Gerichtsprozess gegen David Castillo, mutmaßlicher Auftraggeber des Mordes an Berta Cáceres

Tag 1 [6. April 2021]

(Die Prozessbeobachtungen basieren weitgehend auf einer Audio- und Videoübertragung des Prozesses per Facebook mit einer sehr schlechten Tonqualität.

Unsere Kurzzusammenfassung an dieser Stelle stützt sich auf die Beobachtungen von Karen Spring (https://www.aquiabajo.com/blog/2021/4/6/day-one), den Blog https://www.observacionbertacaceres.org sowie Publikationen von COPINH.)

 

Die Hauptverhandlung gegen den CEO des Energieunternehmens Desarollos Energéticos (DESA) begann mit fünfstündiger Verspätung, da der Angeklagte nicht rechtzeitig zum Gericht gebracht wurde.

Internationale Beobachter*innen wurden nicht in den Gerichtssaal gelassen, dies betraf auch Mitarbeiter*innen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte und der Internationalen Expert*innen-Mission. Ebenso wenig wurde Berta Cáceres‘ Tochter Laura Zúniga der Zugang zum Gerichtssaal gewährt, obwohl dies von den Anwälten der Familie beantragt wurde.

Castillos Verteidiger beantragen, die Hauptverhandlung erneut zu verschieben. Dem wird nicht stattgegeben, der Prozess soll am 7. April um 9 Uhr fortgesetzt werden. Die Verteidigung beantragt die Aussetzung der Verhandlung, denn drei rechtliche Anträge (amparos) und Fragen im Zusammenhang mit Zeugenaussagen von Experten, die die Verteidigung als Beweismittel in der Verhandlung vorlegen möchte, wurden noch nicht entschieden.

 

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