Info-Blatt 51 Migration I

Editorial

Als  Ende der 90er Jahre der damalige US-Präsident William
Clinton androhte, er wolle die SalvadorianerInnen, die ohne
Papiere in den USA leben, alle ausweisen, löste das eine heftige
Diskussion aus. Zum einen konnte sich niemand wirklich
vorstellen, wie das ohnehin schon dicht besiedelte Land El
Salvador eine weitere Million Menschen aufnehmen soll. Zum
anderen – und das ist viel gravierender – wäre mit der
Ausweisung der SalvadorianerInnen aus den USA die
Hauptdevisenquelle für El Salvador versiegt.

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Blues in Schwarz-weiß

während noch immer und schon wieder
die einen zerstückelt und verteilt und vertrieben werden
die einen
die immer die anderen sind und waren und bleiben sollen erklären sich die eigentlich anderen
noch immer und schon
wieder zu den einzig wahren
erklaren uns die eigentlich anderen :'
noch immer und schon wieder den krieg

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Acht Thesen zur Migration zwischen Mexiko und den USA

Zuwanderungskontrolle oder Illegalisierung?
(...) In diesem Beitrag wird nach der Machbarkeit und den Zielen von restriktiver Migrationspolitik und der Militarisierung der Grenzen gefragt. In acht Thesen, die sich auf Studien zu Migrationen zwischen Mexiko und den USA stützen, wird die Position vertreten, dass die Abschottungspolitik ihr vorgebliches Ziel, die Zuwanderung zu beschränken, nicht erreicht, sondern vielmehr zu Illegalisierung der Immigrantinnen führt. (...)

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Frauen - der blinde Fleck in der Migrationsforschung

Ohne Migrantinnen geht wirtschaftlich nichts
Frauen - der blinde Fleck in der Migrationsforschung
Putzfrau, Prostituierte und Pflegerin im Altersheim - dieses gängige Klischee der "Migrantin" in Medien und Alltag ist richtig und falsch zugleich. Es widerspiegelt die untergeordnete Position vieler Migrantinnen, die Ausbeutungsverhältnisse, denen sie unterworfen sind, und das enge Spektrum von Existenz- und Verdienstmöglichkeiten, die ihnen legal zur Verfügung gestellt werden. Wenn von Migrantinnen die Rede ist, denkt kaum jemand an die Computer-Spezialistin, die Universitätsprofessorin, die Sozialarbeiterin oder die Zahntechnikerin. Und ebenso wenig denkt man an selbständig Entscheidungsfähige, an Frauen, die ihr Leben eigenständig gestalten.

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