Land - Leute - Lucha: Kämpfe um Land und Selbstbestimmung in Zentralamerika

Tagung des Runden Tisches Zentralamerika

(c) Kathrin Zeiske

Die Ausbeutung natürlicher Ressourcen schreitet in Zentralamerika voran – wie in vielen Regionen des Südens. Die Ausweitung der Agrarindustrie und ein am Export von Rohstoffen orientiertes Wirtschaftsmodell sollen Wachstum und „Entwicklung“ vorantreiben. Dabei gefährden Megaprojekte und Monokulturen Naturräume, Lebensgrundlagen und die Ernährungssouveränität der Betroffenen unmittelbar. Die Durchsetzung eines ökonomischen Modells, das international verankerte wirtschaftliche, soziale, kulturelle und ökologische Rechte missachtet, geht in den meisten Staaten Zentralamerikas mit einer fortschreitenden Zerstörung demokratischer und rechtsstaatlicher Institutionen und der Militarisierung von Staat und Gesellschaft einher.
Kleinbäuerliche und indigene Basisbewegungen leisten Widerstand gegen Projekte, weil diese ihre grundlegenden Rechte missachten und sowohl existenzbedrohend sind. Konzessionen für Projekte werden meist ohne vorherige Konsultation der betroffenen Gemeinden vergeben. Bei diesen Konflikten spielt das Vorgehen national und international agierender Akteure (Unternehmen, Entwicklungsgesellschaften und -banken) eine erhebliche Rolle.

Mit den Gästen aus Zentralamerika wollen wir in einen Austausch treten und folgende Themen diskutieren: Wie können solche Konflikte bearbeitet werden? Wie können Staaten, Unternehmen und Banken in die Pflicht genommen werden? Wie können die Selbstbestimmungsrechte von betroffenen Gemeinden gewährleistet werden? Welche Rolle kommt der solidarischen Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa bei der Unterstützung der sozialen Bewegungen zu?


Leitung

Mauricio Salazar
Studienleiter
Referenten / Mitwirkende

Pablo Aparicio
DJ, Tübingen

Lesbia Artola
Comité Campesino del Altiplano (CCDA), Guatemala

Giulia Fellin
Koordinatorin Runder Tisch Zentralamerika

Erika Harzer
Journalistin, Kellinghusen

Ralf Häußler
Zentrum für Entwicklungsbezogene Bildung, Stuttgart

Miriam Miranda
OFRANEH, Organizacion Fraternal Negra Hondurena, Honduras

Alejandra Morena
FIAN International, Heidelberg

Adalberto Padilla
UICN, Unión Internacional para la Conservación de la Naturaleza, Tegucigalpa/Honduras

Francisca Ramirez
Consejo Nacional en Defensa de Nuestra Tierra, Lago y Soberanía und Unidad Nicaraguense Azul y Blanco, Nicaragua

Edgar Sanchez
Brot für die Welt, Berlin

Monica Vargas
Programa Justicia Económica, TNI


Einladende Organisationen:

Amnesty International
Adveniat
Brot für die Welt
Evangelische Akademie Bad Boll
FIAN International
FDCL
Heinrich-Böll-Stiftung
Hondurasdelegation
Informationsbüro Nicaragua
Kindernothilfe
Misereor
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit
Peace Brigades International
terre des hommes Deutschland
Zentrum für entwicklungspolitische Bildung
Lateinamerika Arbeitskreis der Landeskirche Württemberg
Runder Tisch Zentralamerika

Programm und Anmeldung:
https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/430119.html

Ort: Evangelische Akademie Bad Boll

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