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Editorial

Infoblatt Nr. 49 Oktober 2000
Mit wem wollen wir zusammenarbeiten? Was sollen die Grundlagen
der Zusammenarbeit sein? Inwieweit stimmen inhaltliche
Schwerpunkte des potentiellen Partners mit unseren überein? 

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Maquila-Gruppen in Mittelamerika

Wir machten uns auf die Suche nach PartnerInnen für die
transatlantische Zusammenarbeit und   fanden ziemlich schnell
die Frauengruppen des Zentralamerikanischen Netzes von Frauen in
Solidarität mit den Arbeiterinnen in den Maquilas (Red). Nach
allem, was wir über die gescheiterte Gewerkschaftsarbeit in den
Maquilas in Mittelamerika erfahren haben, erschien uns der
Ansatz dieser Frauengruppen sehr unterstützenswert. Die
Verschmelzung von Bewusstseinsarbeit für die Frauen, die über
ihre Rolle als Arbeiterinnen hinausgeht mit dem konkreten Kampf
um bessere Arbeitsbedingungen war für uns ein wichtiger Aspekt,
den wir unterstützen wollten. Wir haben also gefunden, was wir
gesucht hatten. Die Frauengruppen konnten sich entscheiden, ob
sie gefunden werden wollten.

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Paternalismus

Im Frühjahr 1998 organisierte der Nicaragua-Arbeitskreis im Ökumenischen Büro - zusammen mit anderen Organisationen - ein bundesweites Treffen der Nicaragua-Solidaritätsgruppen. Ein Teil des Arbeitskreises entschloss sich, dort eine Arbeitsgruppe zum Thema "Paternalismus" anzubieten. Dahinter steckte das Bedürfnis, sich mit der eigenen Zusammenarbeit mit nicaraguanischen Organisationen auseinanderzusetzen. Gerade war eine langjährige Partnerschaft gescheitert und wir wollten darüber nachdenken, wo unsere Fehler und Versäumnisse gelegen hatten. In der Vorbereitung der Arbeitsgruppe kämpften wir einige Zeit mit der Frage, was "Paternalismus" eigentlich bedeutet. Letztlich wollten wir alle Haltungen und Taten darunter verstehen, die andere bevormunden, die bestimmen wollen, was gut für sie ist, die stellvertretend für andere sprechen und handeln. Diskussionen über Entstehung und Funktion von Paternalismus brachen wir nach einiger Zeit ab: über uns selbstverständlich Erscheinendes - Kolonialismus und Neokolonialismus als Kontext, Machtstreben und der unreflektierte Drang, Gutes zu tun - gingen die Anregungen, die wir aus der Literatur ziehen konnten, nicht hinaus.

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Jubilee South - Erlassjahrkampagne

Wir dokumentieren im Folgenden ein Interview mit Brian Ashley, einem südafrikanischen Vertreter von Jubilee South. Jürgen Kaiser, der Koordinator der deutschen Erlassjahrkampagne, nimmt in einem zweiten Interview Stellung zu den von Ashley geäußerten Kritikpunkten. Ein Kommentar der Infoblatt-Redaktion, der das Thema abschließt, bezieht sich auf beide Interviews.

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