Eilaktion: Wir verurteilen das Verbrechen an dem Menschenrechtsverteidiger Fidel Heras Cruz

Fidel Heras Cruz auf der Brücke des Rio Verde. „Nein zum Kraftwerk Paso de la Reina“ steht auf dem Geländer.
Fidel Heras Cruz auf der Brücke des Rio Verde. „Nein zum Kraftwerk Paso de la Reina“ steht auf dem Geländer. Bildquelle: Plataforma Denuncia Oaxaca

Ökubüro und HondurasDelegation unterstützen die Eilaktion

Text: Plataforma Denuncia Oaxaca, Übersetzung: Ökubüro

Wir, die unterzeichnenden Organisationen, Gemeinden und Kollektive, haben mit Empörung die Nachricht von der Ermordung des Gemeindeverteidigers Fidel Heras Cruz erhalten, der Beauftragter für Ejidaleigentum (den gemeinschaftlichen Landbesitz) des Ejidos von Paso de la Reina, Oaxaca, Mexiko, war. Die Tat ereignete sich am Samstag, den 23. Januar dieses Jahres.

Fidel zeichnete sich durch sein Engagement für seine Gemeinde aus, seine Solidarität angesichts der verschiedenen Problemen und Ungerechtigkeiten, die es an der Küste von Oaxaca gibt, und sein ständiges Engagement für die Verteidigung des Flusses Río Verde, weshalb er mehr als ein Jahrzehnt lang im Gemeinsamen Rat der Gemeinschaften zur Verteidigung des Río Verde (COPUDEVER) mitwirkte, eine regionale Organisation von Städten, Gemeinden, Ejidos, Gemeinschaften und Organisationen der Südlichen Sierra und der Küste von Oaxaca, an der Chatino-, Mixteco- und afro-mexikanische Gemeinschaften teilnehmen, die von den Versuchen der Regierungen, Kaziken und Unternehmen betroffen sind, welche die Wasserkraftprojekte Paso de la Reina und Río Verde durchsetzen wollen.

In ganz Mexiko hat die Gewinnung von Gestein aus den Flüssen zugenommen, mit Unterstützung der kommunalen Behörden und der regionalen Wirtschaftsmächte. Diese Situation wird im Fall der Küste von Oaxaca und Guerrero dadurch verschlimmert, dass zusätzlich zur Gewinnung von Sand und Kies der Bau von Wasserkraftwerken erzwungen werden soll. Diese extraktive Dynamik etabliert ein Muster von Gewalt gegen Menschenrechtsverteidiger*innen aus den betroffenen Gemeinden.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern, dass die Staats- und Bundesbehörden eine rasche Untersuchung durchführen, um die Verantwortlichen für diesen brutalen Mord zu finden. Wir fordern außerdem, dass wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um die physische und emotionale Unversehrtheit der Familie Heras, der Behörden und Bürger*innen von Paso de la Reina sowie der Mitglieder von COPUDEVER zu gewährleisten.

Dieses Verbrechen wird in einem Kontext zunehmender Aggressionen gegen Menschenrechtsverteidiger*innen in Mexiko verübt und zeigt deren Gefährdung. Die Landes- und Bundesregierungen sind weit davon entfernt, ihre Arbeit anzuerkennen und eine Politik zu ihrem Schutz zu etablieren, sondern haben sie kriminalisiert.

Wir sind solidarisch mit der Gemeinde Paso de la Reina, compañeras, compañeros, euer Kampf ist auch der unsere!

Wir fordern, dass die Bundes- und Landesregierung unverzüglich Untersuchung durchführt, um die geistigen und materiellen Urheber des Mordes an Fidel Heras Cruz zu finden!

Wir fordern Schutzmaßnahmen für Fidels Familie und die Bürger*innen von Paso de la Reina!

Flüsse für das Leben, nicht für den Tod!

Hintergrundinformation (auf Spanisch): https://denunciaoaxaca.org/asesinan-a-fidel-heras-cruz-defensor-comunitario-de-paso-de-la-reina/

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