Editorial
Migration ist ein Thema, das nicht nur
in unseren Partnerländern in Mittelamerika
eine ungeheure Bedeutung
hat, sie begegnet uns auch täglich in
Europa. Im Fernsehen wird berichtet,
auf der Straße treffen wir Migrant-
_innen und in München gibt es zur
Zeit Bemühungen, mit der „Save Me“
Kampagne dem Thema Flüchtlinge in
der lokalen Öffentlichkeit und Politik
mehr Resonanz zu verschaffen.
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Warum das Meer wagen, wenn man im Flugzeug reisen kann?
Die Reaktionsweisen von Migrationswilligen auf die Grenzregime
Nur drei Wochen nach der Veröffentlichung des neuen EU-Positionspapiers zum Thema Grenzkontrollen unter dem netten Namen „border package“ 1 über Praktiken von so genannten Migrationswilligen zu reden ist eine besondere Herausforderung. Und doch lässt sich das Papier, welches Frontex als neuer EU-Grenzagentur eine stärkere Rolle verspricht und neue Technovisionen einer totalen Bewegungskontrolle beinhaltet, nicht nur als Beweis der Stärke des EU-Grenzregimes lesen, sondern auch als Beweis für die Kräfte der Bewegungen der Migration.
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Das Erlebnis der Grenze
„Mexiko gilt wegen seiner reichen kulturellen
Geschichte, seiner einzigartigen landschaftlichen Vielfalt, seiner besonderen
Musik- und Tanztraditionen und vor allem seiner Menschen zu Recht als eines der
faszinierendsten Länder der Welt.“ Ob Indien, Spanien, Ägypten oder eben
Mexiko: Erste Sätze aus dem Vorwort von Reiseführern sind meist austauschbar.
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Politisch korrekter Urlaub im Dschungelcamp?
- Was machst du denn diesen Sommer?
- Diesen Sommer? Ich fahr mit dem Ökubüro nach Nicaragua.
- Mittelamerika, Pazifik – geil! Kann man da tauchen?
- Nee, ich fahr nicht ans Meer. Ich mach mit bei einer Brigade.
- Brigade? Was is das denn? Wird da gekämpft??
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Warum die Migration ein Teufelskreis ist
Jährlich brechen mehrere Tausend Menschen aus Zentralamerika in Richtung Norden auf, um den prekären Situationen in ihren Herkunftsländern zu entfliehen und für sich den „amerikanischen Traum“ wahr zu machen. Doch für zentralamerikanische MigrantInnen auf dem Weg in die USA wird es zunehmend schwieriger, überhaupt die mexikanische Nordgrenze zu erreichen.
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„Asalto al sueño“ Angriff auf den Traum
Der Film „Asalto al sueño“, Angriff auf den Traum, erzählt die Geschichten zentralamerikanischer Migrant_innen auf dem Weg in die USA. Im Fokus des Films liegt die Grenze zu Guatemala im Süden Mexikos, denn für viele zentralamerikanische Migrant_innen endet ihre Reise in die USA bereits dort und nicht erst an der Grenze zwischen Mexiko und den USA.
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save me, eine stadt sagt ja
Im Jahr 2008 feiert die Landeshauptstadt München ihren 850. Geburtstag. Das nehmen wir zum Anlass, von der Stadt und ihren BürgerInnen ein deutliches Signal zu fordern. Wir wollen erreichen, dass München sich bereit erklärt, 850 Flüchtlinge aus einer aktuellen Krisenregion aufzunehmen, um ihnen einen Neuanfang in Sicherheit zu ermöglichen.
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EU neokolonial in Zentralamerika
Ein wettbewerbsfähiges Europa in einer globalen Welt“, nennt sich das Dokument, mit dem die EU-Kommission Ende 2006 unmissverständlich ihre Außenhandelsstrategie beschrieb. Um sich selbst einen ökonomischen Aufschwung zu garantieren, betreibt die Europäische Union beharrlich die Öffnung der Märkte von Schwellen- und Entwicklungsländern. In diesem Sinne werden zur Zeit mehrere Freihandelsabkommen, u. a. mit Zentralamerika verhandelt. Dieses Assoziierungsabkommen, so der offizielle Name, ist Ausdruck grundsätzlicher Bemühungen der EU, das neoliberale Wirtschaftsmodell weltweit durchzusetzen.
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Interview mit Omar Salazar, ASEPROLA
ASEPROLA ist eine Nichtregierungsorganisation aus San José, Costa Rica. Mittels Untersuchungen, Weiterbildungen und Kampagnen beschäftigt sie sich mit dem Thema Arbeitsrechte. Außerdem berät sie in ganz Zentralamerika Organisationen, die in irgendeiner Weise mit dem Thema zu tun haben. Neben Gewerkschaften sind dies auch Frauengruppen, Organisationen von Jugendlichen oder Bauern und Bäuerinnen, bis hin zu Menschenrechtsgruppen.
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kolonisiert - koffeiniert - assoziiert
Eine bundesweite Plakat- und Postkartenaktion thematisiert das Assoziierungsabkommen, die dahinter stehen den Interessen sowie den Widerstand dagegen. Die vier verschiedenen Motive können kostenfrei zum Aufhängen an öffentlichen Orten unter elsalAToeku-buero.de bestellt werden.
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Teure Pillen und wache BürgerInnen
Wer mit dem Bus ins Stadtzentrum von San Salvador fährt und durch das Fenster nach draußen blickt, dem werden kurz vor dem Park Cuscatlán die vielen Menschen auffallen, die täglich für ein rares Gut Schlange stehen. Doch es sind nicht die Waren der StraßenverkäuferInnen, auf die die Leute Stunde um Stunde warten. Hinter dem hohen Zaun, vor dem sich die Menge drängt, befindet sich eines der öffentlichen Krankenhäuser.
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Almas de Arena, Über das Theater, das wir machen
Telon de Arena ist eine Theatergruppe aus Ciudad Juárez, Mexiko und trat mit den Stücken „Antigone“ und „Almas de Arena“ (Seelen aus Sand) in München auf. Nach dem letzten Auftritt baten wir die Gruppe um eine Darstellung ihrer Arbeit. Der Text wurde von Guadalupe de la Mora verfasst, die Übersetzung des spanischen Originals besorgte Eberhard Albrecht.
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Systematische Einschränkung des Spielraums
Seit Monaten sind Meinungsumfragen in Nicaragua für die Regierung Ortega eine Katastrophe. Ende letzten Jahres zum Beispiel wurde bekannt, dass Daniel Ortega zu den unbeliebtesten Präsident_innen auf dem amerikanischen Kontinent gehört. Unbeliebter als er waren nur noch George Bush und der damalige Präsident von Paraguay. Diese kritische Sicht teilt die Bevölkerungsmehrheit mit den Medien.
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