Niemals versklavt! Der Kampf der Garifuna um Selbstbestimmung, Kultur und Territorien

Vortrag und Diskussion mit Miriam Miranda, Leiterin der Garifuna-Organisation OFRANEH aus Honduras

am Donnerstag, 21. März, 11.00 Uhr, an der Hochschule Augsburg (Campus am Brunnenlech, Gebäude B, Raum 3.05)

2016 attestierte die UN-Sonderberichterstatterin Victoria Tauli-Corpuz in ihrem Sonderbericht über die Rechte der indigenen Völker: „Die indigenen Völker von Honduras leben in einer kritischen Situation, weil ihre Rechte auf Grund und Boden, Territorien sowie natürliche Ressourcen nicht geschützt werden und weil sie Gewalttaten ausgesetzt sind, sobald sie ihre Rechte einfordern.“

Miriam Miranda leitet die Garifuna-Organisation OFRANEH, in der 46 Gemeinden an der honduranischen Karibikküste zusammengeschlossen sind. OFRANEH setzt sich für den Erhalt der Garifuna-Kultur ein und wehrt sich gegen Landraub durch Tourismus, Bergbau, Energieprojekte und Agrarindustrie. Miranda koordiniert zudem die Plattform Sozialer Bewegungen in Honduras, die sie gemeinsam mit der 2016 ermordeten Berta Cáceres gegründet hat und sie ist Teil der Leitung der landesweiten Koordination Schwarzer und indigener Frauen. Ihre über 30jährige Arbeit zur Verteidigung der kulturellen und territorialen Rechte der Garifuna findet weltweite Anerkennung. Sie ist Trägerin des Óscar-Romero-Menschenrechtspreises. 2015 wurde ihr der International Food Souvereignty Preis und 2016 der Carlos Escalera-Umweltpreis zuerkannt. In ihrem Vortrag geht Miranda auf die Situation der Garifuna ein und berichtet über ihr Engagement gegen Landraub durch Bergbau, Tourismus und Agrarindustrie sowie die damit zusammenhängenden Verteidigung kultureller Rechte.

Eine Veranstaltung der Hochschule Augsburg in Kooperation mit dem Öku-Büro.
Einführung: Prof. Dr. Tanja Kleibl, Professorin für Soziale Arbeit

Hochschule Augsburg, Campus am Brunnenlech, Gebäude B, Raum 3.05

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