Migrant*innen in Mexiko. Herausforderung und Perspektive

„Einer der traurigsten, nationalen Mängel der Migration ist die Inkongruenz. Wir fordern die Achtung der Rechte der Mexikaner ohne Papiere an der nördlichen Grenze, ohne dass wir in der Lage sind, die Rechte der Zentralamerikaner an der südlichen Grenze zu garantieren.“ (José Luis Soberanes, Nationale Menschenrechtskommission von Mexiko)

Mit 11,9 Millionen Mexikanern, die im Ausland wohnen, liegt Mexiko auf dem ersten Platz der Auswandererländer. Mehr als 98 Prozent dieser Mexikaner leben in den USA. Die verbleibenden 2 Prozent verteilen sich auf Kanada, Spanien und den Rest der Welt. Jedes Jahr senden die Mexikaner, die in den USA leben, 25 Milliarden US Dollar in ihr Heimatland.

Mexiko ist nicht nur eine große Quelle von Auswanderern, sondern ist auch zum Transit- oder Zielland für Zentralamerikaner geworden. Die Mehrheit dieser Migrant*innen kommt aus Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua. Die Hauptgründe für Zentralamerikaner zu emigrieren sind die schlechte Wirtschaftslage und die Gewaltsituation in ihren Heimatländern. Doch der Transit durch Mexiko ist extrem gefährlich. Auf der Zugroute „La Bestia“ und im Grenzgebiet zwischen Mexiko und USA sterben die meisten Migrant*innen. Die Züge „La Bestia“ durchqueren fast das gesamte mexikanische Territorium.

„La72“, eine besondere Herberge des Franziskaner Ordens für Migrant*innen in Tenosique Tabasco, Mexiko, macht auf die gefährlichen und katastrophalen Lebensumstände der Flüchtlinge aufmerksam, und bietet ihnen eine Möglichkeit zur Rast auf ihrem gefährlichen Weg.

Die Doktorandin Yaatsil Guevara und der Dokumentarfilm-Regisseur Hauke Lorenz werden uns am 14. Juni 2017 um 19:00 Uhr ihre Erfahrungen aus der Herberge „La72“ teilen.

Eintritt frei!

EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, Raum Werkstatt

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