Fluchtwege Honduras – Deutschland

Eine Veranstaltung von Öku-Büro München und Peace Brigades International, in Kooperation mit dem Bellevue di Monaco.
Im Rahmen der Münchner Tage der Menschenrechte

Wann: Am 07.12.2017
Wo:  Im Café des Bellevue di Monaco, Müllerstraße 6
Uhrzeit: 20:00Uhr


Frenesys und Shirley berichten an diesem Abend zu dem Widerstand gegen Diskriminierung sowohl in Honduras als auch in Deutschland.  
Esp: Frenesys y Shirley nos contarán en esta charla sobre sus experiencias y sobre la resistencia contra la discriminación tanto en Honduras como en Alemania. 

Acht Jahre nach dem Staatsstreich in Honduras zählen die Gewaltraten in Honduras zu den höchsten weltweit. Die politische Opposition, Menschenrechtsverteidiger_innen, Umweltaktivist_innen und kritische Journalist_innen sind enormen Risiken ausgesetzt. Besonders betroffen ist die Lesbian-Gay-Bi-Trans-Inter*-Community (LGBTI*).

Über 200 gewaltsame Tötungen an Mitgliedern der LGBTI*- Community wurden seit 2009 in dem Land mit nur etwa 10 Mio. Einwohner_innen registriert. Der Großteil der Hassverbrechen bleibt straffrei. Alltägliche Diskriminierung, Bedrohungen, Polizeiübergriffe, Überfälle, Folter und Ermordungen sind an der Tagesordnung.

Nach Anerkennung im Asylverfahren leben die Trans*Aktivistinnen Frenesys Reyes und Shirley Mendoza seit einigen Monaten in München und in Rostock. In ihrer Heimat Honduras setzten sie sich tagtäglich gegen Diskriminierung und Hassverbrechen ein – und damit ihr Leben aufs Spiel. An diesem Abend sprechen sie über ihre Lebenswege, Empowerment und Organisation der LGTB*- und besonders Trans*-Community in Honduras, aber auch über die Umstände, die sie zur Flucht zwangen. „Als Trans*Frauen sind wir quasi automatisch immer im Auges des Hurrikans, wenn es um gesellschaftliche Auseinandersetzungen geht,“ sagt Frenesys Reyes. Das gilt auch für die positiven und negativen Erfahrungen der beiden als Geflüchtete, People of Colour und LGBT*Aktivistinnen im bundesdeutschen Alltag – im Lager, bei Ämtern und in der Szene.

Das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit ist seit über drei Jahrzehnten Treffpunkt für die Solidarität zu Zenrtalamerika in München und setzt sich kritisch mit den ungleichen Beziehungen zwischen globalem Norden und Süden auseinander. Der Arbeitskreis LGBT*-Honduras unterstützt die Community vor Ort und honduranische Trans*Geflüchtete hier in Deutschland.

Die Friedens- und Menschenrechtsorganisation peace brigades international bietet gefährdeten Menschenrechtsverteidiger*innen u.a. in Kolumbien, Guatemala und Honduras Schutz durch internationale Präsenz und Advocacyarbeit. In Honduras begleiten PBI-Freiwillige unter anderem die LGBT*-Organisation Arcoíris (Regenbogen).

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Shirley Mendoza und Frenesys Reyes sind seit mehr als 10 Jahren Aktivistinnen für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender (LGBT*) in Honduras und Zentralamerika. Sie kennen sämtliche Facetten des Lebens von Trans*Frauen in ihrem Heimatland, vom Überleben auf der Straße, über die Selbstorganisation in Basisgruppen und Netzwerken bis hin zur politischen Lobbyarbeit und Mitarbeit an Gesetzesentwürfen.
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Veranstaltung auf Facebook zu teilen: facebook.com/events/282910152220394

Spanisch mit deutscher Übersetzung  || Español con traducción al alemán 
Eintritt frei  || Entrada libre  

Wir freuen uns auf Dich || Te esperamos  


Weitere Infos zu den Münchner Tage der Menschenrechte unter:
www.tagdermenschenrechte.org

Ort: Bellevue di Monaco, Müllerstraße 6

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