Info-Blatt 82 1983 ... 2013

Editorial

Wann genau eine Gruppe von Münchner Student_innen im Jahr 1983 begonnen hat, Brigaden nach Nicaragua zu organisieren, ist heute nicht mehr genau festzustellen. Irgendwann im Herbst 1983 gründeten sie dazu das „Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit“. Wir sind also im vergangenen Jahr 30 Jahre alt geworden.

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Das Brigaden-Schwerpunktthema Geschlechterverhältnisse

Solidarität? Brigaden? Nicaragua? Und vor allem Geschlechterverhältnisse? Mehr oder weniger große Fragezeichen brachten die zukünftigen Brigadist@s mit. An dem Vorbereitungswochenende Ende Mai letzten Jahres sind wir in der Nähe von München zusammengekommen. Noch kannten wir uns nicht, aber eines verband uns bereits: die Neugier, als Solidaritätsbrigade mit dem Schwerpunktthema Geschlechterverhältnisse nach Nicaragua zu fahren.

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Weg zu den Sternen

„Wir haben zwei große Monster in Nicaragua, die uns festhalten – das Patriarchat und die Religion.“ Im neu errichteten Seminarraum der Vereinigung für integrale kommunale Entwicklung ADIC spricht Maria Teresa Castilblanco gegen die Bauarbeiten im Innenhof an. Maria sieht in diesen Monstern die Hauptfeinde gegen ihre jahrelange Arbeit für die Rechte und die Gleichberechtigung der Frauen.

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Der große interozeanische Kanal Nicaraguas

Im Juni 2013 vergab die nicaraguanische Regierung an das chinesische Unternehmen Hong Kong Nicaragua Canal Development Investment Co (HKND) die Konzession zum Bau des großen interozeanischen Kanals zwischen Atlantik und Pazifik. Für die Regierung scheint damit ein Traum in Erfüllung zu gehen, für viele andere ist es der Beginn eines Albtraums.

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Freihandel nützt vor allem dem, der ihn durchsetzen kann

Das Schwerpunktthema des El Salvador-Bundestreffens, das vom 8. bis zum 10. November 2013 in Frankfurt stattfand, hatte den Titel „Politischer und wirtschaftlicher Einfluss Europas in Zentralamerika“. Dort und während der Rundreise der Gäste aus El Salvador ging es vor allem darum, die Auswirkungen des Assoziierungsabkommens der EU mit den zentralamerikanischen Staaten (AdA) einzuschätzen. Dies bot sich an, weil das Abkommen im Laufe des Jahres 2013 in allen Ländern außer in Guatemala in Kraft getreten war.1  Der Austausch mit den Gästen machte wieder einmal deutlich, dass es gerechte Freihandelsverträge zwischen Ungleichen nicht gibt.

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20 Jahre nach dem Aufstand der EZLN

1. Januar 1994, Chiapas, Mexiko. Eine Gruppe von Indigenen, vor allem Angehörige der Tzotzil, Tzeltal, Tojolabal, Chol, Zoque und der Mam, besetzt sieben Hauptorte, unter anderem San Cristóbal de las Casas, wo die Erste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald vorgelesen wird. Die Welt kennt jetzt die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung EZLN und ihren Sprecher Subcomandante Marcos. Ihre Forderungen waren Arbeit, Land, Wohnung, Nahrung, Gesundheit, Unabhängigkeit, Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und Frieden.

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Ein bisschen LIBRE

Nach der Wahl im November steht die honduranische Resistencia weiterhin einer Regierung der Oligarchie gegenüber, hat aber erstmals eine parlamentarische Vertretung

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Zwischen Krieg und der Hoffnung auf Frieden

Das Ökumenische Büro hat sich 2013 in zwei Veranstaltungen zum ersten Mal intensiver mit Kolumbien beschäftigt. Kolumbien liegt zwar nicht in Zentralamerika, hat aber vieles mit El Salvador oder Honduras gemeinsam. Staatliche und parastaatliche Gewalt bestimmen seit Jahrzehnten das Leben vieler Menschen. Der soziale Widerstand der Opfer und deren Ruf nach Aufarbeitung der Menschenrechtsverbrechen üben aber immer größeren Druck auf die Mächtigen aus.

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