Neues vom Widerstand in Honduras - Gespräch und Musik mit Karla Lara

Karla Lara (re) und Miriam Miranda
Karla Lara (re) und Miriam Miranda bei der Kundgebung zum Internationalen Frauenkampftag in Tegucigalpa, 8.März 2020. Foto: Giorgio Trucchi

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Honduras ist eines der gefährlichsten Länder weltweit für Umweltaktivist*innen, die Feminizid-Rate ist eine der höchsten in der gesamten Region. Hinter einer demokratischen Fassade herrschen ein nationaler Sicherheitsrat und Drogenkartelle, gestützt von der US-Regierung. Staat, Wirtschaft und organisiertes Verbrechen sind eng miteinander verwoben. Inmitten dieses Szenarios kämpfen die sozialen Bewegungen weiter. Die Musikerin Karla Lara ist Teil dieser Kämpfe: „Wir singen dort auf der anderen Seite des großen Teichs und erzählen davon, was passiert. Wir prangern die Verletzungen an, die uns permanent zugefügt werden und wir machen die Würde unserer Bevölkerung hörbar. Die Würde der Menschen, die Protestcamps errichten, die ihre Territorien als autonom behaupten. Wir singen all die Leben, die Träume und Aktionen, die jetzt schon beweisen, dass wir anders leben wollen. Dass wir es jetzt wagen, weil wir es verdienen. Wir konstruieren eine parallele Macht zur herrschenden Politik. Wir denken uns als originäre Gemeinschaften neu, wir erkennen, dass wir Wurzeln haben, eine Geschichte, die brutal abgeschnitten wurde und die wir jetzt anfangen, neu zu verstehen. Da liegt unsere Macht. Und wir sind dabei, sie aufzubauen.“

Am Donnerstag, 19. März 2020 ist Karla Lara wieder hier, auf dieser nicht minder mörderischen Seite des großen Teichs und berichtet, mit und ohne Gitarre, über die aktuellen Kämpfe der sozialen und antipatriarchalen Bewegungen in Honduras.

Um 20 Uhr im Stattpark Olga, Gottfried-Böhm-Ring 4, Eingang an der Passauer Straße.

Eintritt frei, Spende erbeten.

Stattpark OLGA

Stattpark Olga, Gottfried-Böhm-Ring 4, Eingang Passauerstraße, München

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