Gerichtsprozess gegen David Castillo, mutmaßlicher Auftraggeber des Mordes an Berta Cáceres

Tag 2 [6. April 2021]

Die Anwälte der Familie von Berta Cáceres präsentieren zusätzliches Beweismaterial, darunter Dokumente über eine Banküberweisung über 1.254.000 US Dollar an die Firma Pemsa, die von David Castillo geführt wird. Diese zeigt, dass eine Überweisung von DESAs Finanzvorstand Daniel Atala, auf den 29. Februar 2016 datiert ist, zwei Tage vor dem Mord. Vermutet wird, dass die Überweisung ein direkter Beweis dafür ist, dass der Vorstand der DESA Geld an Castillo zahlte. Mit dem solle Castillo wiederum den verurteilten Mörder Douglas Bustillo, ehemaliger Sicherheitschef von DESA, bezahlt haben. Die Beweismittel sind begleitet von „gelöschten“ WhatsApp-Nachrichten zwischen Castillo und Bustillo. COPINH hielt dazu eine Pressekonferenz außerhalb des Gerichtsgebäudes ab.

Die Verteidiger Castillos forderten die Richter*innen auf, wegen Befangenheit zurückzutreten (zum 4. Mal im Laufe des Verfahrens). Das Gericht entscheidet, den Prozess auszusetzen, bis das Berufungsgericht über den Antrag der Verteidiger entschieden hat. Nach Einschätzung des Anwalts von Cáceres‘ Familie, Victor Fernandez, sollte das Berufungsgericht in den nächsten Tagen zu einer Entscheidung kommen.

(https://www.aquiabajo.com/blog/2021/4/7/day-two-trial-against-david-castillo-co-author-of-berta-cceress-murder)

Überweisung von Daniel Atala
Gelöschte WhatsApp-Kommunikation zwischen David Castillo und Douglas Bustillo

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