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Angesichts eines von Tod und Angst erdrückten Mexikos, in dem aufgrund einer gescheiterten Sicherheitsstrategie immer mehr Gewalt erzeugt wird, hat es sich die Journalistin Marcela Turati zur Aufgabe gemacht, die Geschichten der ermordeten Jugendlichen, Waisen, Witwen, Verwundeten, Vertriebenen und ganzer Familien zu sammeln und zu erzählen, die seit 2006 die Opfer des “Kriegs gegen den Drogenhandel” sind.


Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat erklärt, ihr Land werde die honduranische Regierung von Porfirio Lobo erst anerkennen, wenn der gestürzte Präsident Manuel Zelaya in seine Heimat zurückgekehrt sei.


Ende Februar fand in Honduras die bisher größte Generalversammlung der Widerstandsbewegung FNRP statt. Über 1.500 Vertreter aus allen Bundesländern und sozialen Sektoren versammelten sich in der Hauptstadt Tegucigalpa.


Die Forderung nach einer Transaktionsteuer spielt seit Jahren eine wichtige Rolle in der internationalen Debatte über eine gerechtere Wirtschaftsordnung. Es ist wichtig und gut, dass auch kirchliche Organisationen diese Position aufgreifen. Mit großem Unverständnis sehen wir jedoch, dass in der Öffentlichkeitsarbeit dieser Kampagne der honduranische Kardinal Óscar Andrés Rodríguez Maradiaga einen wichtigen Platz einnimmt. Kardinal Rodríguez Maradiaga ist durch seine befürwortende Haltung zum Staatsstreich gegen die letzte demokratisch gewählte Regierung in seinem Heimatland am 28. Juni 2009 für eine solche Kampagne unglaubwürdig und schadet ihr und den übrigen Organisationen in einem ganz erheblichen Ausmaß.


Frauenorganisationen haben gemeinsam mit den drei Sängerinnen Gabriele Baca, Elsa Basil und Clara Grün die Kampagne “Todas juntas, todas libres” (Alle gemeinsam, Freiheit für alle) gestartet. Damit wollen sie Frauenrechte stärken und einfordern, heißt es auf der Internetseite des Feministischen Internationalen Radios FIRE (Radio Internacional Feminista), die ebenfalls MitorganisatorInnen der Kampagne sind.


In Argentinien sagt man, dass das Wort „desaparecido“ (VerschwundenEr) in allen Sprachen ein bekannter Terminus wurde, gehe auf das Konto der brutalen Militärdiktatur, die von 1976 bis 1983 in diesem Land geherrscht hat. Der Begriff bezeichnet all jene Personen, deren Verbleib unbekannt ist.


In El Salvador nimmt eine mächtige soziale Bewegung den Umweltschutz selbst in die Hand. Ihr geht es dabei auch um eine nachhaltige Landwirtschaft.


Im Rahmen einer Razzia haben 300 Polizisten vor wenigen Tagen erneut das Basisradio La Voz de Zacate Grande geschlossen. Die schwerbewaffneten Sicherheitskräfte fahndeten nach BewohnerInnen und Führungs- personen von Organisationen, die der Landbesetzung beschuldigt werden. Ein Gericht hatte Haftbefehle gegen Pedro Canales, Danilo Osorio, Rafael Osorio, Wilmer Rivera und Santos Benito Pérez ausgestellt.


Die kolumbianische Umweltaktivistin Sandra Viviana Cuellar Gallego wird seit dem vergangenen 17. Februar vermisst. Verschiedene Menschenrechts- und Umweltorganisationen wie Friends of the Earth International und das kolumbianische Aktionsnetzwerk gegen Freihandel RECALCA (Red Colombiana de Acción Frente al Libre Comercio) machten ihr Verschwinden öffentlich und fordern die Behörden auf, den Fall sofort und gründlich zu untersuchen.


Am Mittwoch gab die mexikanische Bildungsgewerkschaft SNTE ihre Antwort auf die massive Repression am Dienstag bei dem Besuch von Präsident Felipe Calderón im Bundesstaat Oaxaca. 72.000 Lehrerinnen und Lehrer legten die Arbeit nieder, 16 Bundesstraßen in ganz Oaxaca wurden blockiert und in Oaxaca-Stadt fand eine Großdemonstration mit schätzungsweise 25.000 Teilnehmern statt.


Experten aus Kuba und Deutschland haben zum Auftakt der Internationalen Buchmesse in einer Podiumsdiskussion in der kubanischen Hauptstadt Havanna die Arbeit der deutschen Parteistiftungen thematisiert. Kritisiert wurde dabei die immer offenere Einflussnahme auf die politischen Prozesse in Lateinamerika durch die Stiftungen der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP.


Der in seiner Gemeinde aktive Menschenrechtsanwalt Hector Berríos aus dem Departement Cabañas hat am 23. Januar telefonische Morddrohungen erhalten. Amnesty International geht davon aus, dass er wegen seines menschenrechtlichen Engagements zur Zielscheibe geworden ist.


Der 24-jährige Victor Leiva wurde am Mittwoch den 2. Februar 2011 im Stadtzentrum von Guatemala Stadt ermordet. Der Schauspieler und politische Aktivist kam gerade aus einem Lebensmittelladen, als ein Pick-Up und ein Motorrad anhielten und unvermittelt mehrere Schüsse auf den Rücken des Schauspielers abfeuerten. Die Tat gleicht einer Hinrichtung, ein politischer Hintergrund für den Mord kann nicht ausgeschlossen werden.


Der Verband chilenischer Nichtregierungsorganisationen ACCIÓN (Asociación Chilena de Organismos No Gubernamentales) und die Frauenvereinigung La Morada haben Ende Januar die Kampagne „Ich habe das Recht zu entscheiden“ begonnen. Ziel der Kampagne ist die Straffreiheit von medizinisch notwendigen Schwangerschaftsabbrüchen zu erreichen.


Nachdem er seinen Entführern entkommen war und noch immer physisch und psychisch erschöpft von der Grenzerfahrung der letzten 48 Stunden, ist es Juan Ramón Chinchilla, einem der Anführer der Vereinigten Bauernbewegung von Aguán (MUCA) und der Nationalen Widerstandsfront (FNRP) gelungen, von einem geheimen Ort in Honduras mit [der Nachrichtenagentur] Sirel zu sprechen.