Contrabando – »Schnee und Blei« Stimmen aus Santa Rosa

Fr, 10.6.2011 / 20:00 Uhr / Gasteig, Black Box
€ 10,– erm. € 8,–

 

 

Theater der Grenzen der Gruppe Telón de Arena aus Ciudad Juárez, Mexiko

 

Die Theatergruppe thematisiert in ihren Produktionen und Theaterstücken Phänomene unserer globalisierten Gesellschaft: Machtverhältnisse, Migration, Gewalt in ihren verschiedenen Formen, sowie Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheit und haben damit bei Tourneen in Europa sowie in Ecuador und Kolumbien Erfolge gefeiert.

Contrabando entstand im Jahr 2007 im Rahmen einer Reihe von Inszenierungen, in denen eine Reflexion über die alltägliche Gewalt des Drogenhandels angeregt werden soll, dabei geht die Gruppe immer von der Prämisse aus, das Globale im Lokalen zu suchen – und umgekehrt. Begleitet von »Norteño« -Musik, treffen in Contrabando, drei Frauen aufeinander, die alle Opfer der Gewalt des Drogenhandels geworden sind, ausgelöst durch den Krieg des Drogenschmuggels im Chihuahua-Gebirge. Die Eigenschaften die sie definieren, sind gleichzeitig, die, mit denen sie konfrontiert sind: Jacinta, die Hoffnung; Conrada, das Vergessen; und Damiana, die Rache. Ihr Frau-sein macht sie verwundbar und rückt sie mehrfach in den Fokus der Gewalt: zum einem in den der Polizei und zum anderen in den der Drogen- Banden.

Mit diesem Stück möchte die Gruppe Telón de Arena eine Debatte über das Thema auslösen und vor allem die Auswirkungen auf die weibliche Bevölkerung, welche indirekt davon betroffen ist, aufzeigen. Die Künstlerinnen des Stückes engagieren sich in ihrer Stadt gegen die Straflosigkeit der Frauenmorde und möchten mit ihren Theaterinszenierungen auf die politische und grausame gesellschaftliche Situation der Frauen aufmerksam machen.

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