Erneut drei Morde an Aktivisten in Honduras
19.08.2010 14:02
*Tegucigalpa.* Die Welle der Gewalt gegen Aktivisten der
Demokratiebewegung in Honduras reißt nicht ab. Nach jüngsten Berichten
aus dem mittelamerikanischen Land wurden am Dienstag drei Mitglieder der
lokalen Landarbeiterbewegung MUCA in ihrem PKW erschossen. Die MUCA
setzt sich für eine gerechte Verteilung des Bodens in der Region Bajo
Aguán im Norden von Honduras ein. Sie kommt damit in Konflikt mit dem
Großgrundbesitzer Miguel Facussé Barjúm. Dessen Familie gehört zu den
aktiven Unterstützern des Staatsstreiches gegen die letzte demokratisch
gewählte Regierung unter dem liberalen Politiker Manuel Zelaya Ende Juni
2009.
Víctor Manuel Mata, Serio Magdiel Amaya und Rodving Omar Villegas wurden
von Unbekannten nahe der Ortschaft Paso Aguán angehalten und mit
großkalibrigen Waffen unter Beschuss genommen. Nach Angaben des
Sprechers der Nationalen Front des Volkswiderstandes (FNRP), Juan
Chinchilla, waren zwei der Opfer im Alter von 40, 18 und 14 Jahren
sofort tot, der Dritte starb im Krankenhaus.
Seit dem Militärputsch sind nach Angaben von
Menschenrechtsorganisationen über 5000 Menschen inhaftiert worden, zudem
wurden über 100 politische Morde verzeichnet.
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