Info-Blatt 83 Frieden und dann...

Editorial

Schon 1988, als der Contra-Krieg in Nicaragua mit dem Friedensabkommen von Sapoá beendet wurde, hat uns das Thema Frieden im Ökumenischen Büro beschäftigt. Dann haben wir die Friedensprozesse in El Salvador und Guatemala beobachtet. Sehr viel später, Anfang 2012, nachdem sich in El Salvador der Abschluss des Friedensvertrages zum 20. Mal jährte, vereinbarten die kolumbianische Regierung und die Guerillaorganisation FARC, Friedensverhandlungen zu führen. Damit haben auch wir uns wieder stärker mit dem Thema Frieden beschäftigt.

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Vergangenheitspolitik in Nicaragua

Vergangenheitspolitik sollte in einem Land, dessen Regierung sich selbst als „Regierung für Versöhnung und nationale Einheit“ bezeichnet, wichtig sein. Ist es aber in Nicaragua nicht. Zumindest sind dort bisher kaum Anstrengungen unternommen worden, die Greueltaten des Somozaregimes und die Opfer des Contra-Krieges der 1980er Jahre systematisch zu erfassen.

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Aufbauarbeit und Contra-Krieg am Río San Juan

Im September 1986 reiste ich nach mehr als einjähriger Vorbereitung nach Managua, um in einem auf mehrere Jahre angelegten Kooperationsprojekt des Erziehungsdepartements der Region Río San Juan und des Ökumenischen Büros in der Escuela Normal von San Miguelito am Ufer des Nicaragua-Sees die handwerklich-polytechnische Ausbildung der zukünftigen Primar-Lehrer_innen zu etablieren.

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Die Wunden sind noch nicht verheilt

Interview mit Margarita Zamora, Pro Búsqueda, und Lucio Atilio Vásquez („Chiyo“), Museo de la Palabra y la Imagen (MUPI), die beide sowohl beruflich als auch privat seit Jahren zur Vergangenheitsbewältigung in El Salvador arbeiten.

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Ein langer Weg zur Friedenskonstruktion

Viele Generationen lang gehört die Gewalt zum Alltag der Kolumbianer_innen und der Millionen Opfer, die der bewaffnete Konflikt forderte. Nach mehreren Versuchen des Staates und der bewaffneten Gruppen, dem Konflikt ein Ende zu bereiten, sieht sich das Land nun erneut mit den Herausforderungen konfrontiert, welche die Friedensverhandlungen mit der stärksten Guerrilla-Gruppe, den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC-EP), mit sich bringen.

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Erinnern und Vergessen in Peru

Elf Jahre sind vergangen, seitdem die Wahrheits- und Versöhnungskommission in Peru ihren Abschlussbericht veröffentlichte, um einen wichtigen Anstoß zur Auseinandersetzung und Aufarbeitung des bewaffneten Konflikts zu geben. Trotzdem herrscht in weiten Teilen der Gesellschaft ein geringes Bewusstsein über die Ereignisse zwischen 1980 und 2000, verbunden mit Vorurteilen gegenüber den betroffenen Akteur_innen und der Unkenntnis über die historischen Tatsachen.

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Den Kampf aufgeben, ist keine Option!

Donny Ramón Reyes, Aktivist für Menschenrechte schwuler, lesbischer, bi- und transsexueller Menschen in Honduras, war von Mai 2014 bis Januar 2015 Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. In einem Gespräch im August 2014 in München erzählte er die Geschichte seines von Aktivismus geprägten Lebens.

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Gewaltsames Verschwinden der 43 Studenten in Mexiko

Wir sind ein weiterer Fall von Verschwundenen. Durch die verdammte Politik, die sich gegen alle möglichen Richtungen richtet, werden Menschen umgebracht – und sie nennen es Kollateralschäden. Wir wollen kein Teil davon sein, wir wollen ein gerechtes und freies Mexiko. Omar García, Lehramtsstudent aus Ayotzinapa

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Das Centro Calpulli in Oaxaca, Mexiko

Im Sommer 2014 besuchen wir das Centro Calpulli in Oaxaca im Süden Mexikos. Sein Mitbegründer und heutiger Leiter, Felipe Sánchez Rodriguez, ist ein Freund von mir seit Anfang der 90er Jahre in München.

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Reformen am Gesetz „Gewalt gegen Frauen“

Seitdem das „Allgemeine Gesetz gegen Gewalt an Frauen“ in Nicaragua in Kraft ist, bemüht sich eine breite konservative Koalition erfolgreich, den progressiven Geist des Gesetzes zu verändern. An der Spitze stehen Präsident Ortega und seine Ehefrau, die vorgeben, die angeblich von dem Gesetz bedrohte nicaraguanische Familie zu schützen.

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