Tejiendo Solidaridad - Für die Verteidigung der Gemeingüter, Selbstbestimmung und ein Gutes Leben für alle

Willkommen zu unserer Publikation „Tejiendo Solidaridad - Für die Verteidigung der Gemeingüter, Selbstbestimmung und ein Gutes Leben für alle“. Ursprünglich hatten wir für den Herbst 2021 geplant, mit mehreren Referent*innen aus Lateinamerikas eine Referent*innenrundreise durch Deutschland, mit einem anschließenden partizipativen Kongress in München zu organisieren. Leider hat uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Als Alternative dafür konnten wir jedoch eine Reihe von interessanten Onlineveranstaltungen mit Referent*innen aus Lateinamerika organisieren, die durch die hier vorliegende digitale Publikation vertieft und ergänzt wird.

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Gefördert durch Engagement Global mit Mitteln des BMZ sowie durch Katholischer Fonds und Brot für die Welt

Die Artikel einzeln:

Editorial

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Libertäre Dystopien gegen das Leben

Von Jessica Fernandez Norales und Randolfo Garcia

Die Garífuna sind ein Volk mit indigenen (Arawak) und afrikanischen Ursprüngen.(1) Sie leben seit 1797 in der mittelamerikanischen Karibik, nachdem sie im 16. und 17. Jahrhundert für ihre Territorien auf der Insel St. Vincent auf den Kleinen Antillen gekämpft hatten. Dort widerstanden unsere Vorfahren etwa zwei Jahrhunderte lang der versuchten Enteignung durch das englische und französische Imperium. Daher ist das Volk der Garífuna seit Beginn seiner Geschichte durch Widerstand, Überleben und Kampf gegen strukturellen und institutionellen Rassismus und seine verschiedenen Erscheinungsformen gekennzeichnet; Die Garífuna kämpften stets für das Recht auf Land, die Bewahrung und Anerkennung der kulturellen Identität sowie für die Durchsetzung von Rechten - zunächst gegen die europäische Kolonialisierung in der Karibik, dann gegen die Politik des Landraubs durch den honduranischen Staat sowie in- und ausländische Investor*innen.

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In El Salvador gilt das Recht auf Wasser – aber für wen?

Von Omar Flores (FESPAD)

Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit der gesetzgebenden Versammlung von El Salvador der erste Gesetzentwurf für die Anerkennung und Regulierung des Menschenrechts auf Wasser vorgelegt wurde. Über die Jahre gab es immer wieder Gesetzesvorlagen aus verschiedenen Sektoren, die unterschiedliche Ziele verfolgten: Einige Initiativen richteten ihren Schwerpunkt auf die Wirtschaft, andere auf die Menschenrechte.

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LICHT UND SCHATTEN RUND UM DEN BITCOIN

Von Julia Evelyn Martínez

In diesem Artikel geht es um den Bitcoin, die bekannteste und derzeit am häufigsten genutzte Kryptowährung. Er diskutiert die allgemeinen Aspekte dieser Währung sowie die Vor- und Nachteile ihrer wachsenden Popularität und analysiert ausgehend von den jüngsten Erfahrungen in El Salvador die Möglichkeiten, die sie als gesetzliches Zahlungsmittel bietet.

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Brasilien und der gesellschaftliche Disput um Agrargifte

Von Christian Russau

In Brasilien boomt seit Jahren der Umsatz der meist ins Ausland exportierten Cash Crops wie Soja, Mais, Baumwolle, Kaffee und Orangensaftkonzentrate. Und Brasilien wurde binnen weniger Jahrzehnte zum Weltmeister beim Verbrauch von Agrarchemikalien. Seit in Brasilien im Jahr 2010 erstmals mehr als eine Million Tonnen Pestizide in der Landwirtschaft versprüht wurden, trägt es den unrühmlichen Titel des größten Pestizidverbrauchers weltweit.

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DIE VERTEIDIGUNG DER BERGFEUCHTGEBIETE IN CHIAPAS, ZWISCHEN KRIMINELLEM KAPITALISMUS UND BUEN VIVIR (GUT LEBEN)

Von Leon Enrique Avila

Die treibende Kraft des kapitalistischen Systems sind Profit und Gewinn. In diesem Sinne muss es auf wirtschaftlicher Ebene seine Reproduktion gewährleisten, und wenn dies vermittels der Welt des Lebens (Moore, 2020) und der konsequenten Vernichtung der biologischen Vielfalt im gegenwärtigen Zeitalter des Anthropozäns (Rull, 2018) geschieht.

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Internationale Solidarität und planetarische Kämpfe

Von Alan Carmona Gutiérrez / Un Salto de Vida

Bereits seit Jahrhunderten gibt es auf der ganzen Welt Formen von interethnischen, „internationalen“ Allianzen. Sie wurden gebildet, um sich gegen gemeinsame Gegner zu verbünden, deren wachsende Macht nicht nur bereits unterdrückte Bevölkerungen gefährdete, sondern auch andere, die sich weiter weg befanden. Dennoch formierte sich der Begriff des Internationalismus und der internationalen Solidarität unter den Unterdrückten erst im 18. Jahrhundert mit der Gesellschaft der Brüderlichen Demokraten und anderen Organisationen, die in der Ersten Internationale und im Aufruf an die Arbeiterklasse zur Vereinigung gegen die bürgerliche Ausbeutung gipfelten.

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