Skizze der zapatistischen Bewegung 1983- 2004
Anhand persönlicher Zeugnisse von Mitgliedern der EZLN, aufständischen Soldaten und CompañerAs beschreibt Gloria Muñoz zunächst die ersten zehn Jahre der Formierung der EZLN und der Vorbereitung auf den Aufstand im Januar 1994. Sie stellt dann das öffentliche Agieren der EZLN, den Beginn des Krieges und die verschiedenen Stadien der Verhandlungen und gleichzeitig auch der Aufstandbekämpfung seitens der mexikanischen Regierung und der Armee dar. Sie beschreibt in Jahresschritten ab 1994 die bewaffnete Erhebung die verschiedenen Regierungs- und Militäroffensiven, den Dialog von San Andrés, die Erklärungen aus der Selva Lacandona, die Gründungen der Aguascalientes, den Marsch nach Mexiko-Stadt und die wechselnden Phasen von Verhandlungen, wachsender militärischer, paramilitärischer und Polizeigewalt und auch die zugleich zunehmende nationale und international Mobilisierung und Solidarisierung durch die Zivilgesellschaft.
Sie kommentiert und geht sowohl auf die Beziehungen ein, die zur Bewegung der Studentinnen und Studenten im Streik der UNAM geknüpft wurden, als auch auf Äußerungen zum internationalen Geschehen wie dem Krieg im Irak, zu politischen Personen wie dem spanischen Ministerpräsidenten José Aznar und dem Richter Baltasar Garzón und zur Situation im Baskenland und stellt sie in einen Zusammenhang mit den politischen Forderungen der EZLN.
(ssch)
„Skizze der zapatistischen Bewegung 1983- 2004“
Erschienen in: Info-Blatt 65 des Ökumenischen Büros
München
Dezember 2004
Förderung durch das