Mahnwache "Gerechtigkeit für Berta Cáceres JETZT!"

AUFRUF des Öku-Büros München: Mahnwache "Gerechtigkeit für Berta Cáceres JETZT!"

- Freitag, 2. September 2016, 11 Uhr, Wittelsbacher Platz in München

Ein halbes Jahr nach der Ermordung unserer Freundin und compañera Berta Cáceres Flores in Honduras sind die Forderungen ihrer Organisation COPINH (Rat zivilgesellschaftlicher und indigener Organisationen von Honduras) unerfüllt – die Einsetzung einer internationalen, unabhängigen Untersuchungskommission zur umfassenden Aufklärung des Verbrechens und der endgültige Rückzug des Wasserkraftprojektes „Agua Zarca“. COPINH und Angehörige von Berta werden nicht gehört, stattdessen sind sie in den vergangen sechs Monaten konfrontiert mit erneuter Verfolgung, Drohungen, Raub von Daten ihrer Anwälte, gewaltsamer Niederschlagung ihrer Proteste, Attentaten und weiteren Morden.

Wir ehren am kommenden Freitag, 2. September (11-12 Uhr) auf dem Wittelsbacher Platz in München vor der Siemens-Zentrale das Andenken von Berta Cáceres. Berta war für uns weit mehr als die - nach ihrem Tod - viel zitierte „renommierte Umweltaktivistin“: Sie war eine unermüdliche Kämpferin, die sich Tag für Tag in zäher Kleinarbeit glaubwürdig und leidenschaftlich für die gemeinsame Konstruktion einer anderen, antipatriarchalen, antikapitalistischen und antirassistischen Welt einsetzte.

Wir solidarisieren uns mit den Forderungen des COPINH und wir erinnern den Münchner Weltkonzern Siemens erneut an seine Verantwortung! Über sein Joint-Venture Voith Hydro hat Siemens Anteil daran, dass Projekte wie „Agua Zarca“ mit Morden an ihren Kritiker*innen gewaltsam durchgesetzt, Gemeinden auf Generationen gespalten, soziale Strukturen zerstört und das Recht auf vorherige, freie und informierte Konsultation der betroffenen Bevölkerung unterlaufen wird. All dies im Bündnis mit den interessierten, herrschenden Kreisen, die diesen Machenschaften den Anschein von „Legalität“ garantieren.

Der britische Guardian publizierte am 21. Juni 2016 einen Artikel über eine Todesliste des honduranischen Militärs, auf der nach Aussage eines desertierten Soldaten Bertas Name aufgetaucht war. Berta selbst hatte in den Monaten vor ihrer Ermordung zahlreiche Todesdrohungen angezeigt, die meisten davon im Zusammenhang mit dem Wasserkraftprojekt „Agua Zarca“. Und sie hatte, ebenso wie weitere COPINH-Mitglieder, in diesem Zusammenhang auch die Existenz von Todeslisten des Militärs erwähnt.

https://www.theguardian.com/world/2016/jun/21/berta-caceres-name-honduran-military-hitlist-former-soldier

(Deutsche Übersetzung mit Genehmigung der Autorin:

(http://hondurasdelegation.blogspot.de)

Weitere Infos: www.oeku-buero.de

Neues Factsheet Green=korrekt? Was bedeuten Green Energy-Projekte in Mexiko und Honduras für die lokale Bevölkerung?

#6mesessinjusticia
Berta Vive!
Berta-Cáceres- statt Werner-von-Siemens-Straße!

Wittelsbacher Platz in München

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