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Als Mauricio Funes am 1. Juni 2009 das Amt als Präsident El Salvadors antrat, löste dies landesweit ein aufgeregtes Stimmengewirr aus. Denn mit seinem Amtsamtritt endeten nicht nur zwei Jahrzehnte neoliberaler Regierungen. Funes ist der erste linke Präsident überhaupt in der Geschichte des mittelamerikanischen Landes ‒ ein Triumph, den breite Schichten der Bevölkerung lange herbeigesehnt hatten.


In Bajo Aguán sind binnen weniger Tage erneut mehrere AktivistInnen umgebracht worden. Am 20. August wurden Pedro Salgado, Vizepräsident der Vereinigten Bauernbewegung von Aguán MUCA (Movimiento Unificado Campesino del Aguán) und seine Ehefrau in ihrem Haus in der Siedlung La Concepción (Department Colón) erschossen.


Als der finnische Student Linus Torvalds 1991 seine Kenntnisse über Betriebssysteme vertiefen wollte, programmierte er etwas zusammen, das heute die Grundlage für den Betrieb zahlreicher Rechenzentren, Smartphones und DSL/WLAN-Router bildet: Linux wird heute in vielen Geräten eingesetzt, ohne dass deren Benutzer dies ahnen.


Der Wider­stand gegen die Mili­ta­ri­sie­rungs­po­litik der mexi­ka­ni­schen Regie­rung unter Prä­si­dent Felipe Cal­derón im Kampf gegen die Dro­gen­kar­telle nimmt stetig zu. Kaum ein Wochen­ende ver­geht ohne Demons­tra­tionen und Aktionen gegen den »Krieg gegen die Drogen« und die all­ge­gen­wär­tige Gewalt. »Die Mili­ta­ri­sie­rung bringt uns nicht weiter. Sie sorgt für immer neue Gewalt­taten gegen Frauen, Kinder und Jugendliche.


Die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Guatemala finden ohne die Ex-Gattin des amtierenden Präsidenten Álvaro Colom statt. Das guatemaltekische Verfassungsgericht bestätigte in der Nacht auf Dienstag einstimmig das vorgängige Urteil der Wahlbehörde und des Obersten Gerichtshofs. Diese warfen Torres Verstoß gegen die Verfassung und Rechtsmissbrauch vor, als diese sich von ihrem Mann scheiden ließ, um am bevorstehenden Urnengang teilzunehmen.


Eine von der Nationalen Front des Volkswiderstands FNRP (Frente Nacional de Resistencia Popular) organisierte Großdemonstration ist am 28. Juli vor den Sitz der Vereinten Nationen gezogen, um Gerechtigkeit für die Opfer des Staatsstreichs 2009 zu fordern.


Nach dem Mord an einem weiteren Umweltaktivisten fürchtet die Journalistin Maricela Ramos um ihr Leben – genauso wie die anderen MitarbeiterInnen von Radio Victoria, denn sie haben Todesdrohungen erhalten.


*Am Sonntag musste die mexikanische Bundesregierung eingestehen, dass CIA-Mitarbeiter und Militärangehörige der USA im Land operieren. Die Offenbarung kam als Reaktion auf einen Bericht der US-amerikanischen Tageszeitung New York Times vom vergangenen Samstag.


Die Erfolge der Homosexuellenbewegung hinsichtlich der Anerkennung der Homo-Ehe können vielen Transgender-Aktivist_innen nur ein müdes Lächeln abringen. Während mittlerweile an höchster Stelle eine entsprechende Gesetzesinitiative diskutiert wird, erfahren Trans-Personen in ihrem Alltag immer wieder, wie es sich ohne Rechtssicherheit hinsichtlich grundlegender Lebensbedingungen wie Arbeit, Wohnen und Gesundheit lebt.


Die Referentin für Frauenrechte des Interamerikanischen Gerichtshofs CIDH (Corte Interamericana de Derechos Humanos) sprach sich am 14. Juli in Buenos Aires vor den Abgeordneten der Kommission der Strafgesetzgesetzgebung für die Legalisierung von Abtreibungen aus.


Tausende von Angestellten des öffentlichen Gesundheitswesens in Costa Rica befinden sich seit dem 19. Juli in einem unbefristeten Streik. Hintergrund ist ein Streit zwischen Gewerkschaften und VertreterInnen der costaricanischen Krankenkasse um einen Lohnzusatz und Leistungskürzungen im öffentlichen Gesundheitssystem.


Die internationalen Organisationen, die vom 26. Februar bis zum 4. März 2011 die Menschenrechtslage im unteren Aguán-Tal untersuchten, haben dem Europäischen Parlament und der honduranischen Gesellschaft ihren Abschlussbericht vorgelegt, in dem sie die Fortsetzung von gezielten Tötungen, Verfolgung und Straffreiheit anprangern und Empfehlungen an die honduranischen Behörden und die internationale Gemeinschaft aussprechen.


Zwei Jahre nach dem Putsch gegen Präsident Zelaya sind die Botschafter von EU und Deutschland längst nach Honduras zurückgekehrt. Geblieben sind der Terror gegen Minderheiten und Oppositionelle, sowie die ungleiche Verteilung von Land. Entstanden ist eine kraftvolle Widerstandsbewegung.


Nicht nur in Afrika erweitert die Bundesregierung ihr Engagement in Bezug auf Waffenexporte und Sicherheitszusammenarbeit. Der Export von Rüstungsgütern nach Mexiko explodierte seit der Amtsübernahme des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón.


Der Leiter des Community Radios von Joconguera (Provinz Lempira) wurde am 14. Juli ermordet. Der 26-jährige Nery Geremías Orellana sei nachts mit seinem Mofa auf dem Weg nach Hause gewesen, als Unbekannte ihn im Dorf San Lorenzo zum Anhalten zwangen und ihm in den Kopf schossen, erklärte das Komitee für Meinungsfreiheit C-Libre (Comité de Libre Expresión).