Info-Blatt 70 erinnern

Editorial

In diesen Tagen jährt sich in Nicaragua der Sieg der Revolution über Somoza zum 28. Mal. Im Januar dieses Jahres wurde in El Salvador der Abschluss der Friedensverträge vor 15 Jahren gefeiert. Ereignisse wie Diktatur, Repression und Bürgerkrieg, die für die Menschen in diesen beiden Ländern eine ungeheure Bedeutung hatten und für uns Anlass waren, uns mit den Menschen dort zu solidarisieren, sind dabei, langsam aus dem Gedächtnis der Menschen zu verschwinden.

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Erinnerungsnetze

Was ist Erinnerung? Woran erinnern wir uns und wann vergessen wir? Wie funktioniert und wer betreibt Erinnerungspolitik? Was hat Erinnerung mit Wahrheit zu tun? Warum wird ein Ereignis manchmal ganz unterschiedlich erinnert? Gibt es falsche Erinnerungen? Was ist der Unterschied zwischen Erinnerung und Gedächtnis? Welche Erinnerungen werden zu Geschichte? Was ist ein kollektives Gedächtnis? Welche Funktion haben Denkmäler und Feiertage? Wie beeinflusst Schuld Erinnerung? Was hat Erinnerung mit Identität zu tun? Ist Erinnerung notwendig für Versöhnung? Hat die Form, wie wir uns an etwas erinnern, etwas mit dem Inhalt der Erinnerungen zu tun?

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Antwort von Damian Alegría

Damian Alegría kommt innerhalb der FMLN vom Flügel der Kommunistischen Partei El Salvadors (PCS), dessen Generalsekretär Schafik Hándal war. Er führt in San Salvador das Hotel Oasis, in dem seit vielen Jahren die El Salvador-Brigaden des Ökumenischen Büros Unterkunft finden.

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Antwort von César Villalona

César Villalona ist von Beruf Wirtschaftswissenschaftler und stammt aus der Dominikanischen Republik. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet er in El Salvador. Dort ist er Mitarbeiter der Nichtregierungsorganisation „Equipo Maiz“ und schreibt regelmäßig in der Zeitung Colatino.

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Antwort von Angel Ibarra

Er ist Präsident des salvadorianischen Umweltverbandes UNES (Unidad Ecológica Salvadoreña), Mitglied in verschiedenen Netzwerken (z. B. Red Sinti Techan) der sozialen Bewegungen in Zentralamerika und einer der aktivsten Intellektuellen in der Region.

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Antwort von Héctor Fernández

Héctor Fernández war Rektor der Lutherischen Universität in San Salvador (Universidad Luterana Salvadoreña - ULS) und ist derzeit Koordinator des Instituto Ecuménico Diaconal - Esteban. Außerdem ist er Mitarbeiter der lutherischen Kirche von Honduras.

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Antwort von William Grigsby

Der Journalist William Grigsby ist Leiter von Radio La Primerísima, des zweitwichtigsten Radios im Westen Nicaraguas. Außerdem erscheinen von ihm regelmäßig Beiträge in „envio“, der wichtigsten politischen Monatszeitschrift Nicaraguas.

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Ernesto Salmerón Auras de Guerra

Der nicaraguanische Künstler Ernesto Salmerón, der sich seit zehn Jahren mit der jüngsten Geschichte seines Landes auseinander setzt, nimmt mit „Auras de Guerra“ (Ausstrahlungen des Krieges) an der 52. Biennale in Venedig (10. Juni - 21. November 2007) teil.

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Konstruktiven Umgang mit der Geschichte lernen

Während der Feier zur Staatsgründung Israels störten 12 Neonazis die Veranstaltung am Münchner Odeonsplatz. Sie riefen „Juden raus aus Palästina“. Die Polizei nahm die Neonazis, die im Übrigen äußerlich nicht als solche zu erkennen waren, fest. Einer wurde dabei zu Boden gedrückt und dort festgehalten. Ein Passant, ein älterer Mann, empörte sich über das Vorgehen der Polizei.

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Der Pakt, die Ehefrau und ein Kardinal

Zitat: Ein anti-neoliberaler Diskurs koexistiert mit der Bindung an die neoliberale Politik des IWF. Gegenüber den USA wird gleichzeitig die Konfrontation gesucht und deren Wohlwollen. Mit beiden Chinas pflegt man die Freundschaft und hofft auf Investitionen. Mit ALBA und mit CAFTA, der Vorstufe zu ALCA, lebt man. Die Macht soll in den Händen der Bürger_innen liegen, wird aber von einer Familie organisiert, die sie zusammen in ihren Händen hält.

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Die sozialen Bewegungen sind auf dem Weg, erwachsen zu werden

Das Centro de Estudios Internacionales (CEI – Zentrum für internationale Studien) in Managua setzt seinen Arbeitsschwerpunkt einerseits auf Versöhnungsarbeit zwischen Angehörigen der ehemaligen Kriegsparteien und andererseits auf politische Bildungsarbeit für soziale Bewegungen und Organisationen im ländlichen Bereich.

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Schulterschluss gegen Politik von rechts

Ein Gespräch mit Javier Rivera über aktuelle politische Entwicklungen und Fragen der politischen Organisierung in El Salvador. Javier ist Aktivist im “Red Ciudadana frente a los transgenicos en El Salvador” (Netzwerk gegen Gentechnik in El Salvador) und ein langjähriger Freund des Ökumenischen Büros.

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Tenemos que recordar

Im November und Dezember 2006 entstanden in Ciudad Juárez drei Wandbilder als Teil eines Projektes, das Kunst verbindet mit einem sozialen und politischen Anliegen - nämlich den Müttern, Kindern, Familienangehörigen und FreundInnen von verschwundenen und ermordeten Frauen in Ciudad Juárez eine Stimme zu geben und eigene Formen zu finden, sich zu erinnern.

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Atenco, Oaxaca, "Krieg gegen die Kartelle"

Auch ein Jahr nach dem Polizeiüberfall auf San Salvador Atenco zeigt sich Mexiko von seiner repressiven Seite: Während Schätzungen zufolge etwa 1.000 politische Gefangene in den Gefängnissen sitzen und die Justiz ihren politischen Charakter offenbart, setzt der neue Präsident Felipe Calderón das Militär zur scheinbaren Bekämpfung der Drogenkartelle ein.

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Der Konflikt in Oaxaca

Am 22. Mai 2006 begann die oaxakenische Lehrer_innen-Gewerkschaft Coordinadora Nacionál de los Trabajadores de la Educación (CNTE, Nationale Koordination der Erziehungsarbeiter_innen) einen unbefristeten Streik, in dem es nur zum Teil um die Erhöhung ihrer Gehälter ging.

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Der Konflikt in San Salvador Atenco

Am 22. Oktober 2001 erfuhren die Bewohner_innen der Kleinstadt San Salvador Atenco nahe Mexiko-Stadt aus den Medien von der Enteignung ihres Landes. Ohne vorherige Verhandlungen hatte die Regierung Fox am Vortag diesen Akt beschlossen, um einen neuen Großflughafen für die mexikanische Metropole zu bauen.

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Freilassung von Felipe Sánchez Rodríguez

In der letzten Ausgabe des Infoblattes wurde über die willkürliche Verhaftung des ehemaligen ehrenamtlichen Mitarbeiters des Ökumenischen Büros, Felipe Sánchez Rodríguez, informiert. Wir sind nun erleichtert und beruhigt, dass er auf freien Fuß gesetzt wurde.

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