitglied der Deutsch-Kolumbianischen Juristenvereinigung und Kolumnist von "La Línea del Medio".
Mehr Information zum Seminar demnächst auf unserer Website.
Anmeldung: https://frama.link/Anmeldung_Registro

Samstag, 28. November HONDURAS Online – 14:00 bis 18:00 Uhr
BUKO-Seminar: ZEDE – Inseln des Wohlstands im Chaos von Armut, Gewalt und organisiertem Verbrechen?
In Honduras wächst der Widerstand gegen die weltweit erste private „Charter City“. Mit Miriam Miranda, Generalkoordinatorin der Garífuna-Organisation OFRANEH - einer Vertreterin des Runden Tisches zur Verteidigung der Territorien der Bay Islands - Beth Geglia, Anthropologin (Washington DC) - Andrea Nuila, Juristin (Heidelberg).
Anmeldung bis 23. November: elsal[at]oeku-buero.de

Save the date:

Donnerstag, 10. Dezember EL SALVADOR Online – 19:00 Uhr
Militarisierung in El Salvador und deren Auswirkungen auf die Arbeit von Basisorganisationen.
Auf der Onlineveranstaltung wird uns Rosi López von der Asociación de Comunidades para el Desarrollo de Chalatenango (CCR),  über die Folgen und Hintergründe der Militarisierung berichten. Nach einem kurzen Vortrag gibt es die Möglichkeit für Fragen und zur Diskussion.
Anmeldung: nica[at]oeku-buero.de

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

willkommen zu unserem zwölften Newsletter.  Wir hatten gehofft, Sie und Euch auch zu einigen Präsenz- oder Hybridveranstaltungen einladen zu können, aber nun mussten wir doch wieder auf digitale Formate umsteigen. Da allerdings haben wir uns viel Mühe gegeben, abwechslungsreiche virtuelle Rundreisen mit unterschiedlichen Referent*innen und Themen zusammenzustellen und spannende Begegnungen zu ermöglichen. Seht selbst:

Termine

#ToxiTourMexico

Samstag, 7.November 2020, 16 – 19:30 Uhr

Online-Seminar zum Auftakt der Veranstaltungsreihe #ToxiTourMéxico

Pure Poison: Einflüsse transnationaler Unternehmen und des Freihandels auf Menschen und Umwelt in Mexiko

Die Flüsse Atoyac und Santiago gehören zu den durch Industrieunternehmen am meisten verschmutzten Flüssen Mexikos. Die Anwohner*innen leiden unter schweren Gesundheitsschäden. Seit Jahrzehnten fordern sie gemeinsam mit Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen die Anerkennung eines Gesundheits- und Umweltnotstands in der Region.

Vertreter*innen der Organisationen Un Salto de Vida (Jalisco) und Centro Fray Julián Garcés (Tlaxcala) schildern die Situation und berichten von den Kämpfen vor Ort. Die weiteren Panelteilnehmenden erläutern Ergebnisse und Schlussfolgerungen wissenschaftlicher Studien zur Gesundheitssituation in den betroffenen Regionen und stellen die Idee, Ziele, bisherigen Erfolge und das Follow Up der #ToxiTour 2019 vor. In der Diskussion mit den Seminarteilnehmer*innen sollen Fragen zur Verantwortung transnationaler Unternehmen, zu den Möglichkeiten der Politik und zu Lösungsansätzen auf verschiedenen Ebenen vertieft werden.

Anmeldung bis 06.11.2020 und mehr Information zum Seminar:

https://www.oeku-buero.de/toxitourm%C3%A9xico-2020.html

Weitere Termine der #ToxiTourMexico in Deutschland vom 13. bis zum 27.November:

https://www.oeku-buero.de/details/toxitourm%C3%A9xico.html

Rohstoffausbeutung und Konflikt in Kolumbien

Montag, 9.November – Donnerstag, 3. Dezember

Virtuelle Rundreise mit Referent*innen aus Kolumbien - Erfahrungen und Perspektiven aus verschiedenen Regionen

 

Trotz des 2016 geschlossenen Friedensabkommens bleiben die Ursachen des jahrzehntelangen internen bewaffneten Konfliktes in Kolumbien bestehen: Extreme soziale Ungleichheit und die Zerstörung der Lebensgrundlagen vor allem von Bäuerinnen und Bauern, indigenen und afrokolumbianischen Gemeinschaften. Widerstand wird erneut mit sozialer Kontrolle, Repression, Verfolgung und Mord beantwortet. Gleichzeitig trägt der forcierte Rohstoffabbau entscheidend zur Klimakrise bei; die Entwaldung wirkt sich massiv auf den Wasserhaushalt und die biologische Vielfalt vieler Regionen aus.

Wir laden zur einer Online-Reise ins verschiedene Regionen Kolumbiens ein: An jeder Station sprechen wir mit Aktivist*innen vor Ort unter anderem über #Klimasolidarität, #Klimagerechtigkeit und #Unternehmensverantwortung. Diese Konzepte diskutieren wir dann ausfürhlicher in einem Halbtages- Seminar, das von der Analyse des Konflikts in Kolumbien als sozio-ökologischem Konflikt ausgeht und den Blick auf die Bedeutung der Beteiligung der Diaspora und der internationalen Gemeinschaft richtet.

Stationen:

09.11. Auswirkungen der Mega-Staudämme im Norden Antioquias
12.11. Auswirkungen illegaler Monokulturen auf indigene Gemeinschaften in den Regionen Cauca und Nariño
17.11. Der Konflikt um die Ausbeutun von Nickel im Departement Córdoba
20.11. Auswirkungen ausgedehnter legaler Monokulturen auf ethnische und ländliche Gemeinschaften 24.11. Auswirkungen des legalen und illegalen Goldabbaus in einer Kaffeeregion Kolumbiens
28.11. Seminar: Sozio-ökologische Konflikte im Land und Perspektiven aus dem Ausland (14-17:30 Uhr)
03.12. Kohlebergbau im Nordosten Kolumbiens und die Verletzung kollektiver und individueller Rechte
Die Energiepolitik Deutschlands und ihr Verhältnis zur kolumbianischen Kohle.

Informationen und Anmeldung: https://www.oeku-buero.de/RundreiseKolumbien2020/articles/RundreiseKolumbien2020.html

BUKO-Seminar: ZEDE – Inseln des Wohlstands im Chaos von Armut, Gewalt und organisiertem Verbrechen?

Samstag, 28.November 2020
14:00 – 18:00 Uhr, Online

In der honduranischen Karibik entsteht derzeit die weltweit erste extraterritoriale private Modellstadt

Auf der honduranischen Insel Roatán wird gebaut: Próspera soll die weltweit erste „Charter City“ für private Investoren mit eigener Gesetzgebung und eigener Rechtsprechung werden. Das nächste Projekt in der Küstenstadt La Ceiba ist in Planung. Beteiligt sind unter anderen ein Unternehmen der Technischen Universität München und der deutsche libertäre Unternehmer Titus Gebel.

Das Seminar beleuchtet Hintergründe des Projektes und diskutiert die Positionen der betroffenen Bevölkerung auf Roatán und an der Karibikküste, wo Gemeinden der afroindigenen Garífuna für ihre Rechte und um ihre Existenz kämpfen.

Mit: Miriam Miranda, Generalkoordinatorin der Garifunaorganisation OFRANEH und ggf. weiteren Gästen (digital zugeschaltet)

Informationen und Anmeldung: https://www.oeku-buero.de/details/buko-seminar-zede-inseln-des-wohlstands-im-chaos-von-armut-gewalt-und-organisiertem-verbrechen.html

Information und Aktion

El Salvador: „Unser Park ist eine Art historisches und kulturelles Erbe"

Unser El Salvador-Referent interviewte Rosa Isabas Galeano und Juan José Hernández Guerra von der Asamblea Popular aus Cuisnahuat, einer etwa 70 Kilometer von der Hauptstadt San Salvador, entfernten von der Kultur der Pipiles (Nawat) geprägten Kleinstadt, die Grünflächen und Bäume ihres Stadtparks als Gemeingut und kulturelles Erbe nicht dem Kommerz opfern will. Unsere Partner*innen-Organisation RACDES unterstützt das Engagement der Asamblea Popular aus Cuisnahuat:
https://amerika21.de/analyse/244137/el-salvador-park-von-cuisnahuat

Thesen zur Nicaraguadebatte

Als Ökumenisches Büro blicken wir auf eine lange Geschichte der Solidarität mit Nicaragua zurück. Insofern haben auch wir den Konflikt, der 2018 seinen gewalttätigen Höhepunkt hatte, intensiv verfolgt. Nach und nach sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass die Situation dort so komplex ist, dass wir weder einseitige Schuldzuweisungen, noch das Unterstützen der einen oder der anderen Seite in diesem Konflikt für zielführend halten. Hier stellen wir unsere Thesen zur Diskussion:
https://www.oeku-buero.de/artikel-zu-nicaragua/articles/thesen-des-%C3%B6ku-b%C3%BCros-zur-nicaraguadebatte.html

Kolumbusplatz & Kolumbusstraße umbenennen

In München beleben sich gerade vielerlei dekoloniale Ansätze neu oder werden wieder stärker öffentlich sichtbar. Kürzlich gab es eine Aktion zu den nach Kolonialverbrechern auf dem afrikanischen Kontinent benannten Straßen in München-Trudering und -Bogenhausen, jetzt haben wir eine Petition auch zu Lateinamerika entdeckt, die wir gerne unterstützen:

https://www.openpetition.de/petition/online/kolumbusplatz-strasse-umbenennen

Es fehlen noch über 6.000 Unterschriften, die bis zum 12.Oktober 2021 zusammenkommen müssen, damit die Petition an den Stadtrat geht. Verbreitet den link also bitte eifrig weiter.

Wir schlagen schon mal Berta Cáceres und Marielle Franco als künftige Namensgeberinnen für Platz und Straße vor.

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

willkommen zu unserem elften Newsletter.  Wir starten in einen ereignisreichen Herbst mit zahlreichen Veranstaltungen, zu denen wir Euch/Sie herzlich einladen:

Termine

#ToxiTourMexico

Mittwoch, 2.Oktober 2020, 16 Uhr , digitale Konferenz

Die „Karawane über die Auswirkungen von Investitionen und Freihandel in Mexiko“ (kurz ToxiTourMexico) startet mit einer virtuellen Konferenz (auf Englisch, Spanisch und Französisch) über das in Mitten der COVID-Krise verhandelte neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mexiko im Lichte der 2019 vor Ort festgestellten Umwelt- und Gesundheitsschäden.

Anmeldung unter: http://bitly.ws/9P5W

Im Oktober und November folgen Seminare in München und Bad Boll (24. und 31.10) sowie Veranstaltungen in Frankfurt/m (11.11.) Berlin (13.11.), Hamburg (18.11.) und Köln (27.11.). Näheres dazu in unserem Oktober-Newsletter

Radio machen!

Montag, 5. Oktober 2020, 17 Uhr, Radio Lora München UKW 92,4

Im Rahmen eines Projekt-Seminars zum Thema „Klimawandel und Migration – Beispiele aus Mexiko und Kolumbien“, entwickelt eine Gruppe von Schülerinnen des Münchner Michaeli-Gymnasiums mit unserer Unterstützung ein Radioprojekt zum Thema „Migration und Menschenrechte“. Ein Resultat der engagierten Arbeit gibt es später als podcast auf unserer website oder taufrisch wie immer am ersten Montag des Monats bei Radio Lora München „en la linea“: http://live.lora924.de:8000/lora-hq.mp3

 

Stahl für den globalen Norden – Knast für den globalen Süden?

Mittwoch, 7. Oktober, 19 Uhr, digital (Spanisch mit deutscher Simultanübersetzung)

Unmittelbar neben dem Dorf Guapinol in Honduras entsteht derzeit die größte Aufbereitungsanlage für Eisenerz in Zentralamerika. Die dort gewonnenen Pellets sollen in den Export hauptsächlich in Richtung USA und Europa gehen. Das Versprechen lautet „verantwortlicher Bergbau“, Arbeitsplätze, soziale Projekte und wirtschaftlicher Aufschwung. Die Tagebaue für das Eisenerz liegen allerdings mitten in einem Naturschutzgebiet. Acht lokale Umweltschützer*innen, die Flüsse und Trinkwasser in Gefahr sehen, sitzen seit über einem Jahr in Untersuchungshaft, fünf weiteren droht ebenfalls ein Prozess. Wir sprechen mit betroffenen Aktivist*innen aus der Region über die Situation vor Ort und die Kriminalisierung ihres Protestes.

Anmeldung bis 5. Okober:
Mehr Infos: https://www.oeku-buero.de/details/stahl-f%C3%BCr-den-globalen-norden-knast-f%C3%BCr-den-globalen-s%C3%BCden.html

Klimawandel in Nicaragua: Anpassung und Gegenstrategien

Donnerstag, 22. Oktober, 19 Uhr, Eine-Welt-Haus, München. Raum U20 (und digital)

Vertreter*innen des Movimiento Comunal Nicaragüense (MCN) sprechen über die Auswirkungen der Klimakrise in Nicaragua und über ihre Aktivitäten, die gleichzeitig der Anpassung an die veränderten Verhältnisse und dem Kampf gegen den Klimawandeln dienen. Besonders wichtig sind dabei die Organisation innerhalb der Gemeinden und die ökologische Landwirtschaft.

Mehr Infos: https://www.oeku-buero.de/details/online-und-pr%C3%A4senzveranstaltung-klimawandel-in-nicaragua-anpassung-und-gegenstrategien.html

Honduras: Globales Klima – lokale Kämpfe

Seminar Freitag, 30.Oktober - Sonntag, 1. November in Berlin

Wie können lokale Strategien für Klimagerechtigkeit global verknüpft werden? Das Seminar richtet sich an Menschen, die sich zu lokalen Klimakämpfen informieren und austauschen möchten – und an alle, die Interesse an einer Solidaritätsreise nach Honduras im Sommer 2021 haben.

 

Anmeldeschluss ist der 23. Oktober.
Mehr Infos: https://www.oeku-buero.de/details/globales-klima-lokale-k%C3%A4mpfe.html

SAVE THE DATE - Kolumbien-Tournee im November

Im November bieten wir eine Serie von sieben Online/Präsenzveranstaltungen und einem Tagesseminar zu Kolumbien an: Referent*innen aus Kolumbien informieren und diskutieren über die Situation vier Jahre nach den Friedensverträgen, über Rohstoffproduktion, Monokulturen, Klimasolidarität und Handlungsalternativen.

Information und Aktion

Eskalation des Konfliktes in Kolumbien

Seit Juni dieses Jahres haben wir unsere Besorgnis über die Eskalation des Konflikts in Kolumbien zum Ausdruck gebracht. Gemäss dem letzten Quartalsbericht der Mission der UNO in Kolumbien sind mehr als 210 ehemalige FARC-Kämpfer*innen seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens getötet worden. Die Ermordung von Gemeinde-Anführer*innen geht weiter, und erneut kommt es zu Massakern, auch an Minderjährigen. Wir haben erfahren, dass manchen Regionen wieder Antipersonenminen gelegt werden. Ein weiteres Thema, das uns sehr beunruhigt, ist der Missbrauch von Gewalt und Macht durch die kolumbianische Polizei. Seit Dezember 2019 begleiten wir zum Beispiel den Fall von zwei jungen Menschen, die von Mitgliedern dieser Institution gewaltsam verschwundengelassen wurden . Am 9. September 2020 macht der Fall von Javier Ordóñez Schlagzeilen: Er wurde gefoltert und ermordet, dem Vernehmen nach von Mitgliedern der Polizei . Während der Proteste, die als Reaktion auf dieses schwerwiegende Ereignis stattfanden, kam es zu einem unverhältnismäßigen Gebrauch von Schusswaffen. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit zahlen kolumbianischen und internationalen Organisationen einen offenen Brief unterzeichnet:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-508/Polizeigewalt-in-Kolumbien.html

Kolumbianische Wahrheitskommission in Deutschland - Neue Frist

Die kolumbianische Wahrheitskommission beendet ihr Mandat im November 2021.
Die Wahrheitskommission bittet direkte Opfer, Zeug*innen und/oder Personen, die während des bewaffneten Konflikts Gewalttaten begangen haben, zur Aufdeckung der Wahrheit beizutragen. Die Frist für die Beiträge, die auch hier in Deutschland aufgenommen werden, wurde bis Ende Oktober 2020 verlängert:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-508/arbeit-der-kolumbianischen-wahrheitskommission-in-deutschland-neue-frist-f%C3%BCr-den-zeugenaussagen.html

Ayotzinapa: Das Verbrechen muss umfassend aufgeklärt werden

Das gewaltsame Verschwindenlassen von 43 Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa bleibt auch nach sechs Jahren straflos. Durch illegale Waffenexporte nach Mexiko trägt Deutschland eine Mitverantwortung, so die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko in ihrer Pressemitteilung zum 24.September: https://www.oeku-buero.de/nachricht/pressemitteilung-zum-6-jahrestag-von-ayotzinapa.html

Zum Thema „gewaltsames Verschwindenlassen“ gibt es zwei sehenswerte neue Videos der Menschenrechtskoordination:

https://www.mexiko-koordination.de/2020/09/24/sechs-jahre-ayotzinapa-sofia-de-robina-castro-video/

https://www.mexiko-koordination.de/2020/08/29/gewaltsames-verschwindenlassen-in-mexiko-video/?l=de

Honduras: Staat schweigt weiter über Verbleib der entführten Garífuna

Bild wie auf website Neun Wochen nach ihrem gewaltsamen Verschwindenlassen durch Schwerbewaffnete, die Westen der Ermittlungspolizei DPI trugen, gibt es weiterhin keine Hinweise darauf, was mit drei Landrechts-Aktivisten und zwei weiteren Einwohnern der afroindigenen Garífuna-Gemeinde Triunfo de la Cruz in Honduras geschehen ist.

https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/30-august-internationaler-tag-der-opfer-des-verschwindenlassens.html

https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/honduras-staat-schweigt-weiter-%C3%BCber-verbleib-der-entf%C3%BChrten-gar%C3%ADfuna.html

Indigene Gemeinde in El Salvador will ihren Park nicht für ein Einkaufszentrum opfern

Unsere Partnerorganisation RACDES kämpft gemeinsam mit den Menschen von Cuisnahuat für den Erhalt des historischen Parks. Mehr Informationen in einem vom Öku-Büro verfassten Beitrag bei amerika21.

https://amerika21.de/2020/09/243630/el-salvador-gegen-einkaufszentrum-park

Unsere Solidaritätserklärung findet ihr/finden Sie hier (Deutsch/Spanisch)

https://www.oeku-buero.de/nachricht-504/el-salvador-f%C3%BCr-die-erhaltung-des-parks-von-cuisnahuat-dialog-statt-repression.html

Spendenaufruf für Maßnahmen gegen den Klimawandel in Nicaragua

Im kommenden Jahr wollen wir in Nicaragua, in der Region Matagalpa, gemeinsam mit dem MCN ein Projekt durchführen, bei dem lokale Kapazitäten für ein umfassendes Risikomanagement in 15 Gemeinden zur Katastrophenprävention, Anpassung an den Klimawandel und zum Umweltschutz entwickelt werden sollen. Für das Projekt mit einem Volumen von rund 12.000 Euro benötigen wir noch Spenden, um die 3.000 Euro für den geforderten Eigenanteil aufbringen zu können. Mehr dazu unter:

https://www.oeku-buero.de/spendenaufruf-klimawandel-el-salvador-und-nicaragua.html

Der besondere Lesetipp

Für alle, die Spanisch lesen zu guter Letzt eine brillante Kolumne unseres ehrenamtlichen Mitarbeiters Daniel Tapia zum hundertsten Geburtstag von Mario Benedetti. Am 20. September in der mexikanischen La Jornada erschienen:

https://www.jornada.com.mx/ultimas/cultura/2020/09/20/mario-benedetti-en-la-penumbra-en-uruguay-a-un-siglo-de-su-natalicio-3026.html

Zitat:
„ Salú Abuelo/Maestro, seguiremos defendiendo la alegría como una trinchera.“

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

willkommen zu unserem zehnten Newsletter. Wir teilen unsere Besorgnis über Polizeigewalt und neue Fälle von Verschwindenlassen bzw. Kriminalisierung von sozialem Protest in Mexiko, begrüßen unsere neue Mexikoreferentin und laden herzlich zu vier Webinaren ein, die wir im Juni veranstalten:

Gespräch und Diskussion mit Miriam Miranda (OFRANEH) über die aktuellen Kämpfe der Garífuna in Honduras

Dienstag, 16. Juni 2020, 19 Uhr, online

Miriam Miranda ist Koordinatorin von OFRANEH und setzt sich mit ihrer Organisation seit 30 Jahren für die Rechte der Garífuna in Honduras ein. Gemeinsam mit ihren Mitstreiter*innen engagiert sie sich gegen Tourismus- und andere Großprojekte und arbeitet an der Verwirklichung einer Vision: Inmitten riesiger Ölpalmplantagen bauen sie die autonome und selbst verwaltete Gemeinde Vallecito auf. „Die Arbeit in Vallecito ist eine konkrete Strategie, unser Territorium zu verteidigen und zum Erhalt der Kultur der Garífuna beizutragen“, sagt Miriam Miranda. Sie berichtet in unserem online-Seminar von den aktuellen Kämpfen von OFRANEH , schildert die konkrete Arbeit in Vallecito und erklärt, wie die Gemeinden mit der COVID-19-Krise umgehen.

Veranstaltende: FDCL, Ökubüro, HondurasDelegation, CADEHO.

Anmeldung bitte bis 15.Juni 2020 unter: elsal@oeku-buero.de

https://www.oeku-buero.de/details/vallecito-ort-des-kampfes-und-der-hoffnung.html

Gespräch: Erinnerung, Widerstand und Engagement fürs Leben. Mit drei Aktivist*innen aus El Cauca und Chocó (Kolumbien)

Donnerstag 18. Juni 2020, 18 Uhr, online

Drei indigene Aktivist*innen aus Kolumbien, die im temporären Exil im spanischen Staat leben, berichten und diskutieren über die Entwicklung in ihren Territorien seit dem Friedensabkommen.

Clara María Ávila Peña ist Gemeindeaktivistin des Nasa Volkes und feministische Aktivistin des Kollektivs "Diverse Women and Peace". Paola Andrea Ararat Nazarit kämpft für die Rechte der afrokolumbianischen Bevölkerung in Norte del Cauca. Gabriel Marrugo Ávila arbeitet seit 15 Jahren als Verteidiger der indigenen Gemeinden in der Region Bajo Atrato im Departement Chocó.

Eine Veranstaltung des Nodo Alemania der Kolumbianischen Wahrheitskommission in Kooperation mit dem Ökubüro und zahlreichen weiteren Mitveranstalter*innen

Anmeldung unter: https://frama.link/registerevent180620

https://www.oeku-buero.de/details/Erinnerungsarbeit-Kolumbien.html

Die Corona-Krise in El Salvador und die Auswirkungen auf die salvadorianische Umweltbewegung und die Zivilgesellschaft – Gespräch mit Zulma Larin (RACDES)

Dienstag 23. Juni, 19 Uhr, online
Bei dieser Online-Veranstaltung wird uns Zulma Larín, vom „Kommunitären Umweltnetzwerk El Salvadors“ (RACDES) über die aktuelle Situation in El Salvador und der sich auch dort ausbreitenden CORONA Pandemie berichten. Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird auf den politischen und sozialen Folgen der Krise liegen und besonders darauf, was dieses neue Szenario für die Umweltbewegung, Zivilgesellschaft sowie den Schutz der natürlichen Ressourcen bedeutet.

Eine Veranstaltung des Ökubüros und des Netzwerks Entwicklungspolitik im Saarland (NES)

Anmeldung unter: https://zoom.us/meeting/register/tJYpcO6grz0pEtQjcP4RMowrnnvBJ777QRHY

https://www.oeku-buero.de/details/online-veranstaltung-die-corona-krisis-in-el-salvador-und-die-auswirkungen-auf-die-salvadorianische-umweltbewegung-und-die-zivil.html

Widerstand in COVID19-Zeiten – Gespräch und Musik mit der honduranischen Cantautora und Aktivistin Karla Lara

Karla Lara (re) am 8. März 2020 mit Miriam Miranda und Garifuna-Aktivistinnen.
Karla Lara (re) am 8. März 2020 mit Miriam Miranda und Garifuna-Aktivistinnen. Quelle: Giorgio Trucchi

Donnerstag 25 Juni 2020, 21 Uhr, online: virtuelles Platzcafé des Stattparks Olga

Honduras ist eines der gefährlichsten Länder weltweit für Umweltaktivist*innen, die Feminizid-Rate ist eine der höchsten in der gesamten Region. Hinter einer demokratischen Fassade herrschen ein nationaler Sicherheitsrat und Drogenkartelle, gestützt von der US-Regierung. Staat, Wirtschaft und organisiertes Verbrechen sind eng miteinander verwoben. Inmitten dieses Szenarios und jetzt auch noch unter den besonders repressiven Bedingungen der COVID19-, Dengue- und Hungerkrise kämpfen die sozialen Bewegungen weiter. Die Musikerin Karla Lara ist Teil dieser Kämpfe: „Wir singen all die Leben, die Träume und Aktionen, die jetzt schon beweisen, dass wir anders leben wollen. Wir konstruieren eine parallele Macht zur herrschenden Politik. Wir denken uns als originäre Gemeinschaften neu, wir erkennen, dass wir Wurzeln haben, eine Geschichte, die brutal abgeschnitten wurde und die wir jetzt anfangen, neu zu verstehen. Da liegt unsere Macht. Und wir sind dabei, sie aufzubauen.“

Bitte achtet/achten Sie auf die links/Einwähloptionen auf dem blog von Stattpark Olga http://olga089.blogsport.de/ oder unserer website www.oeku-buero.de

PRESSEMITTEILUNG: Polizeigewalt in Guadalajara (Jalisco, Mexiko)

Am 8. Juni äußerten wir uns alamiert über die Polizeigewalt in Guadalajara nach den Protesten aufgrund der Tötung von Giovanni López in Polizeigewahrsam einen Monat zuvor:

„Es ist besorgniserregend, dass Personen in Zivilkleidung vor den Augen der Polizei Demonstrant*innen verschleppen. Und obendrein gleichen diese beklagenswerten Vorfälle einem Film, den wir schon einmal gesehen haben: Die Aktionen, die Repression, der plumpe Versuch einer Rechtfertigung mit der Aussage, es seien chilangos (Bewohner*innen von Mexiko-Stadt) gewesen, Polizeikräfte, die Chaos stiften, junge Leute, die verschwindengelassen werden... Es ist wie ein Déjà-vu aus dem Mai 2004. Und um das Panorama der fortgesetzten Straflosigkeit der Behörden komplett zu machen: Der aktuelle Staatsanwalt ist derselbe wie damals.“

https://www.oeku-buero.de/nachricht/pressemitteilung-zur-repression-in-guadalajara.html

Während wir diesen Newsletter schreiben, erreichen uns erste Meldungen, dass zwei verschleppte Personen wieder aufgetaucht sind, sechs weitere Demonstrant*innen befinden sich aber offenbar in Haft und es ist zu befürchten, dass eine weitere Episode der Kriminalisierungen sozialen Protestes in Mexiko beginnt. Wir halten Euch/Sie auf dem Laufenden.

Bienvenida Patricia!

Wir freuen uns sehr, dass wir eine Aktivistin mit Migrationserfahrung, versierte Journalistin und vor allem leidenschaftliche Radiomacherin als neue Mexiko-Referentin gewinnen konnten: Patricia Rendón Galván beginnt am 15. Juni ihre Arbeit im Ökubüro und wird sich dann im Eilzugstempo mit den Details der Menschenrechts- und Solidaritätsarbeit zu Mexiko vertraut machen. Das Foto zeigt sie im Studio eines kommunitären Radios ihrer ersten Heimat Kolumbien.

Herzlich willkommen Patricia!

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,
willkommen zu unserem neunten Newsletter. Wir laden Sie und Euch herzlich ein zu unseren beiden Online-Veranstaltungen in der letzten Maiwoche:

online-SEMINAR: CORONA-Pandemie in Nicaragua und die Bedeutung präventiver Gesundheit

Zeit: Dienstag, 26. Mai, 19 – 21 Uhr

Sprache: Spanisch mit deutscher Übersetzung

Enrique Picado, Koordinator des Gesundheitsprogramms des MCN (Movimiento Comunal Nicaraguense) wird über die aktuelle Lage sowie über die Herausforderungen der Pandemie für Nicaragua berichten. ein Schwerpunkt der Debatte werden Aufklärung und Prävention sein.

https://www.oeku-buero.de/details/onlineveranstaltung-corona-pandemie-in-nicaragua-und-die-bedeutung-pr%C3%A4ventiver-gesundheit.html

 

 

online-SEMINAR: Verteidigung der Gemeingüter: Indigene Gemeinden in Honduras und ihre widerständige Selbstorganisation

Zeit: Mittwoch, 27.Mai, 18 – 19:45 Uhr
Sprache: Deutsch
Mitglieder unseres Netzwerks HondurasDelegation geben eine Einführung in die aktuellen Kämpfe der sozialen Bewegungen in Honduras. Am Beispiel der afro-indigenen Garífuna-Gemeinden diskutieren wir die Ursachen der Konflikte und Strategien der sozialen Kämpfe.
https://www.oeku-buero.de/details/verteidigung-der-gemeing%C3%BCter-indigene-gemeinden-und-ihre-widerst%C3%A4ndige-selbstorganisation.html

COVID 19 in Mexiko: Gefährdung von Menschenrechtsverteidiger*innen

In einem gemeinsamen Kommuniqué weisen das mexikanische Menschenrechtsnetzwerk Red-TDT, die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko und weitere Organisationen auf die verschärfte Gefährdung von Menschenrechtsverteidiger*innen während der Covid-19-Pandemie in Mexiko hin. Mindestens sieben Menschenrechtsverteidiger*innen wurden in den vergangenen sieben Wochen ermordet. Hinzu kommen Bedrohungen und Aggressionen, die vor allem Landrechtsaktivist*innen treffen. Wir rufen den mexikanischen Staat dazu auf, den effektiven Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen sicherzustellen:
https://www.oeku-buero.de/nachricht/gef%C3%A4hrdung-von-menschenrechtsverteidigerinnen-w%C3%A4hrend-der-covid-19-pandemie-in-mexiko.html

USA und EU: Sanktionn gegen Nicaragua

Die Europäische Union hat Sanktionen gegen sechs weitere Personen in Nicaragua verhängt: Es handelt sich dabei um den stellvertretender Polizeidirektor (2018 Polizeichef von Masaya), eine Beraterin von Präsident Ortega in Gesundheitsfragen und frühere Gesundheitsministerin, den amtierenden Generaldirektor der Polizei, einen persönlichen Berater des Präsidenten in Sicherheitsfragen, einen Funktionär des Gefängnisses „El Chipote“ und den Chef der Sondereinsatztruppe der Polizei DOEP.
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=uriserv:OJ.LI.2020.139.01.0004.01.ENG&toc=OJ:L:2020:139I:TOC

Unsere Partnerorganisation, das Movimiento Comunal in Nicaragua, hat eine Erklärung des Foro de Sao Paulo veröffentlicht, das diese Aktion als Anschluss an die aggressive Politik der USA sieht, die mit dem Ziel des Regimechange Nicaragua den Zugang zu internationalen Krediten verwehrt und damit der Bevölkerung des Landes schadet:
https://www.mcnicaraguense.org/principales-ejes-de-trabajo/salud/810-declaracion-del-foro-de-sao-paulo-en-solidaridad-con-nicaragua

Und keine Sanktionen gegen Narcostaat Honduras

Sanktionen weder der USA, noch der EU gibt es gegen die herrschenden Kreise in Honduras. Das Regime von Präsident Hernández wird weiter unterstützt und hält sich an der Macht, während immer mehr Details seiner Verstrickungen mit dem organisierten Verbrechen ans Licht kommen.
Hier unser Bericht zur Anklage gegen Ex-Polizeichef Bonilla für a21:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/honduras-pr%C3%A4sident-hern%C3%A1ndez-nach-us-anklage-gegen-ex-polizeichef-unter-druck.html


SPENDENAUFRUF LGBTIQ*-Community

Wir schreiben diesen Newsletter am IDAHOBIT, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Trans*feindlichkeit und erinnern daran, dass der trans*feindliche und rassistische Angriff auf Referent*innen des internationalen Seminars „Empowerment und Solidarität“ und der unangemessene, re-traumatisierende Einsatz der Polizei in München am vergangenen 22. November nicht vergessen und noch nicht aufgeklärt und geahndet ist. Weder die Folgen, noch die Strukturen, die sich in dieser und weiteren Attacken in München manifestierten, sind überwunden.

Und wir bitten um Solidarität mit der LGBTIQ*-Community in Honduras. Sie wird in der COVID19-Krise noch verwundbarer gemacht als zu anderen Zeiten. Die weitreichende Ausgangssperre, die Unmöglichkeit, Geld zu verdienen und der verweigerte Zugang zum (ohnehin maroden und extrem trans*feindlichen) Gesundheitswesen trifft besonders Trans*Frauen hart. Die Asociación LGBT Arcoíris de Honduras, mit der wir seit Jahren freundschaftlich verbunden sind, verteilt jede Woche (Über)Lebensmittel an 25 bis 35 Trans*Frauen und bezahlt dort, wo es nötig ist, deren Miete. Die Pandemie ist in Honduras weiter im Aufschwung, ein erster Gipfel wird für Juni erwartet, deshalb braucht Arcoíris dringend zusätzliche Spenden für die wöchentlichen Touren.

Wir leiten sie gerne weiter und stellen bei Bedarf Spendenbescheinigungen aus:

Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit
Konto-Nr. 5617 62 58; Stadtsparkasse München
IBAN: DE65 7015 0000 0056 1762 58
SWIFT: SSKMDEMM
Stichwort: Spende Arcoíris Honduras

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Unsere besondere Empfehlung:

Sogar der Corona-Krise kann man etwas Gutes abgewinnen. In diesem Jahr werden die Filme des Münchner Dokumentarfimfestvals online gezeigt und können daher noch bis zum Sonntag den 24. Mai in ganz Deutschland gesehen werden. Hier sind einige Empfehlungen zu Filmen über Mexiko und Kolumbien.

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

willkommen zu unserem achten Newsletter. Wir hoffen Sie und Ihr seid alle wohlauf und weiter aktiv und widerständig. Wir pendeln zwischen Homeoffice und Büro, zwischen Webinaren, Telefon- und Videokonferenzen und halten Kontakt mit den Organisationen in Mexiko, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Kolumbien, mit denen wir seit vielen Jahren verbunden sind.

Cristina Valdivia mit dem ehemaligen politischen Gefangenen Damián Gallardo aus Mexiko bei einer Veranstaltung in München.

Sehr traurig sind wir, dass unsere Mexiko-Referentin Cristina Valdivia nach Frankfurt/M. umzieht und uns diese Tage verlässt. Danke Cristina für deine Arbeit und dein Engagement! Gendergerechtigkeit, Freiheit für politische Gefangene, Menschenrechte von Migrant*innen waren wichtige Themen für dich, denen du beharrlich und konsequent einen wichtigen Platz im Büroprogramm verschafft hast. Wir werden deine konstruktive Energie und deine Herzlichkeit sehr vermissen. Viel Glück für deine neuen Aufgaben in schwierigen Zeiten!

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Mexiko-Referent*in

Die Stelle umfasst Advocacy-, entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Arbeitsort ist München. Fragen speziell zur Mexikoarbeit des Ökubüros beantwortet Daniel Tapia via mex@oeku-buero.de Für allgemeinere Fragen ist auch das Büroteam immer zu erreichen unter info@oeku-buero. Wenn ihr dort oder auf unserem AB eure Telefonnummer hinterlasst, rufen wir gerne zurück. Wir ermutigen besonders Frauen, LGBTIQ*-Personen, Menschen mit Migrationserfahrung und People of Color sich zu bewerben. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2020.

Hier geht’s zur vollständigen Stellenausschreibung:
https://www.oeku-buero.de/stellenausschreibung.html

 

Honduras: Soziale Bewegungen zwischen Drogenstaat, Militär und Korruption

Leider mussten wir alle unsere Veranstaltungen seit Mitte März absagen. Manche hoffen wir im Herbst nachholen zu können. Einen Teil der Inhalte bieten wir einstweilen über Webinars an. Den Auftakt macht Honduras am Dienstag, 28. April 18:00 – 19:30 Uhr. Mitglieder des Netzwerks HondurasDelegation geben eine Einführung in die aktuelle politische Situation sowie einen Überblick über soziale Bewegungen und die Menschenrechtslage in Honduras (auch bzgl. der aktuellen Corona-Krise). Alle Interessierten sind willkommen. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Mehr Infos und Anmeldung: https://www.oeku-buero.de/details/honduras-soziale-bewegungen-zwischen-drogenstaat-milit%C3%A4r-und-korruption.html

Neues Factsheet: LGBTIQ* in Zentralamerika

Neben Geflüchteten und Deportierten gehören Mitglieder der LGBTIQ*-Comunity zu den am meisten verletzlich gemachten Menschen in der Corona-Krise. Zur Situation vor der Pandemie und dem Kampf der Comunity um gleiche Rechte ist unser factsheet nun auch online:

https://www.oeku-buero.de/files/docs/Factsheets/FactSheet011_WEB.pdf

Und ein Interview mit der Menschenrechtsaktivistin Karla Avelar:

https://www.oeku-buero.de/wir-sind-hass-und-gewalt-schutzlos-ausgeliefert.html

Kolumbien in Zeiten der Corona-Epidemie

In Kolumbien trifft die Pandemie auf eine stark geschwächte Wirtschaft und umstrittenen Maßnahmen der rechten Zentralregierung. Einzelne progressive Kommunen und Departements versuchen gegenzusteuern. Mehr dazu im Hintergrundbericht unseres Kolumbien-Referenten:

https://www.oeku-buero.de/nachricht-508/kolumbien-in-zeiten-der-corona-pandemie.html

Die Killerkommandos, die ehemalige Guerilla-Kämpfer*innen und soziale Aktivist*innen ins Visier nehmen, werden durch die Ausgangssperren keineswegs gebremst, im Gegenteil: Sie nutzen sie für ihre Zwecke: https://amerika21.de/2020/04/238761/kolumbien-ausgangssperre-morde Während wir diesen Newsletter schreiben, erreicht uns die Nachricht vom Tod des LGBT*Aktivisten Jhon Jairo Beltrán Becerra. Er wurde am 15. April 2020 in seinem Zuhause in einem der zentralen Stadtviertel von Bogotá gefoltert und ermordet.

Aktiv werden

Neben der Unterstützung für #leavenoonebehind –Aktivitäten, auf die wir immer wieder hinweisen, hier drei besondere Anliegen über Grenzen hinweg. Alle haben mit den gleichen Strukturen zu tun, mit denen auch unsere Arbeit sich auseinandersetzt...

Wirtschaftssanktionen aufheben

Angesichts der um sich greifenden CORONA Pandemie fordert das US-Peace Council die Regierung der Vereinigten Staaten unter anderem dazu auf, sämtliche Wirtschaftssanktionen gegen betroffene Länder aufzuheben, eingefrorene Finanzmittel freizugeben, sämtliche Kriegshandlungen einzustellen sowie dem Aufruf des UN-Generalsekretärs für einen weltweiten Waffenstillstand nachzukommen. Wer möchte kann den Aufruf (spanisch oder englisch) hier unterzeichnen:
https://uspeacecouncil.org/carta-abierta-al-gobierno-de-los-estados-unidos-y-a-las-naciones-unidas/

Urgent Action von Afrique-Europe-Interact

Ein Aufruf von Solidarity City-München: Am 15. März 2020 wurde Moussa Tchangari von der Organisation "Alternative Espaces Citoyens" in Niger zusammen mit weiteren Vertreter*innen der nigrischen Zivilgesellschaft unter fadenscheinigen Gründen nach einer Demonstration festgenommen. Seitdem sitzt er in einem Gefängnis 100 Kilometer von der Hauptstadt Niamey entfernt. Afrique-Europe-Interact hat mit Moussa Tchangari mehrfach zusammengearbeitet, unter anderem im Rahmen der Konferenz "Wege aus der Gewalt?" im März 2019 in Frankfurt/M. Afrique-Europe-Interact ruft dazu auf, baldmöglichst Protestbriefe an den nigrischen Botschafter in Berlin und an den deutschen Außenminister Heiko Maas zu verschicken. Muster, Adressen, Hintergrundinformationen gibt es hier:

https://afrique-europe-interact.net/1887-0-Freilassung-von-Moussa-Tchangari-Co.html

Gesundheit stärken statt Grundrechte schwächen – Schutz vor Viren, nicht vor Menschen!

„Wo, wenn nicht hier, muss die Stimme laut werden, dass Corona kein Grund ist, Menschen im Stich zu lassen oder zu gefährden, Grundrechte mit Füßen zu treten, bestehende Ausgrenzungen zu verschärfen oder aus Staats- und Kapitalsicht ungeliebte Themen abzuwürgen,“ schreiben Aktivist*innen aus Gießen, die kürzlich einen Erfolg vor dem Bundesverfassungsgericht errungen haben. Mehr Informationen und Ideen dazu gibt es hier:

http://www.projektwerkstatt.de/media/text/termine_200417grundrechte.pdf
http://www.projektwerkstatt.de/index.php?p=21073

Danke an Ya Basta für den Tipp!

Online-Seminar, Samstag 28.3.,14:00 - 17:45 Uhr: Zentralamerikatag 2020: Klimawandel und Klimasolidarität in Zentralamerika

Aufgrund der Corona-Krise kann der Zentralamerikatag nun leider nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden, aber wir treffen uns „online“.
Die genauen Einlogg-informationen für das online-Seminar zum Zentralamerikatag finden sie in den nächsten Tagen auf der Homepage von MissionEineWelt.
https://mission-einewelt.de/events/zentralamerikatag-2020/

Leider entfallen müssen die Veranstaltungen von: CARBON - Eine kleine Weltreise der Kohle, geplant am 16./17. April

https://www.oeku-buero.de/details/Theater-Carbon.html

Gespräch und Musik mit Karla Lara abgesagt!

Angesichts der aktuellen Entwicklungen kommt Karla Lara nicht nach Deutschland. Leider müssen wir deshalb die geplante Veranstaltung mit ihr am 19. März 2020 im Stattpark Olga absagen.

Für’s mehr als sonst Zuhausesitzen hier - als Nachtrag zu unserem März-Newsletter - noch einige Lesetipps:

„Attentat auf Demokratie in El Salvador“

Anfang Februar ließ der Präsident El Salvadors das Parlament von Soldaten besetzen und rief seine Anhänger zum Aufstand auf.  Einen Beitrag des Öku-Büros dazu findet ihr hier: https://www.oeku-buero.de/nachricht-504/attentat-auf-demokratie-in-el-salvador.html

Opposition in Nicaragua schließt sich zu Nationaler Koalition zusammen

In Nicaragua haben sich am 25. Februar sieben politische Gruppen zu einem Bündnis gegen den Präsidenten Daniel Ortega zusammengeschlossen.
https://www.oeku-buero.de/nachricht-502/opposition-in-nicaragua-schließt-sich-zu-nationaler-koalition-zusammen.html

Warum in Honduras eine neue Allianz um Zugang zu Wasser kämpft

Derzeit sind in Honduras Konzessionen für 371 Bergbau- und 120 Wasserkraftprojekte vergeben. Ende Februar haben sich 17 Organisationen die landesweiten "Front zur Verteidigung des Wassers" gegründet. http://www.oeku-buero.de/nachricht-506/warum-in-honduras-eine-neue-allianz-um-zugang-zu-wasser-kämpft.html

Postkartenaktion von Amnesty International für aufgrund von Schwangerschaftskomplikationen inhaftierte Frauen in El Salvador:

"Es wäre uns ein sehr großes Anliegen, wenn Sie diese Aktion in Ihrem Umfeld bekannt machen. Dazu stehen Ihnen online alle Materialien zur Verfügung – besuchen Sie dazu bitte die Seite https://www.ai-el-salvador.de/abtreibungsverbot.html"

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,

willkommen zu unserem siebten Newsletter. Im Februar gab‘s keinen, denn wir hatten mit dem Fertigstellen der 130 Seiten unseres Jahresberichtes alle Hände und Hirne voll zu tun. Hier könnt Ihr/können Sie nun nicht nur etwas über unsere Arbeit lesen, sondern mit nur einem Klick auch Analysen der Situation in Mexiko, El Salvador, Honduras, Nicaragua & Kolumbien.

https://www.oeku-buero.de/jahresbericht-2019.html

Jetzt geht es auf zu neuen Taten und wir freuen uns, dass wir im März Besuch aus Mexiko und Honduras haben:

Grenzen der Welt

Zeit: Dienstag, 17. März 2020, 19 Uhr
Ort: Seidlvilla, München

Eine kämpferische Ordensfrau, Leticia Gutiérrez Valderrama berichtet über die Situation von Flüchtenden und Migrant*innen in Mexiko. Sie ist Mitbegründerin der Scalabrinianas Misión para Migrantes y Refugiados (SMR) und Menschenrechtsverteidigerin für Migrant*innen und Geflüchtete. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Podiumsdiskussion, in der auch die europäische Grenzregime, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen zur Sprache kommen sollen.

https://www.oeku-buero.de/details/grenzen-der-welt.html

 

 

 

Lobbyismus im Energiesektor am Beispiel Kohle

Zeit: Mittwoch 18. März 2020, 19 Uhr

Ort: afa / kda, Schwanthalerstr. 91, München
Welchen politischen Einfluss haben Energie-Unternehmen in Deutschland und Europa? Unser Kolumbienreferent Alejandro Pacheco referiert zu diesen Fragen am Beispiel der Kohleindustrie.

Neues vom honduranischen Widerstand – Gespräch und Musik mit Karla Lara

Zeit: 19.März 2020, 20 Uhr
Ort: Stattpark Olga, Gottfried-Böhm-Ring 4, München

Karla Lara (re) und Miriam Miranda
Karla Lara (re) und Miriam Miranda bei der Kundgebung zum Internationalen Frauenkampftag in Tegucigalpa, 8.März 2020. Foto: Giorgio Trucchi

Honduras ist eines der gefährlichsten Länder weltweit für Umweltaktivist*innen, die Feminizid-Rate ist eine der höchsten in der gesamten Region. Hinter einer demokratischen Fassade herrschen ein nationaler Sicherheitsrat und Drogenkartelle, gestützt von der US-Regierung. Staat, Wirtschaft und organisiertes Verbrechen sind eng miteinander verwoben. Inmitten dieses Szenarios kämpfen die sozialen Bewegungen weiter. Die Musikerin Karla Lara ist Teil dieser Kämpfe: „ Wir singen all die Leben, die Träume und Aktionen, die jetzt schon beweisen, dass wir anders leben wollen. Wir konstruieren eine parallele Macht zur herrschenden Politik. Wir denken uns als originäre Gemeinschaften neu, wir erkennen, dass wir Wurzeln haben, eine Geschichte, die brutal abgeschnitten wurde und die wir jetzt anfangen, neu zu verstehen. Da liegt unsere Macht. Und wir sind dabei, sie aufzubauen.“

https://www.oeku-buero.de/details/neues-vom-widerstand-in-honduras-gespräch-und-musik-mit-karla-lara.html

Leticia Gutiérrez und Karla Lara reisen nach den Veranstaltungen weiter in der Bundesrepublik. Unter anderem werden sie in Berlin sein. Termine und Infos auf der website unserer Freund*innen vom fdcl: https://www.fdcl.org/events/

Klimawandel und Klimasolidarität in Zentralamerika

Zeit: Samstag, 28. März, 9:30 – 16:30 Uhr (Anmeldung bis 24.März!)
Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus, Nürnberg

Die Prognosen des Weltklimarats für Zentralamerika sind verheerend. Die Region selbst ist für gerade mal 0,8 Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich, der Anstieg der Durchschnittstemperaturen dort wird aber drei bis 4 Grad Celsius betragen! Die Folgen der sind längst schon spürbar: Immense Ernteausfälle durch Dürren und Schäden aufgrund von sintflutartigen Regenfällen und Stürmen. Sie führen zu Landflucht und Migration, zunehmenden Konflikte um Ressourcen und Lebensmöglichkeiten. Welche globalen Zusammenhänge bestehen?Wie gehen Zivilgesellschaft, soziale Bewegungen und Kirchen mit diesen Entwicklungen um? Welche Strategien sind nötig, um Klimaschutz, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen? Was bedeutet dies für unsere Solidaritäts-und Partnerschaftsarbeit?

Gemeinsam wollen wir am 21. Zentralamerikatag der Evang-.Luth. Kirche in Bayern diese Fragestellungen näher beleuchten.

https://www.oeku-buero.de/details/zentralamerikatag-2020-klimawandel-und-klimasolidarität-in-zentralamerika.html

Vorschau April - Save the Date:

CARBON - Eine kleine Weltreise der Kohle

Zeit: Donnerstag, 16. April 2020 -  18:00 und 20:00 Uhr
Freitag, 17.April 2020 - 18:30 und  20:30 Uhr
Ort: MUCCA, Schwere-Reiter-Straße 2, München

Das Theaterstück von Cie. Freaks & Fremde erkundet den Wandel in Kohle-Regionen und landet bei den Recherchen in Kolumbien, wo der größte Steinkohletagebau der Welt die Kohle für deutsche Kraftwerke fördert. Puppen, Masken, Projektionen und eine Theatermaschine werden in Gang gesetzt, um zurückzuschauen, wie Prometheus den Menschen das Feuer brachte und ihnen die Gabe verlieh, Bodenschätze zu nutzen. Wir sehen im Theatrum Mundi Industrielandschaften entstehen und vergehen und reisen gemeinsam nach Kolumbien. Wir treffen die Leute aus Dorfgemeinschaften von Wayuú-Indigenen und Afrokolumbianer*inner, die den Ort ihrer Vorfahren für den vorrückenden Tagebau verlassen, ihre Unabhängigkeit aufgeben und eine völlig neue Lebensform erlernen sollen. Nicht alle sind dazu bereit, etliche leisten Widerstand.

 

Besondere Empfehlungen:

Politische Studienreise der Kaffeekampagne El Salvador

https://www.cafe-la-cortadora.org/index/wp-content/uploads/2020/01/Ankündigung-Kaffeereise-2020.pdf

Klimaplan von unten

ergänzt sich prima mit unserer Plattform www.klimasolidaritaet.de

https://klimaplanvonunten.de/de/

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,
willkommen zu unserem sechsten monatlichen Newsletter: Unternehmen und Menschenrechte beschäftigen uns auch in diesem Jahr. Den Auftakt machen die dieses Jahr besonders heftigen Debatten im Vorfeld der Siemens Hauptversammlung. Gemeinsam mit dem Dachverband kritische Aktionäre und Aktionärinnen und weiteren Organisationen laden wir zu einer Podiumsdiskussion mit Gästen aus Australien:

#StopAdani

#StopAdani – Konzernkritik am Limit?

Zeit: 4.Februar, 19–21:30 Uhr
Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80, 80336 München

Nach der Entscheidung von Siemens, an dem Liefervertrag mit Adani festzuhalten, stehen der Münchener Konzern und seine Klimaziele weiter in der öffentlichen Kritik. Dank der andauernden Proteste von Fridays for Future ist die Kampagne gegen die größte Kohlemine Australiens in Deutschland angekommen. Doch Adani kann weiter fest mit Kohleabbau rechnen, samt aller schädlichen Folgen für die lokale Umwelt und das globale Klima.

Welche Möglichkeiten ergeben sich nun für die Kampagne #StopAdani? An welche Grenzen stößt Konzernkritik für den Klimaschutz? Welche Strategien und Ansätze sollte die Klimagerechtigkeitsbewegung im Umgang mit Konzernen verfolgen?

Mit:

- Varsha Yajman, School Strike 4 Climate Australia
- Lindsay Simpson, Autorin „Adani : Following Its Dirty Footsteps“
- ein/e prominente/r Vertreter*in der von der Kohlemine Betroffenen aus Australien
- Khadja Bedati, Saharauische Jugend
Und Beiträge von: Fridays for Future München (angefragt), Offenes Antikapitalistisches Klimatreffen, Extinction Rebellion München

https://www.oeku-buero.de/details/stopadani-konzernkritik-am-limit.html

Ein Gespräch mit zwei der Aktivist*innen aus Australien gibt es in unserem Programm „en la linea“ bei Radio Lora München: Montag, 3.Februar 17 – 18 Uhr in und um München auf UKW 92,4 oder sonst im livestream. Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie bedeutend die Siemens Signalanlagen für die Kohlemine Adani wirklich sind.

Die Protestkundgebung vor der Siemens Hauptversammlung wird dieses Jahr von Fridays for Future gestaltet. FFF: „Am *5.2.* treffen wir uns um *8:30 Uhr* auf dem *Coubertin Platz* vor der *Olympiahalle*, und dann gehen wir nicht mehr weg. Bis in den Abend wollen wir bleiben und Siemens an seine Verantwortung erinnern.“

Auch und gerade weil einige Tausend Teilnehmende erwartet werden: Wir sind auch dabei und wollen Siemens draußen und drinnen auch wegen weiterer hochproblematische Beteiligungen erinnern: https://www.kritischeaktionaere.de/siemens/gegenantraege-2020-2/

Menschenrechte in Honduras

In Honduras wurde das Mandat der Internationalen Mission gegen Korruption und Straflosigkeit (MACCIH) nicht verlängert. Die Bevölkerung hatte vor vier Jahren auf den Straßen eine starke Mission unter UN-Aufsicht und mit eigener Ermittlungskompetenz gefordert und – zumindest – eine OAS-Mission erhalten. Die seit zwei Jahren sehr aktive honduranische Sonderstaatsanwaltschaft, die mit der MACCIH zusammenarbeitete und das unabhängige Antikorruptionsgericht mussten ihre Arbeit ebenfalls Ende Januar einstellen. Die Akten der 16 von der MACCIH aufgedeckten Fälle, darunter „Der Betrug am Gualcarque“ zum Wasserkraftwerk Agua Zarca, gehen nun an die regierungsnahe Generalstaatsanwaltschaft. Da in Honduras, die Gewaltenteilung ausgehebelt ist und ein militärisch orientierter Sicherheitsrat unter Präsident Hernández die Fäden zieht, sind die Ängste groß – auch was den Schutz der Zeug*innen betrifft, die unter dem internationalen Schirm der MACCIH ausgesagt und Regierungsfunktionär und Mitglieder des organisierten Verbrechens benannt hatte.

Mehr zur aktuellen Lage in Honduras: https://www.oeku-buero.de/honduras.html

NUR NOCH BIS 31.JANUAR: Aufruf von COPINH an Gruppen und Organisationen zur Ermittlung der Hintermänner des Mordes an Berta Cáceres und zur Konzession für das Wasserkraftwerk „Agua Zarca“: https://copinh.org/2019/12/peticion-online/

Mexiko: Postkartenaktion - Freiheit für Pablo López Alavez!

Seit neun Jahren sitzt der zapotekische Waldschützer Pablo Alavez aus der Gemeinde San Isidro Aloapam im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca hinter Gittern. 30 Jahre drohen ihm wegen angeblichen Mordes. Sein wahres „Verbrechen“: Protest und Anzeigen gegen illegalen Holzeinschlag. Das Ökubüro besuchte Pablo im Gefängnis und beteiligt sich an der internationalen Kampagne für seine Freilassung. https://www.oeku-buero.de/nachricht/der-fall-pablo-l%C3%B3pez-alavez.html

Jetzt gibt es für die Aktion auch Postkarten – direkt bei uns im Büro, bei unseren Veranstaltungen oder in größeren Mengen auch gern als Bestellung unter info@oeku-buero.de

Sembrando Voces

Spendenkampagne für das Kollektiv COMPPA zur Unterstützung kommunitärer Radios in Guatemala und Honduras

Großen Dank an alle, die schon kleine und große Beträge gespendet haben: 4.000 Euro sind schon auf unserem Konto für COMPPA eingetroffen! Damit das Kollektiv 2020 sicher weiterarbeiten kann fehlt aber noch einiges, deshalb haben wir die Kampagne bis Mitte Februar verlängert. Es gibt Spendenquittungen für‘s Finanzamt:
https://www.oeku-buero.de/spendenaufruf-comppa.html

Save the Date:

Zentralamerikatag mit dem Thema: "Klimawandel und Klimasolidarität“

am 28.März 2020 in Nürnberg (mit Referent*innen aus Nicaragua und El Salvador)
https://mission-einewelt.de/events/zentralamerikatag-2020/

Demos in München :

Zusammen gegen trans*feindliche Gewalt

Für den Sonntag, 2. Februar 2020 ruft die VivaTS zu einer Demo vom Stephansplatz zum Gärtnerplatz auf, unter dem Motto „Zusammen gegen trans*feindliche Gewalt“.
Beginn ist um 13 Uhr.
https://www.facebook.com/events/2948773425146937/

Grenzenlose Solidarität und Bewegungsfreiheit statt Aufrüstung, Abschottung und Repression

Das Ökubüro unterstützt den Aufruf für einen antirassistischen Block auf der Demonstration „Für ein Ende der Gewalt“ gegen die Münchner Sicherheitskonferenz am 14.02.2020 um 18:30 Uhr am Gärtnerplatz.

Mit dem antirassistischen Block auf der Demo „Für ein Ende der Gewalt“ wollen wir ein Schlaglicht darauf werfen, wie sich die Verhandlungen und Hinterzimmergespräche auf der SIKO – und die Herrschaftsmechanismen, die sie repräsentieren – auf die Lebenswirklichkeit von Migrant*innen auswirken. Wir wollen den schmutzigen, flüchtlingsfeindlichen Charakter und die Gewalt der vermeintlichen Sicherheitspolitik der Herrschenden entlarven. Diese Politik begegnet Migrant*innen auf vielen Etappen ihres gefährlichen Weges – Gewalt durch militärische Interventionen und Konflikte in den Herkunftsregionen. Gewalt durch militarisierte Abwehrtechniken an Europas Außengrenzen. Gewalt durch staatliche Überwachung, Polizei und Sicherheitsdienste in Europa selbst.
Den ganzen Text finden Sie/findet Ihr hier: http://karawane-muenchen.org/

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,
willkommen zu unserem fünften Newsletter,

#Toxi-Tour in Mexiko

Unsere Mexikoreferentin ist derzeit gemeinsam mit Vertreter*innen anderer Organisationen auf Toxi-Tour in Mexiko. Die internationale Delegation bereist besonders stark geschädigte Industrie-Regionen. Nahezu 1.000 verschiedene toxische Substanzen finden sich dort in Wasser, Boden und Luft. Das Foto zeigt einen Fluß in El Salto (Jalisco). Mehr dazu im nächsten Jahr, Eindrücke von unterwegs jetzt schon unter:

https://www.facebook.com/oeku.buero/

Unterstützung für Gemeinde-Gesundheitsprojekt

Dass es auch anders geht, zeigt das Projekt Tendajón Layú im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca.

Derzeit produzieren dort 14 Familien etwa150 gesunde Bioprodukte für den täglichen Bedarf. Ausserdem werden Kurse für Körperpflege, Wiederaneignung von indigenemWissen und Begleitung aus der Perspektive traditioneller zapotekischer Gemeindemedizin angeboten. Jetzt soll die Produktion erweitert und professionalisiert werden.

Bis 11.Dezember2019 : https://www.oeku-buero.de/crowdfunding-tendajon-layu.html (beendet!)

Solidaritätsreise nach Honduras 2020

Agrobusiness, Tourismus-Großprojekte, Sonderentwicklungszonen, Schweröl- und Wasserkraftwerke, Klimakrise, Repression gegen Aktivist*innen und Massenflucht. Die gesamte Lebenswelt der Garífuna im Norden von Honduras ist in Gefahr. Im August 2020 reisen wir auf Einladung der Garífuna-Organisation OFRANEH nach Honduras, um diese Realität kennenzulernen und ein selbstorganisiertes Gegenmodell zu unterstützen: Die neu gegründete Gemeinde Vallecito.

Es geht darum, internationale Präsenz zeigen, in Workshops Wissen auszutauschen und über Vallecito und über die Kämpfe der Garífuna an der honduranischen Karibikküste zu berichten.

Interesse? Mehr Infos zur Reise und zur Anmeldung:

https://www.oeku-buero.de/solidarit%C3%A4tsreise-honduras-2022.html

Passend zum Thema, und für alle die noch Lektüre über die Feiertage oder ein Weihnachtsgeschenk suchen, empfehlen wir den neuen Roman unserer Kollegin Jutta Blume aus dem Netzwerk HondurasDelegation:

„Die Aktivistin“

https://www.oeku-buero.de/details/druckfrischer-polithriller-die-aktivistin.html


Veranstaltungtipps für München

Fernanda Melchor „Saison der Wirbelstürme“

Lesung und Gespräch mit einer der wichtigsten jungen literarischen Stimmen Lateinamerikas

Samstag, 7.Dezember 2019, Münchner Kammerspiele, Kammer 2

https://www.oeku-buero.de/details/fernanda-melchor-saison-der-wirbelst%C3%BCrme.html

Vortrag und Diskussion: Bolivien nach dem Putsch gegen Evo Morales und die aktuellen Ereignisse in Lateinamerika

Mittwoch, 11.Dezember 2019, Barrio Olga Benario

https://www.oeku-buero.de/details/bolivien-nach-dem-putsch-gegen-evo-morales-und-die-aktuellen-ereignisse-in-lateinamerika.html

 

 

Besondere Empfehlung:

Ausstellung: Der Frieden trägt den Namen einer Frau. Kolumbien im Wandel

Eine großartige Ausstellung mit Fotografien von Ann-Christine Woehrl und zugleich ein wichtiges Statement des Museums 5 Kontinente für einen gerechten Frieden in Kolumbien.
https://www.museum-fuenf-kontinente.de/ausstellungen/der-frieden-traegt-den-namen-einer-frau/

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,
willkommen zu unserem vierten monatlichen Newsletter:

Unsere neue Plattform #Klimasolidarität ist online!

Der Klimawandel ist ein Problem, das alle Menschen bedroht. Nur indem wir miteinander Ideen und Informationen austauschen, können wir kollektiv auf diese globale Herausforderung antworten. Wir beleuchten einen oft ausgeblendeten Aspekt der Debatte: die Menschenrechtsverletzungen, dort, wo unsere Konsumgüter entstehen – am Anfang der Produktion, beim Raubbau an Mensch und Natur. Wir reden aber nicht nur über Probleme. Unsere neue Plattform will Projekten, Netzwerken und Mitstreiter*innen Raum geben, um lokale und globale Kämpfe und Alternativen vorzustellen. Alternativen, bei denen der Mensch vom Objekt und Konsumenten zum bewussten, teilnehmenden Akteur wird, der seine eigenen Entscheidungen trifft - hier, in Lateinamerika und anderswo: Solidarische Landwirtschaft, gemeinsam genutzte Lastenfahrräder, eigene Stromerzeugung und vieles mehr.

Hier gehts zur Plattform: klimasolidaritaet.de
Wir freuen uns über Unterstützung und Beiträge in Form von Videos, Texten, Informationen...

Veranstaltungen im November:

Große Wasserkraftwerke - Ohne Rücksicht auf Mensch und Natur?

Montag, 4.11.2019, 19:00 Uhr, Barrio Olga Benario - Schlierseestr. 21, München

Seit Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2010 wird Hidroituango, der größte Staudamm Kolumbiens, immer wieder mit Korruption, mit schweren Menschenrechtsverletzungen und mit Umweltschäden in Verbindung gebracht. Über den Widerstand gegen ein Großprojekt, das ohne Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung durchgesetzt wird, sprechen wir mit Milena Flórez und Gladys Calderon Segura von der kolumbianischen Bewegung Rios Vivos.
Marcela Rodrigues aus Brasilien berichtet über den Dammbruch des Rückhaltebeckens einer Eisenerzmine und ihre Klage gegen den TÜV SÜD. Christian Russeau (FDCL-Berlin und Dachverband der Kritischen AktionärInnen) analysiert die Verantwortung deutscher Banken und Unternehmen.
https://www.oeku-buero.de/details/Wasserkraftwerke-Kolumbien.html
Zum Weiterverbreiten auf Facebook: https://www.facebook.com/events/1324408547739008

Druckfrischer Politthriller „Die Aktivistin“: Lesung und Gespräch mit der Autorin Jutta Blume

Sonntag, 10. November, 15 Uhr, ligsalz8, Ligsalzstraße 8, München
Die politische Aktivistin Yessica López, die sich für die Rechte der indigenen Garífuna einsetzt, ist verschwunden und niemand in ihrem Heimatort Triunfo de la Cruz in Honduras will darüber reden. Der deutsche Entwicklungshelfer Ulrich, der seiner ehemaligen Geliebten einen Überraschungsbesuch abstatten wollte, kann kaum glauben, wie sehr sich die Region verändert hat. Die honduranische Regierung hat das Gebiet zu einer Sonderentwicklungszone erklärt. Verwaltet wird diese von einem internationalen Expertenkomitee, das die Einheimischen zum Verkauf ihrer Grundstücke zwingt. Die Interessen des Komitees sind undurchsichtig, seine Macht absolut.
Für alle, die gerne Krimis und Thriller lesen und solche, die (fast) nie zu diesem Genre greifen.
Kaffee, Kuchen und Informationen über unsere Honduras-Solidaritätsreise 2020 inklusive.
https://www.oeku-buero.de/details/druckfrischer-polithriller-die-aktivistin.html
Lesungen mit Jutta Blume andernorts: http://www.grafit.de/service/veranstaltungen/

Die Politik El Salvadors unter der neuen Regierung von Nayib Bukele

Mittwoch, 13.11.2019, 19 Uhr, ligsalz8, Ligsalzstraße 8, München
Herausforderungen für die sozialen Bewegungen. Vortrag und Diskussion mit Omar Flores (Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale und kulturellen Rechte bei der salvadorianischen Menschenrechtsorganisation FESPAD).

Politische Gefangene in Mexiko: Der Fall Enrique Guerrero

Freitag, 22.11.2019, 19 Uhr, KulturLaden Westend, Ligsalzstraße 44, München
Enrique Guerrero, Menschenrechtsaktivist aus Mexiko war Opfer willkürlicher Inhaftierung und wurde fünf Jahre und acht Monate ohne Strafe in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten - mit grausamen Haftmethoden, Isolationshaft sowie physischem und psychischem Missbrauch. Was Enrique Guerrero widerfahren ist, ist kein Einzelfall. Willkürliche Verhaftungen, erfundene Tathergänge und die Erzwingung von Geständnissen unter Folter fügen sich in ein verbreitetes Muster ein, mit dem mexikanische Behörden die Arbeit von Menschenrechtsverteidiger*innen kriminalisieren und behindern. Enrique wird uns über seine Freilassung erzählen sowie über seine Forderung nach Entschädigung und wie internationale Solidarität dazu beitragen kann.
https://www.oeku-buero.de/details/politische-gefangene-in-mexiko-der-fall-enrique-guerrero.html
Enrique Guerrero wird im Rahmen einer Rundreise auch zu Gast in Bremen, Berlin, Hamburg und anderen deutschen Städten sein.
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Aktionsempfehlungen fürs Wochenende:

Sonntag, 27. Oktober Solidemo für Chile. 15:00 Uhr Odeonsplatz, München
https://www.facebook.com/events/559129638248326/?ti=icl

Urgent-Action: Freiheit für die politischen Gefangenen in Honduras
https://afgj.salsalabs.org/freegustavo/index.html?eType=EmailBlastContent&eId=4b31efd8-ad94-4022-8bf8-bb88fb402345

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,
willkommen zu unserem dritten monatlichen Newsletter:

auf drei eng miteinander verbundene Themen wollen wir Euer und Ihr Augenmerk diesmal lenken. Die Kriminalisierung von Umweltaktivist*innen, die Folgen der weltweiten Klimakrise im Globalen Süden und die Kämpfe sozialer Bewegungen für ein wirksames Verbindliches Abkommen für Wirtschaft und Menschenrechte.

Freiheit für Pablo López Alavez!

Seit neun Jahren sitzt der zapotekische Waldschützer Pablo Alavez aus der Gemeinde San Isidro Aloapam im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca hinter Gittern. 30 Jahre drohen ihm wegen angeblichen Mordes. Sein wahres „Verbrechen“: Protest und Anzeigen gegen illegalen Holzeinschlag. Das Ökubüro besuchte Pablo im Gefängnis und beteiligt sich an der internationalen Kampagne für seine Freilassung.
https://www.oeku-buero.de/nachricht/der-fall-pablo-l%C3%B3pez-alavez.html

Freiheit für die sieben aus Guapinol!

Sieben Umweltaktivisten, die sich für ihre Gemeinden gegen einen Eisenerztagebau im Norden von Honduras wehren, wurden im September willkürlich in das Hochsicherheitsgefängnis La Tolva gebracht. Einer ihrer Mitstreiter war Ende August tagsüber auf offener Straße von Schwerbewaffneten erschossen worden. Eine Gruppe Bundestagsabgeordnete wandte sich an die honduranische Justiz, an die Ministerin für Menschenrechte und an den deutschen Außenminister Maas.
https://www.oeku-buero.de/hochsicherheitsgef%C3%A4ngnis-f%C3%BCr-gegner-einer-eisenerzmine-in-honduras.html

Veranstaltungen im September:

Entwicklung jenseits von Wachstum und Weltmarkt

Wir freuen uns, am Dienstag, 17.September ab 19 Uhr mit einem Vortrag zu diesem Thema bei den Münchner Naturfreunden zu sein:
https://www.oeku-buero.de/details/entwicklung-jenseits-von-wachstum-und-weltmarkt-freihandel-und-klimwandel-in-zentralamerika.html

Rechte für Menschen – Regeln für Konzerne!

Donnerstag 26.September , 19 – 21 Uhr

Kleiner Saal 211/12 im EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80 RG

Podiumsdiskussion mit Raffaele Morgantini (Centre Europe Tiers-Monde CETIM), Marlies Olberz/Arne Klevenhusen (FIAN, angefragt), Andrea Behm (attac)

Der Wunsch, Unternehmen mögen freiwillig dafür Sorge tragen, dass Menschenrechte entlang ihrer gesamten Produktions- und Lieferkette eingehalten werden, hat sich nicht erfüllt. Nun soll ein Verbindliches Abkommen über Wirtschaft und Menschenrechte, der UN Binding Treaty, transnationale Unternehmen weltweit zur Verantwortung ziehen. Im Oktober wird dieses Abkommen in einer Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen in Genf weiter verhandelt. NGO und soziale Bewegungen mobilisieren für eine weltweite Kampagne, um ihre Forderungen einzubringen. Wie verhalten sich Deutschland und die EU bei den Treaty-Verhandlungen? Wer zieht im Hintergrund die Fäden, welche (wirtschaftlichen) Interessen stehen auf dem Spiel? Was unternehmen zivilgesellschaftliche Organisationen und soziale Bewegungen, um Unternehmensstraflosigkeit zu stoppen? Setzen wir zu hohe Erwartungen in ein Abkommen? Wie können wir auch in München solidarisch sein und aktiv werden?
https://www.oeku-buero.de/details/rechte-f%C3%BCr-menschen-regeln-f%C3%BCr-konzerne.html

Klimacamp am Chiemsee

Am Freitag, 27.September sind wir mit zwei Workshops beim Klimacamp. Vormittags Straffreiheit für internationale Konzerne stoppen und nachmittags Klimasolidarität – Die Kämpfe von Basisbewegungen in Zentralamerika und was sie mit uns zu tun haben.

Vom 25. bis zum 29. gibt‘s dort auch noch eine Menge sehr interessanter weiterer Workshops und Veranstaltungen. Ein Blick ins Programm lohnt sich: http://klimacamp-chiemsee.de/programm/

Vorschau Oktober:

Seminar und Speakerstour mit Gästen aus Nicaragua und El Salvador

Wir bekommen Besuch von zwei Gemeindeogranisatorinnen, Janett Castillo aus Nicaragua (MCN-Region Matagalpa) und José Guevara aus El Salvador (MOVIAC / ACUDESBAL – Region Bajo Lempa). In München gibt es am Samstag, 12. Oktober die Möglichkeit, einen ganzen Tag Neues über die Realität vor Ort zu erfahren und sich mit den beiden über lokale Transformationsansätze angesichts ökologischer Krise und Klimawandel auszutauschen. Die Anmeldung hat schon begonnen! Näheres findet Ihr/finden Sie hier:
https://www.oeku-buero.de/details/wochenendseminar-klimawandel-ursachen-und-l%C3%B6sungsans%C3%A4tze-in-el-salvador-und-nicaragua-entwicklung-jenseits-von-wachstum-und-welt.html

Im Anschluss und bis Ende Oktober sind wir dann mit den Referent*innen quer durch die Republik unterwegs nach Tübingen, Heidelberg, Wuppertal, Berlin, Greifswald, Hamburg, Kiel, Saarbrücken und Frankfurt/Main. Details demnächst auf unserer Website.

Und unsere besondere Leseempfehlung:

Gewalt, Korruption und Straflosigkeit in der Energieindustrie

US-amerikanische und internationale Organisationen haben ein spannendes Dossier zu Gewalt, Korruption und Straflosigkeit in der Energieindustrie in Honduras veröffentlicht. Es porträtiert David Castillo, den bisher einzigen Inhaftierten der mutmaßlichen Drahtzieher des Mordes an Berta Cáceres, bahnt einen ersten Pfad durch das Geflecht seiner Geschäftstätigkeiten über das Wasserkraftwerk „Agua Zarca“ hinaus und wirft kritische Fragen über die Rolle von Entwicklungsbanken und Investoren auf.

Bericht und link zum englischsprachigen Original:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/gewalt-korruption-und-straflosigkeit-beherrschen-energieindustrie-in-honduras.html

Spanische Übersetzung: link zum PDF

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Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,
willkommen zu unserem zweiten monatlichen Newsletter:

Konzert mit Manuel de la Rosa und Tatiana Guprad im Stattpark OLGA

Aluna Minga e.V., Öku-Büro und Casa Latinoamérica Múnich laden ein zu einem Abend mit den kolumbianischen Musiker*innen Manuel de la Rosa und Tationa Guprad: Afrokaribische Fusion und Gespräche über Vergangenheit und Gegenwart in einer wenig bekannten Bergregion der kolumbianischen Karibikregion. Ab 18 Uhr Vokü, danach geht’s los... Stattpark OLGA - Gottfried-Böhm-Ring 2, 81369 München. Eintritt frei. Spenden erwünscht!
https://www.oeku-buero.de/details/Musik-f%C3%BCr-Erinnerung-und-Frieden.html


Honduras: Das Strafrecht als politische Waffe

Seit dem 7.Juli 2019 sind Edwin Espinal, Raúl Álvarez und der junge Lehrer Rommel Herrera, der im Mai 2019 verhaftet wurde, in einer kleinen Isolierzelle im Hochsicherheitsgefängnis „La Tolva“ eingeschlossen. Die Zelle hat kein Fenster, keine Lüftung, keinen Wasseranschluss, keine Toilette. Hier der Bericht unserer Honduras-Referentin zur aktuellen Situation:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-506/honduras-das-strafrecht-als-politische-waffe.html

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die sich an unserer Mail- und Postkartenaktion für die politischen Gefangenen in Honduras beteiligt haben. Wir werden in unserer Aufmerksamkeit und Solidarität nicht nachlassen. Wir halten Sie und Euch auf dem Laufenden über die kommenden Entwicklungen und Aktionen.

El Salvador: Das Strafrecht als Waffe gegen Frauen

Der Fall von Evelyn Beatriz Hernández Cruz, die wegen des Vorwurfs der Tötung ihres Kindes wegen einer erlittenen Fehlgeburt schon einmal vor Gericht stand und verurteilt wurde, wird nun neu verhandelt. Das erste Urteil, das sie zu 30 Jahren Haft verurteilte, wurde im Oktober 2018 aus Mangel an Beweisen vom Obersten Gerichtshof annulliert. Es ordnete ein neues Verfahren mit anderen Richtern an. Es soll am 15.August beginnen.

https://www.oeku-buero.de/nachricht-504/prozess-in-el-salvador-wegen-fehlgeburt-wieder-aufgenommen.html

 

„En la linea“ - Die Sendung des Ökubüros bei Radio Lora München

Jeden ersten Montag im Monat von 17 bis 18 Uhr. Im Raum München auf UKW 92,4 und überall im livestream.
Am 5. August: Live-Gespräch zum Thema „München – solidarische Stadt“ mit Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat und radio onda mit einem Beitrag über das feministischen Netzwerk Socorristas aus Argentinien und einem neuen Gesetz für die Unterstützung von Biolandbau in Uruguay.

 

Besondere Empfehlung:

Dokumentarfilm von Uli Stelzner: Kolumbien – Der lange Weg zum Frieden

Wem gehört der Frieden in Kolumbien? In dem südamerikanischen Land prallt die Wirtschaftselite auf Menschen in absoluter Armut. Auch zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens 2016 gibt es keine klare Antwort. Die Doku von Uli Stelzner erforscht den dramatischen Konflikt in einem Staat, der bis heute von Kriegsfolgen und sozialer Ungleichheit gezeichnet ist. (aus der Ankündigung von Arte)

Bis zum 28.August in der Arte-Mediathek:
https://www.arte.tv/de/videos/076645-000-A/kolumbien-der-lange-weg-zum-frieden/


PS in eigener Sache: Wir waren so geschockt, traurig und wie gelähmt vom Mord an der Trans*Aktivistin Bessy Ferrera aus Honduras, Vize-Koordinatorin der Trans*Frauengruppe „Muñecas de Arcoíris“. am 7.Juli dass wir es noch nicht geschafft haben, eine Meldung und einen Nachruf auf unsere website zu stellen. Wir holen das nach. Hier zumindest unser Trauer- und Protestplakat zum CSD in München.

Trauer- und Protestplakat zum CSD in München

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Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen und Interessierte,
willkommen zu unserem ersten monatlichen Newsletter:

Honduras: Zehn Jahre Putsch – Zehn Jahre Widerstand

Am 28. Juni 2019 jährt sich der zivil-militärische Putsch in Honduras gegen die linksliberale Regierung von Mel Zelaya zum zehnten Mal. Zehn Jahre nach dem Staatsstreich befindet sich das Land in einer der größten politischen und humanitären Krisen seiner Geschichte. Tausende protestieren derzeit täglich gegen geplante Privatisierungen im Bildungs- und Gesundheitswesen und fordern mit wachsender Vehemenz den Rücktritt des illegitimen und repressiven Regimes von Juan Orlando Hernández. Am 28. veröffentlichen wir auf unserer website Hintergründe und Analysen. Und bis dahin jeden Tag ein Bild und ein Zitat einer Aktivist*in aus dem Widerstand:
https://www.oeku-buero.de/10-jahre-putsch-10-jahre-widerstand.html


Eilaktion für Politische Gefangene

Der honduranische Menschenrechtsverteidiger Edwin Róbelo Espinal wurde am 19. Januar 2018  aufgrund von konstruierten Vorwürfen im Zusammenhang mit den Protesten gegen den Wahlbetrug in Honduras festgenommen. Staatliche Sicherheitskräfte hatten damals bereits mehr als 30 Protestierende und unbeteiligte Passant*innen erschossen. Dutzende Demonstrant*innen waren im Gefängnis gelandet. Gemeinsam mit Raúl Álvarez, der sich ebenfalls an den Protesten beteiligt hatte, sitzt Edwin seit 16 Monaten unter menschenunwürdigen Bedingungen im militärischen Hochsicherheitsgefängnis „La Tolva“ in U-Haft. Der Staat will ein Exempel statuieren. Gegen die derzeitigen massiven Proteste rollt eine neue Kriminalisierungswelle. Edwin und Raúl werden derweil im Gefägnis mit dem Tod bedroht. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition für ihre Freilassung:
https://www.oeku-buero.de/libertad-presos-politicos-en-honduras.html

Reisebericht aus Nicaragua

„Äußerlich scheint sich das Nicaragua 2019 von dem Nicaragua vor den Protesten nicht groß zu unterscheiden. Das Leben geht seinen Gang und es gibt wieder ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch das deutsche Auswärtige Amt hat seine Reisewarnungen für das mittelamerikanische Land aufgehoben. Niemand, mit dem man spricht, möchte eine Wiederholung der Ereignisse des Jahres 2018. Dennoch lassen sich hinter dieser Oberfläche die Wunden des Konfliktes nur schwer verdecken“, schreibt unser Nicaragua-Referent nach seiner Reise in das Land, in dem die Arbeit des Ökubüros vor über drei Jahrzehnten begann. Hier ist der ganze Bericht:
https://www.oeku-buero.de/nachricht-502/eindr%C3%BCcke-aus-nicaragua.html

„En la linea“ - Die Sendung des Ökubüros bei Radio Lora München

Jeden ersten Montag im Monat von 17 bis 18 Uhr. Im Raum München auf UKW 92,4 und überall im livestream.
Am 1. Juli: Live-Gespräch zur aktuellen Situation in Kolumbien und radio onda mit der kolumbianischen Aktivistin und Frauenrechtlerin Marta López.

Besondere Empfehlung:

Solidarity City München?! - Konferenz, Film, Theater

vom Freitag, 28. bis Sonntag, 30. Juni 2019
Bellevue di Monaco und Münchner Stadtmuseum

Die Grundidee einer Solidarity City, also einer solidarischen Stadt, ist bestechend einfach: Die Stadt ist für ALLE da, ganz unabhängig von finanziellen Möglichkeiten, Aufenthaltsstatus, Herkunft und Geschlecht. ALLEN ihren Bewohner*innen soll Teilhabe am städtischen Leben möglich sein. Unter dem Überbegriff Solidarity City zeigen heute schon Städte wie Palermo, New York, Berlin, Barcelona oder Toronto wie ein solidarischeres Zusammenleben praktiziert werden kann.

Hier setzt die Konferenz „Solidarity City München ?!“ an. An drei Tagen widmet sich eine Vielzahl von Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden der Frage, wie aus einer Stadt eine solidarische Stadt werden kann. Dabei diskutieren wir unter anderem die Themen Arbeit, Wohnen, Mobilität, City-ID, Aufnahme von Geflüchteten aus Seenotrettung, Ankerzentren, Einrichtung von Bürger*innen-Asyl und Umgang mit Illegalisierten.

Begleitend gibt es eine Filmreihe (20. – 27.6.2019 im Werkstattkino) und das Theaterstück „PUSH BACK“ (am 27.6.2019 im Bellevue di Monaco).

Konferenzprogramm und Anmeldung:
https://solidarity-city.eu/de/2019/05/16/konferenz-solidarity-city-muenchen-jetzt-anmelden/

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Am 25.Mai 2018 ist die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Wir haben deshalb unsere Verteiler überarbeitet. Für Sie ändert sich dadurch nichts, - wenn Sie weiter wie bisher von uns informiert werden wollen.
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