Politische Gefangene in Honduras und Mexiko

Wir sind in einem kafkaesken Ausnahmezustand – Ungerechtigkeiten werden zur Norm.“ Enrique Guerrero, Mai 2018

In Honduras wurden zu Jahresbeginn Dutzende Demonstrant*innen bei landesweiten Protesten gegen den Wahlbetrug und die erneute Amtsübernahme der Regierung Juan Orlando Hérnandez willkürlich festgenommen. Fünf von ihnen sitzen immer noch hinter Gittern. Ihre Lebensumstände sind prekär. Der langjährige Menschenrechtsaktivist Edwin Espinal wird unter falschen Anschuldigungen im Hochsicherheitsgefängnis „La Tolva“ festgehalten. Wir sprechen per Skype mit seiner Lebensgefährtin Karen Spring über seine Situation und die Kampagne zur Freilassung aller politischen Gefangenen in dem zentralamerikanischen Land.

In der Nacht des 18. Mai 2013 wurde der indigene Lehrer Damián Gallardo Martínez ohne richterlichen Beschluss im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, Mexiko festgenommen. Er setzte sich für die Rechte indigener Völker sowie das Recht auf Bildung ein und war Gegner der nationalen Bildungsreform. Enrique Guerrero Aviña wurde in der Nacht zuvor, am 17. Mai 2013, in Mexiko-Stadt zunächst verfolgt, beschossen und anschließend Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens durch staatliche Sicherheitsbehörden. Als Student in Mexiko-Stadt war er Mitbegründer des Kollektivs „Liquidámbar“ und im Protest gegen die Bildungsreform aktiv. Seit fünf Jahren sitzen beide Aktivisten in einem Hochsicherheitsgefängnis in Mexiko.

Damián Gallardo hat im Gefängnis ein Buch mit Illustrationen und Gedichten gemacht. Eine Vertreterin der Organisation Consorcio aus Oaxaca wird das Buch vorstellen und über beide Fälle berichten.

Eintritt frei!

Ort: Kafe Marat, Thalkirchner Str. 102, 80337 München

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