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Der ehemalige Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, ist am Samstag fast zwei Jahre nach dem Staatsstreich gegen ihn in sein Heimatland zurückgekehrt.


Am vergangenen 19. Mai sorgte eine Pattsituation von 49 zu 49 Stimmen in der Abgeordnetenkammer dafür, dass das umstrittene Amnestiegesetz “Ley de Caducidad” weiterhin in Kraft bleibt. Nach einer fast 15 Stunden dauernden Debatte über die Initiative, mit der die Regierung das Gesetz aus dem Jahr 1986 hätte unwirksam werden lassen, ist das Projekt damit gescheitert.


In der Nacht zum 5.Mai wurde Gay-Aktivist Quetzalcóatl Leija Herrera in Chilpancingo, Guerrero, ermordet. Der Direktor des Zentrums für Studien und Projekte zur ganzheitlichen persönlichen Entwicklung Ceprodehi (Centro de Estudios y Proyectos para el Desarrollo Humano Integral) engagierte sich seit vielen Jahren für die Förderung und den Schutz der Rechte der Gay-Community.


Erneut wurden Journalisten des Gemeinderadios Victoria in El Salvador mit dem Tod bedroht. Das teilten der Sender und die Vereinigung für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ADES (Asociación de Desarrollo Económico y Social) im Department Cabañas mit. Die Todesdrohungen gegen die Journalisten bezogen sich auf die Nachrichtensendung und die wiederholte Kritik an einem geplanten Bergbauprojekt des kanadischen Unternehmens Pacific Rim.


Die deutsche Bundesregierung hat ein geplantes Programm zur Polizeihilfe für Mexiko gegen Kritiker verteidigt. Während seines jüngsten Besuchs in Mexiko hatte Bundespräsident Christian Wulff die Ausbildung und Unterstützung der Sicherheitskräfte in Mexiko bekanntgegeben. Menschenrechtsgruppen hatten wegen der zunehmenden Menschenrechtsverletzungen durch Polizei und Armee im Kampf gegen die Drogenkriminalität Bedenken angemeldet.


Mexiko hat die »Schnauze voll« Massenproteste gegen den Drogenkrieg von Präsident Felipe Calderón Von Luz Kerkeling Mehr als 100 000 Menschen demonstrierten in Mexiko-Stadt gegen den »Krieg gegen die Drogen« von Präsident Felipe Calderón. 20 000 Zapatisten forderten in Chiapas »Kein Blutvergießen mehr!«


Ein Projekt der Nationalen Autononem Universität Mexikos UNAM (Universidad Nacional Autónoma de México) wird angesichts des Desinteresses des Nationalen Instituts für Statistik und Geographie INEGI (Instituto Nacional de Estadística y Geografía) erstmals eine soziodemografische Umfrage unter der afromexikanischen Bevölkerung Mexikos durchführen.


Der mexikanische katholische Priester und Friedensaktivist Alejandro Solalinde hat sich unmittelbar nach einem Besuch des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff in dem lateinamerikanischen Staat gegen die Ausbildung der mexikanischen Polizei durch deutsche Behörden ausgesprochen. Wulff hatte ein entsprechendes Programm gegen Ende seines Besuches in Mexiko-Stadt bekanntgegeben.


Angesichts des Fehlens offizieller Zahlen zu Fällen des Feminicidios sowie geringer Berichterstattung in den Medien haben spanische JournalistInnen die Internetseite Feminicidio.net eingerichtet. Diese soll die Gewalt aufgrund des Geschlechts in 21 Ländern des amerikanischen Kontinents dokumentieren.


Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte CIDH (Comisión Interamericana de Derechos Humanos) kündigte nach Beendigung ihrer letzten öffentlichen Anhörung Ende März an, eine Sonderberichterstattung über die Situation von MenschenrechtsverteidigerInnen (MRV) schaffen zu wollen.


Am 1. April stellte die lateinamerikanische Sektion des weltweiten Verbandes der Basisradios AMARC-ALC (Asociación de Radios Comunitarias para América Latina y el Caribe) ihren jüngsten Jahresbericht unter dem Titel “Diversität und Pluralität im Rundfunk 2010“ vor. Demnach sind die Konzentration der Besitzverhältnisse von Kommunikationsmedien, die Kriminalisierung von kommunalen Trägern, der Machtmissbrauch der Regierungen bei der Zuteilung von Radiofrequenzen und die schleppenden legislativen Verfahren weiterhin problematisch für den lateinamerikanischen Rundfunk.


Die halbstaatliche mexikanische Menschenrechtskommission CNDH (Comisión Nacional de Derechos Humanos) gab am 18. April bekannt, dass MigrantInnen ohne Papiere, die Mexiko auf ihrem Weg in die USA durchqueren, in 16 von 32 mexikanischen Bundesstaaten verstärkt damit rechnen müssen, Opfer von Übergriffen zu werden.


Der Staat Uruguay muss Gesetze aufheben, die Militärs und Polizisten schützen, die der Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur von 1973 bis 1985 angeklagt sind. Das entschied der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte CorteIDH (Corte Interamericana de Derechos Humanos), eine Institution der Organisation Amerikanischer Staaten OAS, am 24. März.


Die guatemaltekische Verband der Hausarbeiterinnen, Maquila- und Heimarbeiterinnen Atrahdom (Asociación de Trabajadoras del Hogar, a Domicilio y de Maquila) hat die Gründung der ersten Gewerkschaft für auf eigene Rechnung arbeitende Hausarbeiterinnen ins Leben gerufen. Ziel der neu gegründeten Vereinigung sei es, für die Rechte der Arbeitenden in diesem Sektor einzutreten, erklärte Maritza Velásquez von Atrahdom.


Der Bundesgerichtshof Nr.1 von Buenos Aires hat vier Verantwortliche der zwischen 1976 und 1983 bestehenden Militärdiktatur wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.