Trotz Vorbehalten: Honduras wieder in OAS aufgenommen

Tegucigalpa. Honduras ist nach 23 Monaten wieder in die Organisation
Amerikanischer Staaten (OAS) aufgenommen worden. Die Mehrheit der
Mitgliedsstaaten stimmte am Mittwoch für die Wiedereingliederung des
mittelamerikanischen Landes, das nach einem Putsch gegen die letzte
demokratisch gewählte Regierung unter Präsident Manuel Zelaya Ende Juni 2009
ausgeschlossen worden war. Zelaya war vor wenigen Tagen aus dem Exil wieder
nach Honduras zurückgekehrt.

Das Demokratiebündnis FNRP in Honduras hatte sich bis zuletzt gegen eine
rasche Wiederaufnahme des Landes in die OAS ausgesprochen. Zwar sei die
Rückkehr Zelayas ein positives Zeichen, sagte der Sprecher der Allianz, Juan
Barahona, gegenüber dem lateinamerikanischen Nachrichtensender Telesur. Man
müsse zunächst aber abwarten, ob auch die übrigen Punkte des Vertrages von
Cartagena erfüllt werden.

Das Dokument war in der gleichnamigen kolumbianischen Küstenstadt zwischen
Zelaya und dem amtierenden De-facto-Präsidenten des mittelamerikanischen
Landes, Porfirio Lobo, unterzeichnet worden.

Im Interview mit Telesur verwies Barahona auf das vereinbarte Ende der
Repression gegen Oppositionelle und die Möglichkeit einer verfassunggebenden
Versammlung. In Cartagena war zudem festgelegt worden, die massiven
Menschenrechtsverletzungen seit dem Staatsstreich Ende Juni 2009 zu
untersuchen. Auch die OAS kündigte an, die Lage in Honduras eng zu verfolgen


(hneu/tsur) – amerika21.de – 1.juni 2011

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