Solidaritätsbrigaden nach Mittelamerika

(Foto: Knut Hildebrandt)
Im Sommer 2013 geht es wieder nach Nicaragua. Aktuelle Informationen zur diesjährigen Reise finden sich hier.
Die Solidaritätsbrigaden im Ökumenischen Büro
Seit 1983 organisiert das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit Solidaritätsbrigaden nach Nicaragua und seit Anfang der 90er Jahre auch nach El Salvador
In vier Wochenendseminaren bereiten sich die TeilnehmerInnen der Brigaden auf ihren Aufenthalt in El Salvador oder Nicaragua vor. Die Vermittlung von Kenntnissen über Landesgeschichte und aktuelle Situation, über Weltwirtschaftszusammenhänge und die Arbeit einzelner Organisationen gehört genauso zur Vorbereitung wie Diskussionen über die Ziele und Motivationen der TeilnehmerInnen und über gesellschaftliche Realitäten und Ansätze für politische Arbeit hier in der BRD.
Der Aufenthalt in Nicaragua oder El Salvador
Die Brigaden halten sich fünf Wochen lang in Nicaragua oder El Salvador auf. Das Programm hat zwei Schwerpunkte: Zum einen soll Solidarität durch die Brigadenarbeit praktisch werden, indem ein Projekt finanziell unterstützt wird und die BrigadistInnen sich an der Projektdurchführung beteiligen. Es kann sich hierbei beispielsweise um den Bau eines Gemeindezentrums, eines Bildungszentrums oder die Installation von Wasserleitungen handeln. Die TeilnehmerInnen leben in dieser Zeit in Familien der Gemeinde oder Kooperative auf dem Land. Bei der Projektmitarbeit geht es nicht um karitative Hilfe, sondern um die Unterstützung emanzipativer Organisationen. Das Zusammenarbeiten und Zusammenleben soll ermöglichen, daß ein Austausch über Lebenserfahrungen, gesellschaftliche Realitäten und die jeweilige politische Arbeit stattfindet.Zum anderen treffen sich die BrigadistInnen während eines Informationsprogramms mit Organisationen aus diversen Sektoren, die sich mit verschiedenen Themen befassen - Frauenorganisationen, Menschenrechtsorganisationen, Kooperativenverbände, Gewerkschaften. So unterschiedlich diese Organisationen in ihrer Arbeit und ihren Ansätzen sind, haben sie doch eines gemeinsam: daß sie sich nicht abfinden mit der Situation der Mehrheit der Bevölkerung, sondern Widerstand organisieren und versuchen, konkrete Verbesserungen zu erreichen. Sei es auf der lokalen, regionalen, nationalen oder internationalen Ebene.
Zu den Zielen der Brigaden
Die Gruppen halten sich fünf Wochen lang in Nicaragua oder El Salvador auf. Das Programm hat zwei Schwerpunkte: Zum einen soll Solidarität durch die Brigadenarbeit praktisch werden, indem ein Projekt finanziell unterstützt wird und die BrigadistInnen sich an der Projektdurchführung beteiligen. Die TeilnehmerInnen leben in dieser Zeit in Familien der Gemeinde oder Kooperative auf dem Land. Bei der Projektmitarbeit geht es nicht um karitative Hilfe, sondern um die Unterstützung emanzipativer Organisationen. Das Zusammenarbeiten und Zusammenleben soll ermöglichen, daß ein Austausch über Lebenserfahrungen, gesellschaftliche Realitäten und die jeweilige politische Arbeit stattfindet.Im zweiten Teil des Aufenthalts treffen sich die BrigadistInnen während eines zweiwöchigen Informationsprogramms mit Organisationen, die sich mit verschiedenen Themen befassen (z.B. Frauen-. Menschenrechts-, Umwelt-, Bildungssituation), mit Gewerkschaften oder sozialen Bewegungen. Es handelt sich hier um Organisationen, die mit verschiedenen Ansätzen arbeiten und dabei gemeinsam haben, dass sie sich nicht abfinden mit der Situation der Mehrheit der Bevölkerung, sondern Widerstand organisieren und versuchen, konkrete Verbesserungen zu erreichen. Sei es auf der lokalen, regionalen, nationalen oder internationalen Ebene.
Unsere Partnerorganisationen in El Salvador und Nicaragua
Die Brigaden werden gemeinsam mit den Partnerorganisationen des Ökumenischen Büros in Nicaragua und El Salvador organisiert und durchgeführt. In El Salvador ist dies die Organisation Oikos Solidaridad. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Oikos Solidadaridad ist die Unterstützung von Basisorganisationen, Gemeinden und Kooperativen auf dem Land. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen ländliche Entwicklung und Beteiligung der Bevölkerung an politischen Prozessen.
In Nicaragua ist der Projektpartner des Ökumenischen Büros das Movimiento Comunal in Matagalpa. Dies ist eine Basisorganisation, die sich der Bereitstellung von Infrastruktur in armen Stadtteilen und Gemeinden sowie der Förderung von Prozessen der Selbstorganisation widmet.
Wen suchen wir für die Brigaden?
Für die Solidaritätsbrigaden werden keine SpezialistInnen benötigt. Teilnehmen können ganz einfach Leute, die
- Interesse an einer Zusammenarbeit mit Menschen haben, die an Verbesserungen ihrer Situation und der Veränderung von politischen und sozialen Rahmenbedingungen arbeiten;
- Lust haben, sich mit einer Gruppe an vier Wochenendseminaren auf die Reise vorzubereiten, sie zu organisieren und dabei viel zu diskutieren;
- bereit sind, bis zur Brigade soviel Spanisch zu lernen, daß es für die Alltagskommunikation ausreicht;
- ca. 1.500 € aufbringen können (Flug, Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld).
»Wie hältst du´s mit dem Staat?« Bericht der Solidaritätsbrigade 2006 nach Nicaragua
Bericht der Brigade 2011 in Apatite
Unterwegssein mit einer Soli-Brigade
Dokumentarfilm "Sandinos langer Schatten"
Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 2010 erzählt die Erlebnisse einer Brigadegruppe in Nicaragua
Förderung durch das