Honduras: Institutioneller Rassismus und die Verweigerung von Partizipation

Zehn Monate nach dem gewaltsamen Verschwindenlassen afroindigener Garifuna-Aktivisten

Vor zehn Monaten, am 18. Juli 2020, wurden wurden fünf Männer aus der Garífuna-Gemeinde Triunfo de la Cruz entführt, unter ihnen der Gemeindevorstand Alberth Sneider Centeno, der sich besonders für die Landrechte der Garifuna einsetzte. Da die Entführer Uniformwesten der staatlichen Ermittlungspolizei DPI trugen, die gleichen Fahrzeuge nutzten wie die Polizei, die Männer in Handschellen abführten und die Tat morgens um 5 Uhr stattfand, als nur staatlichen Sicherheitskräften erlaubt war, auf den Straßen unterwegs zu sein, geht man von gewaltsamem Verschwindenlassen aus, einem Staatsverbrechen. Trotz Aufforderungen durch die den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte und die Vereinten Nationen hat der honduranische Staat bisher nichts Substantielles unternommen, um das Verbrechen aufzuklären. Im Februar 2021 gründete sich deshalb das Garifuna-Untersuchungskommitee SUNLA, um endlich die Suche nach den Verschleppten voranzutreiben. (Siehe: Unabhängige Untersuchungskommission zu Verschwundenen eingesetzt )

Nun verweigert der honduranische Staat Familienangehörigen, der betroffenen Gemeinde und ihrer Organisation OFRANEH, die sich in SUNLA zusammengeschlossen haben, ihr international garantiertes Recht: die Teilhabe an der Suche nach den Verschleppten. SUNLA und OFRANEH organisieren internationalen Protest gegen diese Haltung.

Auf dem Podium: Miriam Miranda (OFRANEH), Pablo Centeno (Vater von Snider Centeno), Gustavo Castro (Otros Mundos Chiapas; Mitglied von SUNLA), Edy Tábora (Anwalt). Moderation: Jessica Fernández (Universität Lissabon)

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Podiumsdiskussion ONLINE (auf Spanisch)

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