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"Es wird eine Klima-Apartheid geschaffen!" - Mit diesen Worten beschrieb der bolivianische Umweltaktivist Pablo Solón die Ergebnisse der letzten Konferenz zum Klimawandel, der COP 17. Er versicherte, die TeilnehmerInnen hätten „die COP 17 verlassen ohne zu wissen, um wieviel sich die [umweltschädlichen] Emissionen verringern würden“. Solón, der ehemalige UN-Botschafter Boliviens, erklärte, „die Situation ist katastrophal – von der Temperatur des Planeten aus gesehen“.


Vor kurzem wurde ein Migrationsgesetz verabschiedet, dass unter anderem ein humanitäres Visum für MigrantInnen vorsieht, die in Mexiko Opfer einer Straftat geworden sind. Doch auch wenn das Gesetz in Kraft tritt, wird dies nicht ausreichen, um sicher zu stellen, dass die betroffenen MigrantInnen aus Mittelamerika im Falle eines ihnen angetanen Verbrechens Anzeige erstatten: Um bis zur Gerichtsverhandlung in Mexiko zu bleiben, fehlt es ihnen an bezahlter Arbeit, einem Wohnort und den nötigen Sicherheitsbedingungen.


In El Sal­vador haben Dut­zende Land­frauen die Ein­stel­lung aller Bergbau– und Was­ser­kraft­pro­jekte ange­mahnt, die sich negativ auf ihre Dörfer und Regionen aus­wirken. Dar­über hinaus for­derten sie die Regie­rung auf, sie bei der Ent­wick­lung von Lösungen der Kli­ma­pro­bleme ein­zu­be­ziehen. Die Folgen des Kli­ma­wan­dels sind gra­vie­rend und gerade im Fall El Sal­vador nur allzu deut­lich sichtbar.


Am 9. Dezember 2011 wurde am Potsdamer Institute for Advanced Sustanability Studies (IASS) der fünfte Vortrag der öffentlichen Vortragsreihe "A diffrent Kind of Development? Perspectives from Latin America" gehalten. Eingeladen war diesmal der honduranische Kardinal der Römisch-katholischen Kirche und Präsident von Caritas Internationalis, Óscar Andrés Rodriguez Maradiaga. Maradiaga hatte den Putsch gegen Präsident Zelaya im Juni 2009 befürwortet und leugnet die in diesem Zusammenhang begangenen Menschenrechtsverletzungen.


30 Jahre nach einem Massaker, in dem Soldaten bei El Mozote im Nordosten des Landes mehr als 1000 Menschen töteten, hat sich die Regierung von El Salvador für das Verbrechen entschuldigt.


Die rasche Ausbreitung des Anbaus von afrikanischen Ölpalmen, Zuckerrohr, Jatropha und anderen Ölfrüchten in Mittelamerika wird begleitet von einer unmittelbar bevorstehenden sozialen Explosion. Deren Ursache liegt in den vielen gewaltsamen Räumungen in Mittelamerika.


Das honduranische Parlament hat einstimmig einem Gesetzesvorschlag zugestimmt, nach dem die Armee künftig im Falle eines Ausnahmezustandes für die öffentliche Sicherheit auch innerhalb des Landes agieren darf.


Der "Krieg" der mexikanischen Regierung gegen den Drogenhandel ist doppelt gescheitert. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), der am 9. November unter dem Titel "Weder Rechte noch Sicherheit" veröffentlicht wurde. Das Ergebnis der Studie ist ein vernichtendes Urteil über die Strategie der Regierung von Staatspräsident Felipe Calderón. Die Sicherheitslage habe sich verschlechtert und es sei "zu einem dramatischen Anstieg schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen" gekommen, heißt es in dem über 200 Seiten umfassenden Bericht. Staatliche Stellen seien verantwortlich für extralegale Hinrichtungen, systematische Folter und das Verschwinden von Menschen.


„Dafür, dass Ortega die Wahlen gewonnen hat, gibt es gute Gründe.“ - Julio Zúniga ist Kleinunternehmer. In seinem Viertel im Zentrum Managuas hat er einen Auto-Waschdienst eröffnet, später kam ein Reifendienst und eine Werkstatt hinzu. Zúniga lässt keinen Zweifel an seiner Unterstützung für die Regierung Daniel Ortegas, des einstigen Comandantes der Revolution, der seit 2007 das Land wieder regiert. Dabei hätte er die besten Gründe, dem dienstältesten Politiker Nicaraguas zu misstrauen.


Bisher liegen verschiedene Meldungen von WahlbeobachterInnen über Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung vor. Aber auch in der nicaraguanischen Presse geht niemand davon aus, dass diese Unstimmigkeiten eine wahlentscheidende Rolle spielten.


Der im Juni 2009 aus dem Amt geputschte Präsident Manuel Zelaya schrieb Ende Oktober den politischen Arm der honduranischen Widerstandsbewegung ins Parteiregister ein. Die Partei Freiheit und Neugründung LIBRE (Partido Libertad y Refundación) hatte 80.000 Unterschriften gesammelt, die der Wahlbehörde TSE (Tribunal Supremo Electoral) vorgelegt wurden.


“Für ein freies Abtreibungsrecht! Für das Ende der Gewalt gegen Frauen!” So lautete der Ruf etlicher Frauen und Mädchen, die am Tag der Straffreiheit der Abtreibung in Lateinamerika und der Karibik am 28. September auf die Straße gingen. Auch in anderen Städten Lateinamerikas fanden Demonstrationen statt.


Just am „Tag für die Entkriminalisierung der Abtreibung“ in Lateinamerika und der Karibik lehnte der Oberste Gerichtshof Mexikos SCJN (Suprema Corte de Justicia de la Nación) eine Klage ab, mit der eine Verfassungsreform in Baja California (BC) für ungültig erklärt werden sollte. Durch die Reform verpflichtet sich der Bundesstaat zum „Schutz des Lebens ab dem Zeitpunkt der Empfängnis“, wodurch Abtreibung zur Straftat wird und somit nach Ansicht der KlägerInnen die Rechte der Frauen verletzt werden.


Seit dem Putsch von 2009 ist Honduras zu einem der gefährlichsten Länder für JournalistInnen geworden, 16 JournalistInnen wurden ermordet. Kein einziger dieser Fälle wurde aufgeklärt. Über diese Situation spricht Frank La Rue, UN-Sonderbotschafter für Meinungsfreiheit, im Interview mit Giorgio Trucchi.


Im Laufe der letzten zwei Jahre wurden fast 40 LGBT-Personen ermordet. Während an vielen Orten der Welt Gay-Pride-Paraden stattfinden, ist der 28. Juni in der Geschichte von Honduras ein unheilvoller Tag: 40 Jahre nachdem eine Gruppe Homosexueller sich gegen eine gewalttätige Polizeirazzia in einer New Yorker Schwulenbar zur Wehr gesetzt hatte und damit wesentlich zur Verteidigung der Bürgerrechte Homosexueller beitrug, ereignete sich an jenem Tag in Honduras der erste Staatsstreich des 21. Jahrhunderts auf dem amerikanischen Kontinent.