Argentinien führt Homo-Ehe ein
30.07.2010 11:30
Erstes lateinamerikanisches Land führt gleichgeschlechtliche Ehe ein
ARGENTINIEN
Erstes lateinamerikanisches Land führt gleichgeschlechtliche Ehe ein
(Rio de Janeiro, 22. Juli 2010, púlsar).- Argentiniens Präsidentin
Cristina Fernández de Kirchner hat am 21. Juli das Gesetz über die
gleichgeschlechtliche Ehe erlassen. Damit ist Argentinien das erste Land in
Lateinamerika, das die Ehe zwischen PartnerInnen des gleichen Geschlechts
zulässt. Cristina Kirchner erklärte, die Gesellschaft sei nun
gleichberechtigter als noch eine Woche zuvor.
Während eines feierlichen Aktes im Regierungspalast in Buenos Aires sagte
die Präsidentin, das neue Gesetz habe „niemandem etwas genommen, sondern
jene haben Rechte erhalten, die sie bislang nicht hatten." Es handele
sich um mehr als nur ein Gesetz, nämlich um eine soziale Konstruktion quer
durch die argentinische Gesellschaft, von vielseitigem und pluralistischem
Charakter. Cristina Kirchner zeigte sich überzeugt, dass die Debatte über
die gleichgeschlechtliche Ehe in einigen Jahren „absolut
anachronistisch" erscheinen werde. Dem feierlichen Akt der
Gesetzesverkündung wohnten Mitglieder des argentinischen Kabinetts,
Angehörige der homosexuellen Gemeinde und Ehrengäste bei.
Argentiniens Senat hatte dem Gesetz am 15. Juli zugestimmt. Dem war eine
heftige Debatte von rund 15 Stunden Dauer vorausgegangen. Die neue
gesetzliche Regelung verleiht homosexuellen Paaren die gleichen Rechte, die
heterosexuelle Paare haben in Fragen wie Adoption, Erbschaft und
Sozialleistungen. Im Gesetzestext werden die Begriffe „Ehemann und
Ehefrau" nun ersetzt durch den Begriff „Eheschließende".
Förderung durch das