Zentralamerikatag: Krise der Demokratie?

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Zeichneten sich bis vor einigen Jahren in Zentralamerika nach den Friedensprozessen und progressiven Regierungen noch vielerorts hoffnungsvolle Entwicklungen ab, geraten die Demokratien dort in den letzten Jahren trotz massiver sozialer Proteste immer mehr in die Krise. Absetzung der fortschrittlichen Zelaya-Regierung durch Putsch in Honduras, zunehmender populistischer Rechtsruck und Privatisierungsdruck in El Salvador, diktaturähnliche Zustände im vom Ortega-Regime geführten Nicaragua, Bedrohung von Minderheitenrechten und Generalstreik gegen Sparmaßnahmen auf Kosten der Armen in Costa Rica. Hinter formalen Demokratien verbergen sich immer mehr autoritäre oder von privaten Wirtschaftsinteressen gesteuerte Systeme.

Was sind die Gründe für diese Entwicklungen, welche globalen Zusammenhänge bestehen, wie gehen Zivilgesellschaft, soziale Bewegungen und Kirchen mit diesen Entwicklungen um? Welche Strategien sind nötig, um Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen? Was bedeutet dies für unsere Solidaritäts-und Partnerschaftsarbeit?

Gemeinsam wollen wir am Zentralamerikatag diese Fragestellungen näher beleuchten.

Musikalisch werden uns lateinamerikanische Musiker*innen in Bewegung bringen.

Wie immer ist der Zentralamerikatag aber auch eine wichtige Gelegenheit, andere Personen, Gruppen und Gemeinden, die sich für Zentralamerika interessieren bzw. Kontakte dorthin haben, kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Programm (Änderungen möglich)
9.30 Uhr Anreise & Ankommen bei Kaffee, Tee & Brezeln
10.00 Uhr Begrüßung & Morgengedanke
10.15 Uhr        Krise der Demokratie in Zentralamerika, Bestandsaufnahme und globale Zusammenhänge
Referent*in: Klaus Hess, Infobüro Nicaragua, Wuppertal

11:45 Uhr Krise der Demokratie am Beispiel Nicaragua
Referent*in: Sergio Rios Carrillo, Menschenrechtsreferent, Mission EineWelt

13:00 Uhr Mittagessen   nur vegetarisch:  Chili sin carne

13:30 Uhr Musik aus Zentralamerika

14.30 Uhr Arbeitsgruppen
Workshop 1:
Krise der Demokratie: Nicaragua und Costa Rica – Menschenrechte und die Rolle der Kirchen
Sergio Rios Carrillo, Menschenrechtsreferent Mission EineWelt und Friederike Deeg, Lateinamerikareferentin Mission EineWelt

Workshop 2:
Wirtschafts- und Handelspolitik , die Rolle der EU
Klaus Hess, Infobüro Nicaragua

Workshop 3:
Krise der Demokratie: El Salvador
Samuel Weber, Ökumenisches Büro, München
16.00 Uhr Abschlussplenum und Feedback
16.30 Uhr Reisesegen

Teilnahmebeitrag:
18,00 Euro inklusive Mittagessenermäßigt
9,00 Euro inklusive Mittagessen

Den  Teilnahmebeitrag  bezahlen  Sie  bitte  bar  bei  der  Tagung. Weiter infos auf der Seite von Mission-EineWelt

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Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) Königstraße 64, 90402 Nürnberg

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