HIPC oder das höchst wundersame Verschwinden der nicaraguanischen Auslandsschulden
Die Erlassjahrkampagne 2000 in Nicaragua
"Jubilee 2000", die weltweite Kampagne für den Erlaß der Auslandsschulden für die Länder des Südens, arbeitet mittlerweile in 160 Ländern und ist damit wohl die größte Kampagne für bessere Bedingungen für die "Dritte Welt". Über die Forderungen der Kampagne, ihre Strategie und Taktik und über die Frage, von wem darüber in welcher Weise entschieden wird, sind allerdings mittlerweile tiefgreifende Auseinandersetzungen entstanden. Im April 1998 wurde "Jubilee South" gegründet, eine gemeinsame Plattform von Erlaßjahr-Kampagnen aus Asien, Afrika und Lateinamerika, und - besonders seit der "Kölner Schuldenerklärung" der G7 - wird von Kampagnen im Süden lauter werdende Kritik an denen im Norden geäußert.
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Oberster Rechenprüfer im Knast
Am 11. November wurde Augustín Jarquín Anaya, Vorsitzender des Nationalen Rechnungshofes CGR, der praktisch letzten unabhängigen staatlichen Behörde Nicaraguas, inhaftiert. Schon lange hatte die Regierung unter Präsident Alemán alles versucht, sich des lästigen Rechnungsprüfers zu entledigen
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